Die Lösung des gestrigen Worträtsels lautet „kolossal“. Ich benutze das Wort gelegentlich und jedes Mal muss ich nachsehen, wie es geschrieben wird. Meine bevorzugte Schreibweise, die der Duden gar nicht aufzählt, ist nämlich kollossal. Dabei musste ich gerade feststellen, dass es eigentlich eine recht gute Ableitung gibt, um die korrekte Schreibweise herauszufinden. Das Wort leitet sich natürlich vom Koloss ab. Den würde ich nie mit zwei l schreiben, und ich glaube nicht, dass diejenigen, die die andere falsche Schreibweise bevorzugen, den Koloss mit nur einem s am Ende schreiben würden. Behält man sich also den Zusammenhang im Hinterkopf, kann man das Wort letztlich nur richtig schreiben.
Jeden Mittwoch stelle ich hier Wörter vor, die aufgrund ihrer Schreibweise schwer zu knackende Nüsse sind. Damit es nicht zu trocken ist, gestalte ich es wie ein Ratespiel. Spaß gehört beim Lernen dazu. Umso leichter lassen sich die Wörter merken. Wenn mir eine schöne Eselsbrücke einfällt, werde ich sie mit dir teilen.
Im Beitragsbild siehst du den Begriff, um den es geht. Welche Schreibweise ist korrekt? Rate mit und antworte hier. Die Lösung verrate ich morgen.
Zitat der Woche (KW 15/2022)
Mal davon abgesehen, dass wir nur durch Eigeninitiative die Dinge ins Rollen bringen und das Glück damit finden können, ist dieser Spruch auch in der Schriftstellerei sehr weise.
Es kommt selten vor, dass eine Figur in einem Roman über viele oder sogar alle Seiten hinweg darauf wartet, dass das passiert, worauf sie hofft. Die Prinzessin, die davon träumt, vom Prinzen gerettet zu werden, wäre eine solche Figur. Aber wie oft erleben wir Geschichten aus der Perspektive einer solchen Prinzessin? Normalerweise lesen wir dann von den Abenteuern des Prinzen, der aktiv in die Geschichte eingreift. Weil das spannender ist als die Prinzessin, die über Seiten hinweg aus dem Fenster schaut und darauf wartet, den Prinzen am Horizont zu erblicken. Noch interessanter wird es, wenn die Prinzessin, die die ganze Zeit gewartet hat, keine Lust mehr darauf hat und sich selbst auf das Pferd schwingt.
Camp NaNoWriMo April 2022 – Teil 2
Letzte Woche habe ich 7.979 Wörter an meinem Weihnachtsroman geschrieben. Es verläuft zäh. Das ist wenig überraschend, da es auch letztes Jahr vorm NaNo so war. Die Pause mit meinem NaNo-Roman konnte daran nichts ändern. Das deutet darauf hin, dass etwas an meinem Weihnachtsroman nicht stimmt. Irgendetwas stört mich, ist aber nicht greifbar für mich. Ich kann nur Vermutungen aussprechen. Zum Einen weiß ich, dass ich in einem Kapitel drastisch werde kürzen müssen. Ich mag die Stelle zwar sehr, während der die Senioren meiner Hauptfigur zeigen, wo und wie sie leben, aber es bringt den Roman kein Stück voran. Das war eine Szene, die nur für mich wichtig ist und ohne die der Roman gut leben kann. Zum Anderen bin ich wohl nicht mit der Sprache des Romans zufrieden. Sie wirkt sehr steif auf mich. Das passt zwar zum Setting, aber ich finde, dass meine Hauptfigur sich stärker davon abheben muss, damit der Roman generell besser wirkt. Daran werde ich während der Überarbeitung feilen müssen, sollten meine Alphaleser derselben Meinung sein.
Für den Monat habe ich bereits 44,4 % meines Solls erfüllt. Es geht verdammt schnell voran, aber das brauche ich auch gerade als Motivation, um mich von dem kaugummiartigen Schreiben nicht abschrecken zu lassen. Ziel ist es ja, diesen Monat 30.000 Wörter zu schreiben. Dafür werde ich mich noch einmal ordentlich bemühen müssen. Mit rund 8.000 Wörtern für sechs Arbeitstage werde ich sonst mein Ziel nicht erreichen. Zudem juckt es mir in den Fingern, den Weihnachtsroman noch diesen Monat zu beenden, um das Trauerspiel hinter mich zu bringen und mich wieder angenehmeren Projekten zuwenden zu können. Mein Durchschnittssoll für April wird also explodieren, wenn alles so kommt, wie ich es mir wünsche, da ich damit rechne, dass ich diesen Monat dann effektiv 40.000 Wörter schreiben müsste.
Für das Jahr habe ich bereits 32,7 % geschafft. Demnach müsste ich mein Jahresziel rechtzeitig erreichen, erst recht, wenn ich jetzt im April so viel schreiben sollte, wie ich gerne würde.
