Zitat der Woche (KW 11/2022)

Zu diesem Mann gibt es leider keine Seite auf Wikipedia, sodass ich nur das Geburts- und Sterbejahr herausfand, statt die gesamten Daten. Vielleicht war er nicht bedeutend genug, aber mir gefällt sein Zitat, sodass es hier Erwähnung finden soll.

Ich weiß leider nicht, ob er ein Läufer war. Das Zitat scheint sich darauf zu beziehen. Oder dachte er an Mitläufer, die sich dem Stärkeren anschließen? Ich hoffe, dass es ersteres ist, weil es für den Mut der Menschen sprechen würde. Ich will es so verstehen: Wer nicht an einem Rennen teilnimmt, kann es auch nicht gewinnen. Derjenige hat automatisch verloren. Auf diese Weise finde ich seine Aussage inspirierend, weil es sich auf alles beziehen kann. Wer nicht anfängt, seinen Traum zu leben, wird nie wissen, wie sein Leben hätte aussehen können. Er wird immer der verpassten Chance hinterhertrauern. Für mich bedeutet es, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bin keine Läuferin. Ich bin eine Schriftstellerin und mein Sieg ist es, wenn ich meine Geschichten schreiben kann und sie gelesen werden und Freude bereiten.

Schreibupdate – 14.03.2022

Ich habe es letzten Freitag bereits stolz verkündet. Die Woche war sehr erfolgreich. Ich habe die Rohfassung meines Romans beendet. Dafür waren nur 9.184 Wörter nötig. Mit dem Ende vor Augen purzelten die Wortzahlen nur so. Es ist ein neuer Wochenrekord, von dem ich bezweifle, dass ich ihn so bald brechen werde. In den nächsten Wochen wohl nicht, weil ich den Roman zunächst korrekturlesen will, um ihn an meine Alphaleser zu schicken. Damit habe ich am Freitag angefangen. An dem Tag hatte ich einiges zu regeln, weswegen ich nur knapp 1,5 Stunden gelesen habe. Trotzdem habe ich schon viele Fehler rausgeworfen, die Dragon eingebaut hat, ohne dass es mir aufgefallen ist. Dadurch fühlt sich das Lesen produktiv und nach einer sinnvollen Zeitinvestition an. Ich bin sehr zufrieden.

Auch insgesamt läuft es prima. Mein Monatssoll ist bereits zu 54,9 % erfüllt, mein Jahressoll zu 26,85 %. Ich bin die letzten Tage etwas müde, weswegen ich überlege, ob ich mir ein paar Tage Urlaub gönnen darf, nachdem ich so fleißig war. Das werde ich kurzfristig entscheiden, wenn ich mit dem Korrekturlesen fertig bin und den Roman an meine Alphaleser geschickt habe.

Fertig!!!

Mit einem Mal ging es ganz schnell. Die letzten beiden Kapitel ließen sich gestern so rasch herunterschreiben, dass ich selbst überrascht war, als ich den letzten Punkt diktierte. Nach etwa sieben Monaten der Vorbereitung und des Schreibens ist es mit insgesamt 116.858 Wörtern und 427 Normseiten mein längster Roman. Dabei handelt es sich nur um die Rohfassung, von der ich weiß, dass an einigen Stellen Beschreibungen fehlen werden. Wahnsinn! Damit hätte ich letztes Jahr im August, als ich mit der Planung begann, nicht gerechnet. Als ich die Tarotkarten zur Inspiration legte, wollte ich einen eher kurzen Roman mit 50.000 bis 80.000 Wörtern schreiben. Stattdessen brach ich meine Rekorde spielend und ohne dass es mir wirklich bewusst war.

Die Geschichte lässt mich mit einem zufriedenen Gefühl zurück. Im Moment glaube ich nicht, dass ich große Änderungen vornehmen muss, was bei meinem Drachenroman anders war. Ich habe heute damit begonnen, den Text korrekturzulesen. Dragon hat teilweise die Verben falsch konjugiert aufgeschrieben oder völlig falsche Wörter benutzt, die nur teilweise ähnlich klingen. Die Verben habe ich ignoriert, um meinen Erzählfluss nicht unnötig zu stören. Falsche Wörter habe ich korrigiert, wenn sie mir auffielen. Das war nicht immer der Fall. Beim Diktieren lassen sich die Nägel wunderbar lackieren. 😉 Es ist aber auch eine gute Gelegenheit, die Geschichte noch einmal als Ganzes zu betrachten und ihr Potential vielleicht besser einschätzen zu können, ehe ich sie an meine Alphaleser herausgebe. Die warten schon gespannt darauf, mit dem Lesen loszulegen.

