Zitat der Woche (KW 07/2022)

Gerade in unserer heutigen Zeit mit Maskenpflicht, Abstand, Verordnungen, Verbote und dem naheliegenden Gedanken, dass es am besten wäre, einfach zuhause zu bleiben, um Corona besiegen zu können, dürfte es schwerfallen, die Wahrheit hinter diesem Zitat zu finden. Wie soll man sich denn über diese Situation freuen können? Es geht, weil wir nicht mehr alles für selbstverständlich halten.

Genauso kann es auch meinen Figuren ergehen. Ich schicke sie in schlimme Situationen, werfe ihnen Knüppel zwischen die Beine, lasse sie stolpern – und doch ist das Ziel die ganzen Mühen wert. Erst durch die vielen Rückschläge sind meine Figuren mit der Endsituation zufrieden, können sich darüber freuen und wissen es zu schätzen. Und auch während der Qual bleibt doch die Freude darauf, dass sie nicht ewig währen kann.

Hexenmeister Jakob Wolff – Jetzt auch als Taschenbuch

Am Freitag erlebte ich eine Überraschung. Ich kam nichtsahnend vom Schwimmen nach Hause und holte die Post aus dem Briefkasten. Neben den üblichen Briefen an meinen Mann lag auch ein DIN A4 Kartonumschlag mit meinem Namen darauf darin. Wer sollte mir schreiben? Absender: der Leseratten Verlag. Ich hatte nichts bestellt und mein Geburtstag ist auch erst in ein paar Wochen. Ich war verwirrt, aufgeregt und konnte es nicht abwarten, den Umschlag zu öffnen.

Heraus kam der erste Teil der Hexenmeister Jakob Wolff-Reihe als Taschenbuch! Und Pralinen!!! Und ein total nettes Begleitschreiben!!!!! Es hat endlich angefangen. Die Reihe kommt nach und nach in gedruckter Form heraus. Sieh es dir an. Es sind Schmuckstücke für das Bücherregal. Nicht nur, dass das Buch außen dank des ausgefallenen Covers sehr ansprechend aussieht. Innen geht es weiter. Die erste und die letzte Seite sind ebenfalls in Farbe gedruckt und die übrigen Seiten haben einen Rahmen. Ich bin begeistert und es ist klar, dass ich alle Bücher kaufen werde. Das hatte ich schon mit den eBooks vor, war bisher aber noch nicht dazu gekommen. Zum Glück! So habe ich gleich drei gute Gründe – sie fehlen mir noch und die Bücher sehen toll aus und die Geschichten sind sehr spannend -, um mir die Bücher nach und nach ins Bücherregal zu stellen.

Einziger Wehrmutstropfen ist, dass ich als zuletzt veröffentlichte Autorin der Reihe noch eine Weile warten muss, bis ich meinen eigenen Roman in Händen halten werde. Aber die Wartezeit ist es mir wert. Stell dir meine Vorfreude vor, das geniale Cover meines Romans als Druck betrachten zu können! Den Geruch meines ersten Taschenbuchs zu riechen. Über die Seiten und das Cover zu streichen, um zu begreifen, dass es real ist. Das wird toll!

Wie es sich gehört, habe ich direkt bei meinem Verlag angerufen und mich bedankt. Daraus wurde ein einstündiges Gespräch über Corona, unsere Pläne, die Reihe und Privates. Ein so gutes Verhältnis zwischen Verleger, Lektorin und Autorin kann man sich doch nur wünschen. Ich bin unendlich dankbar, dass mein Debüt bei diesem Verlag erschienen ist. Ich verdanke den beiden sehr viel und habe in ihnen zwei wunderbare Freunde gefunden.

Schreibupdate – 14.02.2022

In der letzten Woche habe ich mich überwiegend auf mein NaNo-Projekt konzentriert und dafür 6.597 Wörter geschrieben. Das Manuskript ist mittlerweile 304 Normseiten lang und 59 von 81 Kapitel sind abgearbeitet. Ich nähere mich dem Finale mit großen Schritten und bin jetzt schon sehr gespannt, ob es mir vielleicht gelingt, das Ende noch im Februar zu schreiben. Ich habe noch elf Arbeitstage vor mir, an denen ich mindestens 11.000 Wörter schreiben kann, wenn es schlecht läuft, und gute 14.000, wenn es wie immer läuft. Ob die für die fehlenden elf Kapitel reichen? Wie gesagt, es wird spannend!

