Kategorie: Bücher

Leserückblick „The S-Files: Die Succubus Akten“

So schnell habe ich schon lange keine Anthologie mehr ausgelesen. Dabei ist diese echt ein Schwergewicht. Ich habe mich aber auch tierisch gefreut, als ich mein Autorenexemplar vom Verlag erhielt, und war sehr gespannt, was meine Kollegen aus der Vorgabe gezaubert hatten. Als ich überlegte, worüber ich schreiben könnte, war ich nämlich leicht verzweifelt. Was sollte ich über einen Sexdämon schreiben, ohne das Offensichtlichste zu thematisieren – Sex? Wäre schließlich ziemlich langweilig, wenn es in allen Geschichten nur um das Eine ginge.

Ich wurde sehr positiv überrascht. Natürlich kamen die wenigsten ganz ohne Sex aus. Das Thema hatte ich auch nicht ganz umschiffen können, obwohl es bei mir nur Mittel zum Zweck war. Aber die Anthologie rutschte dabei nicht in die erotische Sparte ab, sondern blieb auf einem seriösen und dennoch unterhaltsamen Niveau.

Generell kommen mir die Geschichten abwechslungsreicher vor als in den vorangegangenen Files. Da beobachte ich seit The U-Files: Die Einhorn Akten eine stetige Steigerung der Qualität. Das finde ich echt super, sorgt allerdings auch dafür, dass ich echt keine Ahnung habe, welche der Geschichten mein Liebling ist. Ein echtes Luxusproblem! 😅

Ich fühlte mich mit dem Thema, das mir anfänglich solche Bauchschmerzen bereitete, letztlich als Leserin sehr wohl. Wo ich Anthologien normalerweise mit Pralinenmischungen vergleiche, bei denen immer eine Sorte dabei ist, die man nicht mag, ist diese hier einfach mit einer Packung Mon Chéri gleichzusetzen. Für mich die edelste Praline, die ich kenne.

Leserückblick „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2“

Ich hatte vor ein paar Jahren den ersten Teil zu diesem Buch gelesen und war begeistert gewesen. Vieles war eine Offenbarung für mein noch unwissendes Autoren-Ich. Vermutlich habe ich mich wegen dem ersten Teil extrem gebessert, einfach weil ich verstanden hatte, dass das Schreiben ein Handwerk ist, das man lernen kann. Wegen dem Autor dieses Buchs habe ich anschließend viel gelernt.

In diesem Buch führt der Autor tiefer in die Materie des Schreibens hinein. Manches hat er im ersten Teil schon angesprochen. Scheinbar hatte er das Gefühl, dass er es jetzt besser erklären kann als damals. Wobei er sich bei ein paar Themen auch selbst widersprochen hat, weil er es mittlerweile anders sieht. Das betont er auch, um Verwirrung zu vermeiden, und begründet, wieso sich seine Sichtweise geändert hat. Ich finde es toll, dass jemand zu seiner Meinungsänderung steht. (Trotzdem finde ich, dass der erste Teil immer noch aktuell für Anfänger ist. Wenn man erst einmal die „Regeln“ kennt, fällt es leichter, es mit dem zweiten Teil etwas gelassener beim Schreiben anzugehen.)

So viel Neues fand ich in diesem Buch nicht mehr für mich. Ich lese aber auch regelmäßig Schreibratgeber. Da ist es nicht verwunderlich, wenn es irgendwann Überschneidungen gibt. Für mich ist es eine Möglichkeit, etwas, das ich schon gelesen, aber nicht verstanden habe, vielleicht jetzt zu verstehen. Dank diesem Buch habe ich z. B. endlich die Prämisse und ihren Sinn verstanden. Wobei ich auch sonst einfach für die Wiederholung dankbar bin, weil sie etwas fast vergessenes wieder in mein Gedächtnis zurückholt. Allein wegen dieser beiden Punkte lohnt sich dieses Buch für mich. Dass der Autor einen abwechslungsreichen und teilweise humorvollen Stil beweist, macht das Lernen umso angenehmer, und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Gelernte dann länger hängenbleibt.

Leserückblick „Das Lächeln des Killers“

Hier folgt mein Rückblick zum zweiten Buch der Eve Dallas Reihe, den ich geschenkt bekam. Es handelt sich dabei tatsächlich um den 13. Teil, spielt also spürbar später als der 7. Teil, den ich kürzlich hier vorstellte.