Zitat der Woche (KW 14/2022)
In der aktuellen Situation dürfte dieses Zitat vielen von uns lediglich ein müdes Lächeln abringen. Da ist Europa eigentlich vorbildlich für ein friedliches Miteinander, die Ukraine hat sich nichts zuschulden kommen lassen und Putin beginnt einen Krieg. Wird unser Kurs letztlich für Frieden sorgen? Die Zeit wird es zeigen.
Aber prinzipiell stehe ich hinter diesem Zitat. Indem ich mich friedlich verhalte, gebe ich anderen keinen Grund, sich mir gegenüber feindlich zu verhalten. Ich kann ihnen selbst bei böser Absicht damit den Wind aus den Segeln nehmen. Es ist nicht immer einfach und in Geschichten wäre es wohl eher langweilig, über ein solches Verhalten zu lesen. Da ist es deutlich spannender, wenn es öfter zwischen den Figuren richtig kracht, damit sie sich am Ende umso schöner vertragen können. Wenn ich schreibe, halte ich es also genau anders.
Camp NaNoWriMo April 2022 – Teil 1
Seit Freitag ist mein Urlaub schon wieder vorbei und das ist leider kein verspäteter Aprilscherz. Auf den 1. April startete das Camp NaNo, an dem ich teilnehmen wollte. Nach vier Tagen Urlaub ging es also gleich los. Mit 1.133 startete ich ins Camp. Ziel sind 30.000 Wörter. 1.579 Wörter muss ich jeden Werktag schreiben, wenn ich mein Ziel erreichen will. Das ist deutlich weniger als im normalen NaNoWriMo. Bedeutet natürlich, dass ich schon jetzt im Rückstand bin, weil ich mich am Freitag erst einlesen musste. Aber ich bin optimistisch, dass ich das problemlos aufholen kann.
Ich befinde mich aktuell am Ende des 6. Kapitels in einer ruhigen Szene, während der sich meine Hauptfigur, der Weihnachtsengel Natascha, mit ihren Kolleginnen und Kollegen während eines entspannten Abends unterhält. Es ist in gewisser Weise auch eine traurige Szene, weil die anderen zugeben müssen, dass sie kaum etwas über die Bewohner der Altenresidenz wissen. Die Leiterin der Residenz unterbindet nämlich nach Möglichkeit Privatgespräche. Dabei finde ich, dass die Vergangenheit ab einem gewissen Alter besonders wichtig wird. Man überlebt Freunde und Verwandte, aber indem man sie im Herzen behält und über sie spricht, bleiben sie in unserem Gedächtnis und auch irgendwie am Leben. Den Blick nach vorne gerichtet, weil das eigene Leben hoffentlich noch lange nicht vorbei ist, aber Erlebnisse präsent behaltend, so sollte man meiner Meinung nach leben. Deshalb schlägt auch Natascha als Gesellschafterin der Residenzbewohner diesen Weg ein und lässt sich von der Leiterin nicht beirren.
Urlaub
Endlich Urlaub! Ich habe es ja in meinem Projektschmiedebeitrag erzählt. Vier Tage sollen es sein. Am Freitag bin ich wieder da, um am Camp NaNo teilzunehmen. Der ist ähnlich wie der NaNoWriMo, nur dass ich auch mit weniger als 50.000 Wörtern teilnehmen kann. 30.000 Wörter sollen es werden. Eine Steigerung zu den ersten beiden Monaten des Jahres um „nur“ 5.000 Wörter. Es ist eine Herausforderung, die ich ohne Stress bewältigen will. Sonst hätte ich auch die 50.000 Wörter wählen können. Dabei soll es mit meinem Weihnachtsroman weitergehen. Dort habe ich rund 60.000 Wörter geschrieben und stehe bei Kapitel 6 von 10. Die 30.000 Wörter im April werden mich ein gutes Stück Richtung Ende springen lassen, sodass ich den Roman im Mai beenden können sollte. Das passt zu meinem Jahresplan. Da hinke ich nur bei der Überarbeitung meiner Projekte hinterher, aber vielleicht bin ich durch das Camp NaNo schnell genug mit dem Weihnachtsroman fertig, um im Mai noch ein wenig in dieser Hinsicht nachzuholen.
Und was habe ich in den vier Tagen Urlaub jetzt vor? Viel zu viel, um es wirklich Urlaub nennen zu dürfen! 😅
Du erinnerst dich sicher an meinen Beitrag zur angestrebten Selbstständigkeit als Korrektorin. Ich habe mich endlich getraut, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren, um ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Am 5. April ist es so weit. Für dieses Gespräch muss ich mich vorbereiten und mich noch einmal in meine Unterlagen und Notizen einlesen, damit ich konkrete Fragen stellen kann.
Die letzten Wochen hatte ich keine Zeit zum Lesen und ich würde einfach unheimlich gerne ein paar Bücher „fressen“. Die begonnene Anthologie und der begonnene Schreibratgeber sind unheimlich spannend bzw. interessant, weswegen es mich geärgert hat, dass sie so lange liegengeblieben sind. Es wäre schön, wenn ich sie beenden und nach meinem Urlaub über sie hier berichten könnte.