Gedanken über die Zukunft

Ich habe es am Montag angedeutet. Ich trage mich gerade mit großen Gedanken herum. Das klingt hochtrabend, aber effektiv geht es nur darum, wie meine Zukunft aussehen soll. Ich liebe es, zu schreiben, aber ich fände es auch schön, wenn ich mit meiner Kunst genug verdienen könnte, um wenigstens für die Rente vorsorgen zu können. Mit einem jährlichen Verdienst von ungefähr 15 Euro und Kosten für die nötige Soft- und Hardware im dreistelligen Bereich ist daran nicht zu denken.

Das Wie ist da die Herausforderung. Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen übel aus, weil mein Lebenslauf dank Krankheit und befristeten Stellen einem Flickenteppich gleicht. Die Alternative ist die Selbstständigkeit. Ich manage mich seit Ende 2018 selbst und habe viel geleistet. Der logische Schluss ist, dass ich neben dem Schreiben ein Unternehmen gründe.

Korrigieren kann ich gut und es macht mir Spaß. Ich habe mich in dem Zusammenhang auch schon lange über die Selbstständigkeit informiert. Effektiv fehlen mir nur noch ein umfassendes Beratungsgespräch mit einem Rechtsanwalt und einem Steuerberater und evtl. ein paar ihrer Dienstleistungen, ehe ich mich als Freiberuflerin selbstständig machen kann. Aber vor diesem letzten Schritt schrecke ich zurück. Ich fürchte mich davor, als Selbstständige Fehler zu machen. Ich weiß, dass das ganz normal und oft kein Beinbruch ist, aber die Angst davor ist da und ich finde keinen Weg, sie zu überwinden. Das belastet mich, weil die Angst vor der Selbstständigkeit und der Wunsch nach etwas finanzieller Unabhängigkeit mich entzwei reißen. Vielleicht kann ich mich ja überwinden, nachdem du und das Internet von meinen Gedanken wisst.

Schreibupdate – 07.03.2022

Letzte Woche war ich nicht so produktiv. Mit 5.409 geschriebenen Wörtern war sie die zweitschlechteste für dieses Jahr. Allerdings habe ich es am Freitag auch nicht geschafft, zu schreiben. Ich war schwimmen und in einem Café und vielleicht lag es auch an meinem Geburtstag am Samstag, dass ich gedanklich schon mehr im Wochenende steckte als der Kalender. Es ist ok. Solche Wochen darf es geben. Dafür ist mein Roman mittlerweile 107.674 Wörter und 395 Normseiten lang. Es fehlen nur noch fünf Kapitel und ich muss zugeben, dass mich die Vorstellung, dass ich bald fertig bin, irgendwie traurig macht. Ich weiß, dass ich meine Hauptfigur Nalin an einem wichtigen Punkt ihres Lebens verlassen werde, und ich würde doch gerne im Detail sehen, wie sie sich weiterhin schlägt, obwohl ich für mich weiß, wie ihre Zukunft aussehen wird. Ein Problem, das ich bisher nie hatte.

Den Februar beendete ich mit 126,2 % meines Solls. Für den März habe ich bereits 16,7 % geschafft. Gerade fühle ich mich müde, ein wenig ausgebrannt. Ich bin mir sicher, dass es nichts mit der Arbeit zu tun hat, sondern mit meinen Gedanken an die Zukunft, die mich wieder mehr beschäftigt. Entsprechend mache ich mir Sorgen, ob ich die 100 % für den März erreichen werde. Dabei ist der Monat noch jung und das Schreiben hat mir immer gut getan, wenn mich etwas plagte. Außerdem habe ich die ersten beiden Monate so erfolgreich abgeschlossen, dass ich die 100 % einfach schaffen muss. Muss ja nicht wieder über 140 % sein wie im Januar. Und selbst wenn es wider Erwarten doch weniger sein sollte, habe ich so viel vorgearbeitet, dass ich effektiv immer noch im grünen Bereich läge. Da hilft nur, tief durchzuatmen, die Augen zu schließen und weiterzumachen. Und, mich über die bereits erreichten 23,3 % für das gesamte Jahr zu freuen.

Rückblick

2022 ist mittlerweile zwei Monate alt. Ich weiß, es ist früh, um meine Pläne zu überprüfen, allerdings empfinde ich es als den richtigen Moment. Ich bin mit meinem NaNo-Roman von 2021 fast fertig, muss mich also langsam mit dem Gedanken befassen, was als nächstes an der Reihe ist. Außerdem kann ich aus zwei Monaten Arbeit schon halbwegs herauslesen, wie gut ich in der Zeit liege, um ggf. meine Arbeitsweise anzupassen.