Darin geht es um Frauen, die nach allen Regeln der Kunst verführt werden – Rosenblätter auf dem Bett, ein guter Wein oder Champagner, sanfte Musik -, nur um anschließend tot aufgefunden zu werden. Im Blut finden sich Drogen, die sie für den Sex mit ihrem Mörder willig machte …

Da ich ein paar Teile gezwungenermaßen übersprungen habe, weil sie mir fehlten, konnte ich sehen, wie viel sich zwischen den Figuren entwickelt hat. Da ist eine Beziehung, die im 7. Band erst entstand, vermutlich im 12. Band in die Brüche gegangen, denn die Wunde zwischen den Beteiligten wirkt noch frisch. Aus Autorensicht eine schöne Entwicklung. Sonst wäre alles statisch wie in den alten Krimis, bei denen der Ermittler einfach den Fall löst und man sonst nichts über ihn und sein Privatleben erfährt. Durch dieses Detail bekam die Reihe in meinen Augen gleich eine viel schönere Dynamik.

Die Mordfälle an sich sind grotesk, wenn man erst weiß, wer dahintersteckt. In diesem Fall erfährt man es als Leser ziemlich früh, weil die Autorin sich dafür entschieden hat, ihre Leser den Mörder begleiten zu lassen. Dadurch ist man der Ermittlerin um einen guten Schritt voraus, muss sich aber auch mit den teilweise kranken Gedanken des Mörders herumschlagen. Nichts für schwache Nerven, wobei die wenigsten Menschen dann nach einem Krimi greifen.

Dieser Roman ist noch dicker als der letzte aus der Reihe. Trotzdem war ich erstaunlich schnell am Ende angelangt. Es wird an der Herangehensweise der Autorin liegen. Ich konnte vor Ungeduld, wann der Mörder endlich von der Ermittlerin enttarnt und verhaftet wird, einfach nicht mit dem Lesen aufhören. Ich wollte ihn hinter Gittern wissen. Der Kniff, den sie benutzt hat, hat also wunderbar bei mir funktioniert.

Leserückblick „Vier Seiten für ein Halleluja“

Langsam sehe ich ein Ende auf meiner Liste der gelesenen Bücher, die ich hier vorstellen will. Ich bin mit zwei weiteren Büchern aber auch schon wieder fast fertig … 😅

Dieses Buch richtet sich an Autoren und soll dabei helfen, Manuskriptanfänge zu optimieren. Das ist prinzipiell sinnvoll, da die Mitarbeiter von Verlagen eben „nur“ die Anfänge lesen, oft sogar nur überfliegen. Zu mehr haben sie leider keine Zeit. Da kann die Geschichte im späteren Verlauf also noch so spannend und toll sein, wenn der Anfang nicht gleich überzeugt, erhält man als Autor eine Absage.

Zu diesem Zweck hat der Autor dieses Ratgebers mehrere Romananfänge von Autoren des Verlags bekommen, die noch nicht lektoriert waren, um an ihnen zu zeigen, was man besser machen kann. Für jeden typischen Fehler gibt er ein Beispiel, das er unterhaltsam veranschaulicht.

Ich konnte das Gelesene noch nicht umsetzen, aber ich fand das Buch interessant und kann mir vorstellen, es noch einmal in die Hand zu nehmen, um meine Romananfänge zu prüfen.

Leserückblick „Liebesnacht mit einem Mörder“

Schon wieder ein Leserückblick – man erkennt sofort, worauf sich meine aktuelle Freizeitbeschäftigung konzentriert.

Liebesnacht mit einem Mörder ist der siebte Teil der Lieutenant Eve Dallas Krimireihe. Ich hatte dieses Buch gemeinsam mit einem weiteren Teil geschenkt bekommen und habe es eher aus Neugier gelesen, weil ich weiß, dass Nora Roberts eine erfolgreiche Schriftstellerin ist. Ich lese zwar ganz gerne mal einen Krimi, aber für eine Reihe mit über vierzig Bänden wollte ich mich nicht wirklich einlassen.

In diesem Roman geht es um Lieutenant Eve Dallas, die vor einer Mordserie steht – ausgerechnet kurz vor Weihnachten! Der Mörder nimmt ein Weihnachtslied als Vorbild und dekoriert seine Opfer mit Schmuckstücken, die dem Weihnachtslied nachempfunden sind. Schon bald ist Eve sich sicher, dass der Mörder mit einer bekannten Partnervermittlung zusammenarbeiten muss, um an seine Opfer zu gelangen.

Der Schreibstil ist fesselnd. Er passt gut zu einem Krimi, wobei sich zwischendurch merkwürdige Phrasen finden. Ich weiß nicht, ob das an der Übersetzung oder dem amerikanischen Schreibstil liegt. Wirklich gestört hat es mich nicht, weil der Roman einfach viel zu spannend war.