Ich will auch mehr Zeit mit Musa verbringen. Sie ist ein so kluges und liebes Hamstermädchen, dass ich ihr mehr Aufmerksamkeit schenken will, wenn ich sie schon frei habe. Ist doch noch einmal etwas anderes für sie, als in ihrer Sommerresidenz zu sitzen und eben dort zu schlafen statt in ihrem eigentlichen Käfig und nur beim Transport zwischen den Käfigen den sozialen Kontakt zu mir als Menschen zu lernen.
Gestern war ich auf einem Aquarellmalkurs und habe dort die Techniken kennengelernt. Ich brauche geeignete Pinsel und besseres Papier, aber vielleicht kann ich das schnell genug besorgen, um die Maltechniken kommende Woche noch ein wenig zu festigen und ein paar Übungsbilder damit zu malen. Das fände ich toll.
Mein Nintendo 3DS XL liegt auch schon wieder ein Jahr verwaist herum, obwohl ich so gerne meine Pokémon trainieren und weitere fangen würde. Aber abends ist nur noch Konzentration für ein lockeres Spiel am Handy übrig. Vielleicht kann ich mir sogar einen neuen Orden verdienen.
Ich freue mich auch schon sehr auf den Donnerstag. Da beginnt der Ostermarkt. Ich habe mich verabredet und träume von einem schönen Tag mit Crêpe mit Kinderschokolade und dem Bestaunen toller Handwerkserzeugnisse.
Tja, einiges werde ich wohl doch nicht schaffen, aber ich werde meinen Urlaub definitiv genießen.
Schreibupdate – 27.03.2022
Ein Beitrag außer der Reihe. Am Wochenende melde ich mich ja eher selten, erst recht mit meinen Fortschritten beim Schreiben. Aber das hat seinen Grund. Ich bin mit der Korrektur meines Manuskripts fertig! Ich habe am Freitag dafür noch bis nach 18 Uhr gearbeitet, weil ich endlich fertigwerden wollte, um kommende Woche zur Belohnung Urlaub machen zu können. Dafür habe ich diese Woche rund 9,5 Stunden gearbeitet. Das ist nicht gerade viel, aber ich hatte auch einige Termine, die mir die Zeit zum Arbeiten nahmen. Beim Lesen haben sich mir ein paar Fragen gestellt, die ich meinen Alphaleserinnen stellen werde, sobald sie das Manuskript gelesen haben. Eventuell muss ich ein paar Dinge dann umschreiben, aber das wären Kleinigkeiten, die das Verständnis für die Welt und das Magiesystem erleichtern. Das ist mir die Arbeit wert.
Für den Monat komme ich auf 82 %. Daran wird sich nichts mehr ändern. Ich freue mich so sehr auf meinen Urlaub! Die fehlenden 18 % sind auch gar nicht schlimm, da ich ja im Januar 40,5 % und im Februar 26 % Überschuss geschafft habe. Da habe ich noch viel Puffer für weitere Urlaube. Das Jahr ist auch schon zu 29 % erledigt. Vielleicht kann ich dieses Jahr noch ein weiteres Projekt anpacken. Das fände ich schön.
Zitat der Woche (KW 12/2022)
Wenn man aufmerksam zuhört und präzise Antworten formuliert (meiner Meinung nach die zweite Hälfte des Erfolgs), entsteht ein Dialog, an dessen Ende jeder weiß, was der jeweils andere will, was er geben kann und was er bereit ist, zu geben. Ein solches Gespräch kann sehr kurz sein. In der Realität sind wir dafür dankbar, weil wir keine Zeit für Missverständnisse haben, die uns zurückwerfen können. In Romanen sind gerade diese Gespräche, bei denen jemand nicht richtig zuhört oder seine Antworten nachlässig formuliert, die Würze. Als Leser wissen wir, was gemeint ist, und können uns darüber freuen, wenn etwas anderes verstanden wird, das die Situation erschwert oder sogar eskalieren lässt. Wenn wir lesen, wollen wir genau solche Dialoge – nicht immer, aber in schönen Dosen –, damit die Geschichte spannend bleibt.
Schreibupdate – 21.03.2022
Letzte Woche habe ich sieben Stunden gelesen. Das ist nicht viel, aber es fällt mir auch gerade echt schwer, mich zu konzentrieren. Dafür konnte ich trotzdem ein paar Fehler in meinem Manuskript finden, die ich korrigierte. Dragon schreibt zusammengesetzte Wörter einfach zu gerne auseinander. Zum Glück lese ich schnell. Ich bin mittlerweile bei Seite 200 angekommen, also fast bei der Mitte. Noch ist es möglich, dass ich die Korrektur nächste Woche beenden und das Manuskript an meine Testleser schicken kann.
Mein Monatssoll habe ich bereits zu 66,5 % erfüllt. Da könnte ich die 100 % noch schaffen, wenn ich jetzt nicht zu viel trödele. Aufs Jahr gesehen, habe ich 27,9 % erreicht, also schon über ein Viertel, wo das erste Quartal noch gar nicht vorbei ist. Es läuft. Das muss es aber auch, wenn ich mir bald ein paar Tage Urlaub gönnen will.