Mein Plan sah vor, dass ich im Januar und Februar an meinem NaNo-Roman schreibe und dabei idealerweise 50.000 Wörter schreibe. Außerdem wollte ich im Januar einen meiner älteren Romane lesen, mir dazu Notizen machen und im Februar mit der Überarbeitung beginnen. Dafür rechnete ich mit vierzig Stunden arbeiten.

Die Realität weicht ein wenig ab. Ich habe zwar an meinem NaNo-Roman geschrieben und sogar 52.247 Wörter geschafft (Ziel erreicht!!!), statt des geplanten Romans jedoch wieder mit der Überarbeitung meines Drachenromans begonnen, nur zwölf Stunden daran gearbeitet und die Einschätzung meiner Lektorin eingeholt. Was das Überarbeiten betrifft, habe ich also das Projekt gewechselt und mir fehlen achtundzwanzig Stunden Arbeit daran.

Mein Plan sieht jetzt vor, dass ich im März meinen NaNo-Roman beende. Das ist realistisch. Bis Mai will ich mein Weihnachtsprojekt fertigschreiben und die Überarbeitung des Romans beenden. Das betrifft dann eben meinen Drachenroman. Dafür rechnete ich mit etwa 75.000 Wörtern und sechzig Stunden überarbeiten. Ich bin unsicher, ob mir das gelingt. Wenn ich 25.000 Wörter im Monat schreibe, habe ich kaum Zeit zum Überarbeiten. Das wird mir schwerfallen.

Mein Traumplan wird sich zum Jahresende also voraussichtlich verschieben und ich vermute, dass ich die angepeilten 275.000 Wörter und 260 Arbeitsstunden zum Überarbeiten, Plotten und Recherchieren nicht zur Gänze schaffen werde. Trotzdem sieht es aktuell so aus, als wäre ich auf einem sehr guten Weg. Kleinere Abweichungen sind da verkraftbar und es ist möglich, dass ich im Laufe des Jahres noch schneller schreiben oder mit einem Projekt rascher als erwartet fertig werde. Ich denke, der Vergleich meiner Pläne mit dem Ist-Stand war zum jetzigen Zeitpunkt eine gute Idee.

Schreibupdate – 28.02.2022

Der Februar ist fast vorbei, das Jahr ist gute acht Wochen alt. Was soll ich sagen? 2022 ist, zumindest was das Schreiben betrifft, genial.

In der letzten Woche habe ich 6.868 Wörter geschrieben. Ist eine lustige Zahl und zugleich der dritthöchste Wert, den ich dieses Jahr bisher erschrieben habe. Es hätte ein neuer Rekord werden können, wenn ich am Freitag nicht so viel um die Ohren gehabt hätte, sodass es „nur“ für 679 Wörter wurden. Ich bin trotzdem zufrieden. Mein Roman ist mittlerweile 102.265 Wörter lang. Ich habe die 100.000 geknackt!!! Kapitel 72 ist zur Hälfte geschrieben. Es fehlen also nur noch 9,5 Kapitel. Es fühlt sich wie ein Countdown an, den ich jede Woche langsam runterzähle. Ich bin total gespannt, wann ich den Roman beende. Da ich sowas unheimlich schlecht einschätzen kann, werde ich mich damit selbst überraschen.

Und wie sieht es für den Februar und 2022 bisher generell aus? Ich habe 120,9 % meines Monats- und 21,3 % meines Jahressolls erfüllt und dafür bisher 51.092 Wörter geschrieben und über achtzehn Stunden überarbeitet. Es läuft wirklich super. Ich wünschte nur, es würde auf der ganzen Welt so positiv aussehen.

Zitat der Woche (KW 08/2022)

Woody Allen ist nicht nur Regisseur und Schauspieler, sondern auch Autor und Komiker. Da ist es schwer, zu wissen, ob er es ernst oder in irgendeiner Form ironisch meinte. Ich interpretiere es einfach so, wie ich es auffasse. Demnach meint er seine Worte ernst.

Heutzutage müssen wir viel wissen. Gesetze, Grundwissen, zu dem auch Bücher wie „Krieg und Frieden“ gehören … Da ist es naheliegend, sich das Wissen auf schnelle Weise anzueignen. Querlesen ist das Mittel der Wahl, das schon vor zwanzig Jahren in aller Munde war. Ich habe mich einst darin versucht und es aufgegeben. Ich kann aus einzelnen Textschnipseln und Wörtern nicht auf den Sinn des gesamten Textes schließen. Das beweist Woody Allen meiner Meinung nach mit seinem Zitat. Gerade „Krieg und Frieden“ soll zur schweren Lektüre zählen. Da verpasst man viel zu viel, um die Hintergründe erfassen zu können. Immerhin, es spielt wirklich in Russland.