Die Figuren haben ihr eigenes Leben, das sich auch auf ihre Arbeit und eben die Handlung auswirken. Ich hatte nicht das Gefühl, nur über Statisten zu lesen, sobald es sich mal nicht um die Hauptfiguren drehte. Ich konnte die Probleme sehr gut nachvollziehen und mit den Figuren mitfühlen.

Ich war von der Handlung fasziniert. Die Autorin hat mich wunderbar abgeholt und in ihre Welt gebracht. Witzig ist, dass dort noch mit Disketten gearbeitet wird, obwohl die Romane erst in mindestens zwanzig Jahren spielen. Daran erkennt man, dass die Romane schon recht alt sind. Trotzdem konnte ich mir gut eine Zukunft vorstellen, in der es weiterentwickelte Disketten gibt, also welche, die nicht nur 3,5 MB fassen (Das war doch so, oder? Es ist so lange her.). Ich fand es witzig, zu sehen, wie die Autorin unsere Zukunft sah – immerhin zum Erstellungszeitpunkt etwa fünfzig bis sechzig Jahre später. Teilweise hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Nach der Lektüre dieses Romans habe ich mir ernsthaft überlegt, die übrigen Bücher zu besorgen. … Tja, das wird ein teurer Spaß, wenn ich das wirklich mache. Ich fand den Roman echt klasse.

Leserückblick „Der Gott der Rosen und der Dornen“

Und der nächste Leserückblick. Heute Der Gott der Rosen und der Dornen von Nana Chiu.

Darin geht es um Florine, die eine der vielen Wiedergeburten von Persephone ist. Dass Hades sie einst in die Unterwelt entführt und vergewaltigt hat – ein Mythos. Tatsächlich lieben sich die beiden, aber ihre Liebe soll nicht sein. Deshalb sind den beiden immer nur vier Monate in Persephones jeweiliger Wiedergeburt gegeben, um sich zu lieben und erneut zu verlieren.

Was für Florine schon schlimm ist, weil sie Hades liebt und natürlich nicht sterben will, ist für Hades die reinste Qual. Seit mehreren tausend Jahren sieht er regelmäßig seine große Liebe sterben. Das höhlt ihn aus und treibt ihn an den Rand des Wahnsinns. Allein diese Konflikte genügen für eine gute Geschichte. Aber wir dürfen die Götter im Olymp nicht vergessen. Mancher treibt ein doppeltes Spiel, mancher meint es gut mit den beiden. Die Frage ist, wem sie vertrauen können und wer im eigenen Interesse handelt. Dadurch empfand ich die Figuren bunt, lebendig und real. Sie hatten nichts mit den großen Göttern gemein, über die man in den alten Geschichten hört. Sie waren menschlich in ihrem Handeln und dadurch (be-)greifbar für mich.

In der Handlung kam ich als Leserin eher selten zur Ruhe. Ein Rückschlag folgte der nächsten Hiobsbotschaft. Das hielt die Spannung oben, sodass es mir schwerfiel, das Buch wegzulegen. Dazu passte auch der Schreibstil der Autorin, die die Geschichte mit hübschen Details würzte, die das Frauenherz höherschlagen lassen.

In gewisser Weise ist das Buch eine Liebesgeschichte, aber es hat auch viele Elemente, die ich dem Krimi zuordnen würde. Ich mochte das sehr, weswegen ich den Roman gerne weiterempfehle.

Leserückblick „Jaspers Reise zur Erkenntnis“

Es ist wieder Zeit für einen Leserückblick! Ich liebe es ja, über tolle Bücher zu berichten. Deshalb bin ich total froh, dass ich gerade so viele Bücher ausgelesen habe. Mit 72 Seiten ist diese Novelle aber auch schnell gelesen.

Darin geht es um den Hesel (Nein, das ist kein Tippfehler.) Jasper, der ausgeschickt wird, um einen klugen Menschen zu finden. Sollte er nicht erfolgreich sein, soll der Sommerwald in große Gefahr geraten.

Ich fand den Weltenbau echt gut gelungen. Vor allem die Hesel, die wie Esel aussehen, aber eine Mähne aus Stechpalmen haben und dank der Beeren an ihren Ohrspitzen mit den Menschen reden können. Sie fressen die im Sommerwald wachsenden Stechpalmenbeeren und werden davon so „lustig“. Das erinnerte mich an betrunkene Esel oder welche auf Drogen, nur dass sie keine Gefahr laufen, sich oder anderen dadurch zu schaden.