An meinem Drachenroman habe ich nur 50 Minuten überarbeitet. Das hat seinen Grund. Ich habe die ersten beiden Kapitel beendet und den Roman um insgesamt 22 Normseiten gekürzt. Ich denke, der Roman hat dadurch gewonnen, aber ich bin sehr unsicher, ob 70 Normseiten für die ersten beiden Kapitel nicht zu viel sind und die Spannung zu langsam aufgebaut wird. Deshalb habe ich eine Lektorin kontaktiert, die in mehreren Anthologien mit mir zusammen veröffentlicht hat und die ich auf Messen schon näher kennenlernen durfte. Sie ist sehr nett, sodass ich mich getraut habe, sie um eine Einschätzung zu bitten. Es ist das erste Mal, dass ich eine Dienstleistung für meine Geschichten einkaufe. Es ist mir aber wichtig, das Beste aus meinem Roman herauszuholen, um Verlage und Leser*innen für den Roman begeistern zu können. Ich habe so viel Zeit und Mühe in meine Drachen gesteckt, dass ich mir von Herzen wünsche, dass sie auch andere Menschen begeistern dürfen.

Für den Februar komme ich jetzt auf 11.085 geschriebene Wörter und gute drei Stunden Überarbeitung. Das sind rund 57 % meines Monatssolls. Dafür, dass der Monat heute erst seine Mitte erreicht hat, ist das wieder ein geniales Ergebnis für mich.

Für 2022 sind es insgesamt 37.173 Wörter und über 18 Stunden Überarbeitung, was über 16 % meines Jahressolls entspricht. Da ich erst bei rund 12,5 % sein müsste, ist das ein wahnsinniges Ergebnis.

Zitat der Woche (KW 06/2022)

Für einen Schriftsteller ist es tatsächlich fatal, wenn man sich ständig wiederholt, da die Leser irgendwann gelangweilt abwinken und sich den Romanen anderer widmen. In der Hinsicht hat dieser Schriftsteller schon einmal recht. Aber ja, das Glück darf sich sehr gerne wiederholen. Wir freuen uns, wenn wir von ihm bedacht werden. Es ist etwas Gutes für uns, weil wir z. B. mit heiler Haut einen Unfall überstehen oder uns gegen eine Gelegenheit entscheiden, die sich später als Trick eines Betrügers herausstellt. Glück gehört zu unserem Leben dazu. Oft merken wir gar nicht, dass wir wieder einmal Glück gehabt haben, weil der Zeitpunkt dabei entscheidend ist. Fahren wir morgens fünf Minuten später los, um zur Arbeit zu kommen, fühlen uns gestresst, weil wir spät dran sind, kann doch das Glück dahinterstecken, weil wir sonst dem gesprächigen Nachbarn mit seinem Hund begegnet wären, der uns weitaus mehr als fünf Minuten gekostet hätte.

Leserückblick „Jenseits der südlichen Sterne“

Ich freue mich, heute wieder von einem gelesenen Buch erzählen zu können. Es handelt sich dabei um ein Weihnachtsgeschenk, das mich sehr überrascht hat. Der Klappentext weckte gleich Fernweh, da der Roman in Afrika und Australien spielt.

Olivia ist Fotografin, Mitte des letzten Jahrhunderts. Sie lernt den Ranger Edward kennen und verliebt sich in ihn. Auch Edward ist sehr von ihr angetan, aber er will nur wenige Wochen später nach Australien auswandern, um dort auf dem geerbten Grundstück einen Zoo für bedrohte afrikanische Tiere zu eröffnen. Sie heiraten kurzfristig und aus Edwards Traum wird auch Olivias Traum.

Für mich hörte sich die Beschreibung des Klappentexts nach einem Wohlfühlroman an. Ich rechnete mit Rückschlägen und Problemen bis zur Erfüllung des Ziels, den Zoo zu eröffnen, aber mit einer insgesamt eher ruhigen Stimmung. In diesem Punkt wurde ich nicht enttäuscht und es hat mir gutgetan.

Der Schreibstil war für mich ungewohnt. Von einem Absatz zum nächsten wechselte die Autorin von einem Kopf in den nächsten. Mir wurde das als schlechter Stil beigebracht. Für mich bedeutete es, dass ich sehr aufmerksam lesen musste, um die Wechsel nicht zu verpassen und dadurch durcheinander zu kommen. Das war etwas anstrengend, aber ich nahm es gerne in Kauf, da ich die Geschichte von Anfang an mochte.