Leserückblick „Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta“

Schau dir das Cover an. Es strahlt Unsicherheit und doch etwas Wohliges aus. Der Titel lockt mit einem Blumenladen. Ich musste es vorziehen, nachdem ich es erst kürzlich gekauft hatte.

Es geht um vier einsame Menschen, Violeta, der Blumenladenbesitzer Monsieur Dominique und die Senoras Mercedes und Tilde, die im Blumenladen zueinanderfinden.

Es ist eine anrührende Geschichte, weil eines die Figuren verbindet: Sie wurden auf unterschiedliche Weise von der Liebe enttäuscht und keiner von ihnen konnte bisher seinen Schmerz überwinden. Deshalb sind sie schwermütig, obwohl sie es voreinander zu verbergen versuchen.

Ich weiß nicht, was ich von dem Roman halte. Er besteht aus vielen kleinen Ausschnitten aus dem Leben der vier Figuren, teilweise in der Gegenwart, teilweise aus der Vergangenheit, manche wirklich nur zwei Zeilen lang. Dazwischen stehen vereinzelt Zitate, bei denen ich nicht sagen kann, in welchem Zusammenhang sie mit der Geschichte stehen. Der Autor springt von einem Kopf zum nächsten, wodurch ich wieder aufpassen musste, die Gedanken und Gefühle den richtigen Personen zuzuordnen. Ich brauchte ein Weilchen, um mit diesem Schreibstil warm zu werden, obwohl er mich von Anfang an mitriss. Jetzt habe ich das Buch ausgelesen und bin prinzipiell zufrieden. Ich konnte mir aus den Ausschnitten eine Geschichte zusammenpuzzlen. Trotzdem bin ich nach wie vor verwirrt und fühle mich so, als wäre mir beim Lesen etwas entgangen, das ich aufgrund fehlender Lebenserfahrung oder vielleicht der „falschen Nationalität“ nicht nachvollziehen kann. Ich glaube, dass mir das Verstehen leichter fallen würde, käme ich wie der Autor aus Spanien. Ebenso kann ich mir vorstellen, dass dieser Roman neue Facetten für den Moment bereithält, wenn ich älter bin. Aber habe ich mit dieser Vermutung recht?

Letztlich habe ich die Lektüre durchaus genossen, aber ich muss die Leseempfehlung unter Vorbehalt aussprechen. Das Buch ist auf seine Weise kompliziert, was es zugleich zu einem Kunstwerk macht.

Schreibupdate – 21.02.2022

Langsam kehre ich in meine Normalität zurück. Das bedeutet, dass ich an drei Tagen in der Woche Sport mache. Das nimmt etwa acht Stunden in der Woche ein inkl. Fahren und sozialen Interaktionen im Anschluss. Man sollte meinen, dass ich jetzt weniger schreibe. Zeitlich kommt das hin. Vom Output her schaffe ich mehr als vorher.

So habe ich letzte Woche 7.051 Wörter geschrieben und es wären mehr gewesen, hätte ich am Mittwoch keinen Durchhänger gehabt. Da war ich so müde, dass ich beim Schreiben fast eingeschlafen wäre. Ich freue mich sehr über diese Steigerung, zumal ich dank ihr auch bald mit meinem NaNo-Roman 2021 fertig sein werde. Dort sind mittlerweile 66 Kapitel von 81 und 349 Normseiten geschrieben. Jetzt wird es noch einmal richtig spannend. Für fast jeden meiner Perspektivträger spitzt sich die Lage zu und obwohl ich doch weiß, was passieren wird, scharre ich mit den Füßen. Wäre mein Manuskript ein Roman, den ich als Leserin lesen würde, würde ich die letzten Kapitel jetzt verschlingen.

Außerdem habe ich für die ersten beiden Kapitel meines Drachenromans die Einschätzung meiner Lektorin erhalten. Waren meine Zweifel in der Zeit, die ich darauf warten musste, ins Unermessliche geschossen, zaubern mir ihre Worte immer noch ein Lächeln ins Gesicht. Sie mag meinen Anfang und die Änderungsvorschläge betreffen überwiegend das Handwerk und kaum die Geschichte an sich. Das, was ich an der Geschichte ändern könnte, sind Punkte, bei denen ich mir unsicher war, ob ich sie so lassen kann. Jetzt weiß ich, dass ich sie besser abmildern oder rausnehmen sollte. Die Herausforderung wird sein, das auch zu schaffen, aber ich will es versuchen. Es folgt also bald ein weiterer Überarbeitungsdurchgang und eine praktische Lernphase.