Jasper ist natürlich der Held der Geschichte. Ich fand es niedlich, wie sehr er sich Gedanken darum machte, einen klugen Menschen zu finden, obwohl er nicht einmal wusste, woran er einen erkennen sollte. Aber er findet natürlich Freunde, die ihm dabei helfen wollen. Zu viel über die Figuren kann ich leider nicht verraten, weil ich sonst extrem spoilern würde. Das spricht allerdings auch für die Dichte der Geschichte, weil einfach alles wichtig für ihr Vorankommen ist.

Das Buch ließ sich wunderbar lesen. Es ist genau richtig für einen ruhigen Nachmittag. Prinzipiell kann man es innerhalb von etwa zwei Stunden und in einem Rutsch lesen. Nachdem ich in den letzten Monaten Schwierigkeiten hatte, in den Büchern überhaupt voran zu kommen, war das einfach Balsam für meine Leserseele, weil ich mich genau so kenne. Ich hatte eine schöne Zeit mit dieser Novelle, die wunderbar zu den Büchern der Herbstlande-Reihe passt. Deshalb empfehle ich es sehr gerne weiter.

Leserückblick „No Sound – Die Stille des Todes“

Unter normalen Umständen hätte ich das Buch wohl nie gelesen. Thriller finden eher selten meinen Geschmack. Nicht, dass ich sie nicht mag, aber ich bevorzuge andere Genres und wähle Thriller daher sehr kritisch aus. Außerdem sticht das weiße Cover nicht gerade hervor und ich gehöre nun einmal zu denen, die ein Buch nur dann in die Hand nehmen, wenn das Cover mich anspricht. Bei diesem Buch ist das Ohr eingestanzt. Ich strich beim Lesen ständig über die Silouette. Sowas gefällt mir durchaus. Aber das hätte nie gereicht, um mich darauf aufmerksam zu machen. Man hatte es mir mitgebracht, weswegen es auf meinem Stapel ungelesener Bücher landete.

Es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Serie. Das war schon einmal gut, weil ich die Hauptfigur besser kennenlernen konnte. Darin geht es um Caleb, der mit einer ehemaligen Polizistin als Privatermittler arbeitet. Seine Welt gerät aus den Fugen, als er einen befreundeten Polizisten zu seinen Ermittlungen hinzuzieht und dieser auf schockierende Weise umgebracht wird.

Der Roman ist spannend erzählt. Ich hatte anfänglich Probleme, voranzukommen, jedoch lag das an der mangelnden Lesezeit. Dennoch packte er mich erst wirklich auf den letzten Seiten, als mir bewusst wurde, dass sich das Rätsel bald auflösen wird. Es liegt sicher daran, dass ich das Buch selbst nie gekauft hätte. Ich finde es zwar spannend, dass ein tauber Privatermittler Fälle löst, aber doch nicht spannend genug, um ihn dabei begleiten zu müssen. Auch der Schreibstil der Autorin war für mich ungewohnt. In Deutschland haben wir Autoren es schwerer. Es gibt unzählige Regeln zu beachten. Darunter die, dass wir unseren Lesern zeigen sollen, was wir meinen. Ist jemand traurig, sollen wir das nicht einfach so hinschreiben, sondern dem Leser zeigen, wie das aussieht bzw. wie es sich anfühlt. Ich hatte das Gefühl, dass das in diesem Fall nicht beachtet wurde, was völlig legitim ist, weil man nur hier in Deutschland dermaßen Wert darauf legt. Da ich als Autorin jedoch stark darauf achten muss, fühlte es sich merkwürdig an, einen Roman zu lesen, der diese Regeln ignoriert.

Insgesamt bin ich überzeugt, dass das Buch gut ist. Der Spannungsbogen passt und die Idee eines tauben Privatermittlers ist meines Wissens nach neu und birgt viel Potential für weitere Romane. Mich hat es leider nicht völlig erreichen können, aber ich gehöre auch nicht zur eigentlichen Zielgruppe. So ehrlich muss ich sein.

Leserückblick „Acrylmalerei – Der Weg zum eigenen Bild“

Ich habe dieses Buch 2016 oder 2017 begonnen, zu lesen. Es ist eigentlich gar nicht so dick und natürlich gibt es viele Bilder, die verdeutlichen sollen, was die niedergeschriebene Theorie meint. Ich war damals in der falschen Verfassung, um mich mit der trockenen Theorie zu beschäftigen. Vielleicht hätte es geklappt, wenn die Erklärungen nicht so trocken gewesen wären. Deshalb lag das Buch eine ganze Weile herum, weil mich die ersten Seiten gelangweilt und abgeschreckt hatten.