Die Figuren haben das wohl zu verantworten. Olivia ist eine Frau, die sagt, was sie denkt. Damit tritt sie gerne in Fettnäpfchen und macht es sich damit auch schwer, Freunde zu finden. Edward ist eigentlich mit seiner Arbeit verheiratet. Ihm sind die Tiere und ihr Erhalt so wichtig, dass er Olivia darüber häufig zu kurz kommen lässt. Er stellt für den Zoo einen Vorsteher ein, der sich um den Erhalt des Grundstücks und der Gehege kümmern soll. Der ist Olivia in seiner Art sehr ähnlich, nur dass man einem Mann auch heute noch eher verzeiht, wenn er kein Blatt vor den Mund nimmt. Er und Olivia ergeben eine explosive Mischung, die mir mehrfach ein Lächeln bescherten. Auch Archie und Emmet, ein Schotte und ein Ire, die sich aufgrund ihrer Abstammung ständig streiten und zu übertrumpfen versuchen, fand ich köstlich. Sie sind sich so ähnlich, wollen aber nur die Unterschiede sehen, die sie als Team verdammt stark machen würden. Es gibt noch weitere tolle Figuren, aber ich will nicht den gesamten Cast vorstellen. Die hier sind die für mich wichtigsten und beeindruckendsten Figuren der Geschichte, die die Story auch gut vorantreiben.

Deshalb war ich von dem Roman auch sehr gefesselt. Ohne es zu übertreiben, passierte genug, um ihn spannend zu machen, ohne anstrengend zu werden. Eine Lektüre für einen Urlaub oder nebenbei, der ich auch gut folgen konnte, wenn ich über die Woche mal wieder nicht zum Lesen gekommen war und mir am Wochenende etwas Zeit dafür stahl.

In meinen Augen ist es kein perfekter Roman, aber einer, den man genießen kann. Ich habe gerne Zeit mit den Figuren in Afrika und vor allem in Australien verbracht und mich dabei entspannt.

Schreibupdate – 07.02.2022

Schon wieder ist es Zeit, von meinen Fortschritten der vergangenen Woche zu berichten. Dabei fühlt es sich wie gestern an, dass ich den letzten Bericht verfasste. Vermutlich liegt es daran, dass ich unheimlich viel zu tun habe und dabei alles um mich herum vergesse, bis ich aus meiner Phantasie wieder auftauche.

Für meinen Roman habe ich 5.375 geschrieben. Er umfasst 81.749 Wörter und ist 279 Normseiten lang. Damit hätte ich jetzt eine schöne Romanlänge erreicht. Ich stehe aber gerade erst bei Kapitel 50 von 81. Ich darf meine Figuren also noch ein Weilchen begleiten.

An meinem Drachenroman habe ich 5,5 Stunden gearbeitet. Er ist noch etwas kürzer geworden, umfasst nur noch 389 von ursprünglich 411 Normseiten. Ich habe noch ein paar Seiten vor mir, bis ich das zweite Kapitel durchgearbeitet habe. Wenn es so weit ist, will ich die ersten beiden Kapitel an eine befreundete Lektorin schicken. Sie weiß bereits Bescheid, dass ich nach Möglichkeiten suche, die ersten beiden Kapitel zu verbessern, damit sie von den Lesern nicht als langatmig wahrgenommen werden. Ich denke, dass der Roman davon gewinnen wird.

Damit konnte ich den Januar mit 26.088 geschriebenen Wörtern und 15 Stunden Überarbeitung abschließen. Ich habe die erwartete Leistung mit 140,5 % weit übertroffen und konnte für das Jahr bereits 11,76 % erfüllen. Ich finde, dass ich mir einen Urlaub verdient habe. Trotzdem mache ich weiter. Für den Februar kann ich auf 4.488 geschriebene Wörter und fast 2,5 Stunden Überarbeitung zurückblicken. Das entspricht 25,1 % des Monatssolls und 2 % des Jahresziels. 13,75 % meiner Jahresleistung sind erfüllt. Definitiv, ich hätte mir einen Urlaub verdient, aber der muss noch etwas warten. Noch bin ich zu energiegeladen.

Zitat der Woche (KW 05/2022)

Ich bin wohl ein wunderbares Beispiel dafür, dass Theodor Fontane damit recht hat. Mir geht es gut und ich sehe zuversichtlich in die Zukunft. Die Zahlen, die ich am Montag hier teilte, zeigen, dass ich sehr produktiv an meinem Traum einer erfolgreichen Schriftstellerkarriere arbeite. Die Arbeit macht mir Spaß und auch um mich herum gibt es nichts, wegen dem ich mich sorgen müsste. Corona ist ein alter Hut. Ich weiß, wie ich mich davor schützen kann, und vertraue auf diese Maßnahmen.

Umgekehrt weiß ich, wie schwer mir alles fiel, als ich jeden Tag gegen meine Depression kämpfen musste. Der Traum, Schriftstellerin zu sein, schillerte hell und bunt in meinen Träumen. Dagegen wirkte meine Realität trist. Ich schrieb in der Zeit trotzdem und konnte sogar Kurzgeschichten veröffentlichen. Dennoch fühlte ich mich von meinem Ziel unbeschreiblich weit entfernt und ich konnte nicht daran glauben, dass ich es überhaupt jemals erreichen könnte.

Was Theodor Fontane kompliziert für unsere Zeit ausdrückt, bedeutet einfach:

Wenn wir uns zu sehr mit Problemen beschäftigen, egal, ob diese jetzt Realität sind oder nur in unserem Kopf stattfinden, dann haben wir nicht genug Energie, um unsere Träume anzugehen. Unsere sprichwörtlichen Tränen machen uns blind für das Nötige, um das Glück zu finden, selbst wenn wir sicher sind, zu wissen, wie dieses Glück aussehen müsste.

Natürlich können wir nicht einfach beschließen, glücklich zu sein, um daraufhin unsere Ziele erreichen zu können. Das wäre Selbstbetrug, der nur noch tiefer in die Probleme hineinführen würde. Aber wir können Dinge unternehmen, die uns glücklich machen. Wenn wir glücklicher sind, erscheinen die Probleme kleiner und vor allem lösbar. Meine Strategie ist mittlerweile Sport. Ich brauche ihn zum Ausgleich, um mein für mich hohes Arbeitspensum zu schaffen. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit meinen Tieren – sehe meinen Chinchillas beim Toben im Freilaufgehege zu, bürste und schmuse meinem Kater und spiele mit meinem Hamster. Ich spiele auch gerne am Handy, lese und handarbeite. Ich brauche das alles in Summe, um mich wohlzufühlen. In Kombination mit dem Schreiben bin ich glücklich und zuversichtlich, dass ich meinen Traum eines Tages erfülle.

Achtung, Autorin allein zuhaus!

Mein Mann ging gestern auf Dienstreise. Morgen Abend kommt er schon wieder zurück. Drei Tage und zwei Nächte allein zuhaus. Grusel ich mich? Vermisse ich ihn? Veranstalte ich eine Party? Was macht eine Autorin, wenn sie sturmfrei hat?

Es ist unspektakulär. Ich versuche wie immer, möglichst viel zu schreiben und zu überarbeiten, mache aber gegen 16 Uhr Feierabend. Ich erledige meinen Haushalt, gehe zum Sport und war heute seit langem wieder mit meiner Schwiegermama frühstücken. (Corona kann mich – unter sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen wie Abstand und FFP3-Maske (Kein Tippfehler!) – mal!) Meine Freizeit gestalte ich jedoch völlig anders. Kein laufender Fernseher, der meine Konzentration stört – herrlich! Ich nutze die Zeit zum Lesen. Ich habe Anfang des Jahres ein dickeres Buch begonnen und brauche schon eine gefühlte Ewigkeit, obwohl ich es spannend finde. Dazu mache ich mir eine große Tasse Milchcafé und kuschel mich auf meine Couch. Das ist ein schön gemütlicher Ausklang für fleißige Arbeitstage. Ich habe das Gefühl, wirklich zur Ruhe zu kommen.

Natürlich freue ich mich darauf, wenn mein Mann wieder da ist. Ab und zu ein paar Tage allein mit mir sind schön und ich nehme sie gerne mit, aber mit wem soll ich mich zanken, wenn keiner Krümel in der Küche verteilt oder das Waschbecken verspritzt oder …? Ich glaube nur, dass Ghizmo sich mehr auf seine Rückkehr freut. Dieser treulose Kater ignoriert mich komplett, sobald er sein geliebten Nassfutter hat!

Schreibupdate – 31.01.2022

Es ist schon wieder Montag und zugleich der letzte Tag des Januars. Die Zeit ist unheimlich schnell vergangen. Ich hoffe, dass sie genauso nett zu dir war wie zu mir. Ich kann jedenfalls nicht klagen.

In der vergangenen Woche habe ich 6.303 Wörter für mein NaNo-Projekt geschrieben. Es ist jetzt 76.374 Wörter lang, umfasst 261 Normseiten und ich stehe bei Kapitel 48 von 81. Wohlgemerkt, die Kapitel sind meistens recht kurz, im Schnitt fünf Seiten. Ich versuche, mich in meine zukünftigen Leser zu versetzen. Ich fände es an ihrer Stelle schön, auch mal nur zehn Minuten für ein Kapitel zu benötigen. Umso schneller lässt sich das Buch lesen, wenn ich es eines Tages veröffentliche. So stelle ich es mir jedenfalls vor.

Außerdem habe ich fast fünfeinhalb Stunden an meinem Drachenroman überarbeitet und dabei hart am ersten Kapitel gekürzt. Es war einfach zu lang. Auch wenn es manchen vielleicht interessiert hätte, wie wichtig Ackerbau für das Volk ist, um den Winter zu überstehen, will ich den überwiegenden Teil meiner Leser damit nicht unnötig langweilen. Ich versuche also, das Kapitel so zu überarbeiten, dass ich schneller zum Punkt komme. Dafür versuche ich das Tempo anzuziehen. Es ist mir insofern gelungen, dass das erste Kapitel nur noch 39 Normseiten von ursprünglich 53 lang ist. Daran kannst du erkennen, wie viel wir Autoren über unsere Figuren und Welten wissen, das es nie bis in die Geschichten hineinfindet. Aber wir brauchen dieses Wissen, um uns nicht zwischen den Rippen eines unvollständigen Körpers zu verstecken.

Ich habe es tatsächlich geschafft, im Januar 25.000 Wörter zu schreiben. Aktuell 25.201 Wörter, um genau zu sein. Das habe ich am Anfang des Monats für annähernd unmöglich gehalten, obwohl ich doch weiß, dass ich im November sogar 50.000 Wörter geschrieben hatte. Aber das ist ein Monat im Ausnahmezustand, den ich nicht das ganze Jahr durchhalten kann. Deshalb war ich doch unsicher. Umso mehr freue ich mich, dass ich dieses Traumziel erreichen konnte. Nebenher habe ich fast zwölf Stunden überarbeitet. Da fehlen mir noch acht Stunden zu meinem Ziel. Die werde ich nicht mehr schaffen, aber es ist in Ordnung. Meine Traumziele sind wirklich sehr ambitioniert und ich muss mich erst noch in dieses Arbeitspensum reinfinden. Dafür habe ich mein realistisch formuliertes Ziel bereits jetzt mit 131 % deutlich überflügelt. Es ist so genial, in mein Produktivitätsexcel zu schauen und diese Zahl dort stehen zu sehen! Und nur zwei Zeilen darunter grinst mich eine 10,96 % für das Jahresziel an. Ich hoffe, dass ich weiter so gut vorankomme. Dann kann dieses Jahr nur genial sein. Aber ich hatte mir ja auch vorgenommen, dass dieses Jahr MEIN Jahr wird.

Zitat der Woche (KW 04/2022)

Dieser Schriftsteller ist nicht alt geworden und er hat die Nazis erlebt. Ob er in Hinblick auf sie diesen Satz sagte? Schließlich stehen Nazis quasi synonym zu Fremdenhass. Dabei können wir in Freundschaft miteinander leben. Obwohl es noch lange nicht perfekt ist, beweisen wir es jeden Tag aufs Neue, dass Hautfarbe und Religion keinen Unterschied machen, wie viel Mensch man ist.

Ich finde diesen Spruch unheimlich schön, weil für wahre Freundschaften die „Macken“ der Befreundeten kein Thema sind. Sie werden akzeptiert und gehören zu den jeweiligen Personen einfach dazu. Manche Freundschaften werden sogar gerade wegen ihnen geschlossen, weil sie liebenswert sind.

In Geschichten sind Freundschaften oft ein Thema. Da will man dem Freund mit seinen Problemen nicht zur Last fallen und reitet sich immer tiefer in die Misere hinein. Oder die Figur muss erst lernen, dass Freundschaften wichtig sind und wie viel sie ihr geben. Da gibt es viele tolle Möglichkeiten, diesen Aspekt unseres Lebens einzubauen oder sogar zu einem wichtigen Bestandteil der Geschichte zu machen. Geschichten, in denen es um Freundschaft geht, sind Wohlfühlgeschichten. In gewisser Weise also Heimat, wie Kurt Tucholsky sagte.