In meinem Urlaub konnte ich dieses Buch endlich fertiglesen. Es ging dann auch ganz fix, weil ich die Theorie bereits fast hinter mir hatte. Ich musste mich nur noch durch wenige Seiten quälen, um dann an den praktischen Teil des Buchs zu gelangen, in dem beschrieben wurde, wie man Motivbeispiele umsetzen kann. Da gab es diverse Stillleben, z. B. eine Komposition mit Obst oder mit einem Teeservice oder Mohnblumen, aber auch Menschen wie ein Paar oder ein kleines Mädchen. Zu jedem Motiv wurden auf etwa sechs Seiten die Schritte zum fertigen Bild beschrieben und das benötigte Material aufgezählt, damit man es selbst versuchen kann. Dabei gab es viele Abbildungen zur Verdeutlichung, wie das in der Entstehung befindliche Bild nach dem jeweils genannten Arbeitsschritt aussehen sollte.

Dem Buch liegt eine DVD bei. Als ich den Theorieteil las, hoffte ich, dass die DVD das alles noch einmal aufbereitet, damit ich es vielleicht verstehe oder mir auch besser merken kann. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, schaute ich mir die DVD also an. Die war wirklich enttäuschend. Ich habe durchaus das Gefühl, dass sie sich an Anfänger richtet, aber man ging nur auf wenige Themen der Theorie ein und ging dann dazu über, dass man einem Maler bei der Arbeit zuschaut. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir die DVD in irgendeiner Form geholfen hat.

Auf der einen Seite motivierten mich die Anleitungen im Buch dazu, den Pinsel in die Hand zu nehmen und es selbst zu versuchen. Allerdings hatte mich die Theorie dermaßen verunsichert, dass ich es bleiben ließ. Deshalb bin ich auch unsicher, an welches Publikum sich dieses Buch richtet. Einerseits muss man als Anfänger erst einmal die Theorie begreifen, um eindrucksvolle Bilder zu malen. Die Motivbeispiele empfand ich jedoch als zu optimistisch. Die hätte ein Anfänger erst nach mehreren Anläufen schaffen können. Das demotiviert schnell. Für einen Anfänger, wie ich es bin, hätte ich eher ein Arbeitsbuch gebraucht, mit dem ich meine Fähigkeiten langsam entwickeln kann und parallel immer wieder mit kleinen Theoriehäppchen gefüttert werde, die ich direkt in der nächsten Übung umsetze. Für mich war es wohl das falsche Buch, zumindest für den aktuellen Stand meiner Fähigkeiten. Deshalb kann ich nicht einschätzen, ob es für fortgeschrittenere Maler wertvoll ist.

Leserückblick „Guter Hoffnung – Hebammenwissen für Mama & Baby“

Schreck lass nach, will die ein Baby? 😲

Nein, keine Angst. Ich verbreite meinen Wahnsinn zumindest noch nicht weiter. 😄 Ich war einfach nur neugierig und zudem wäre es ja möglich, dass eine meiner Figuren mal schwanger ist. Autoren müssen eben alles wissen. 😉

Ich glaube, ich habe das Buch letztes Jahr im August angefangen und es jetzt im Urlaub beendet. Allein an der Lesezeit kann man erkennen, dass es nicht wichtig war.

Allerdings sagt das nichts über das Buch aus. Ich fand es tatsächlich interessant und teilweise sehr spannend. Die Autorin hat klare Worte für die Abläufe vor, während und nach der Schwangerschaft gefunden. (Glaube ich zumindest, da ich es nicht aus eigener Erfahrung bestätigen kann. 😉) Dadurch ließ es sich auch gut und flüssig lesen, da ich kein Medizinstudium dafür brauchte. Ich konnte mir alle Vorgänge gut vorstellen, was meiner Meinung nach der Sinn der Sache ist, sollte man sich als Frau auf eine Schwangerschaft vorbereiten wollen.

Es steckt unheimlich viel Wissen in dem Buch. Neben den Schilderungen, was im Körper vorgeht bzw. mit dem Fötus geschieht, geht die Autorin auch auf die Bedürfnisse des Körpers ein, also z. B. Vitamine und Mikronährstoffe. Zwischendurch schildert sie, wie Aromatherapie, pflanzliche Auszüge oder Homöopathie sich auswirkt. Dabei schreibt sie selbst, dass sich jede Frau die Infos nehmen soll, die sie für sinnvoll hält. Ich glaube z. B. nicht an Homöopathie und habe diese Seiten meistens übersprungen. Trotzdem finde ich es gut, dass die Autorin möglichst viel abzudecken versucht.

Ich fand das Buch unheimlich lehrreich. Nur den Teil über die Ernährung während und nach der Schwangerschaft empfand ich als zu lang, wobei ich denke, dass jede Frau darüber froh sein wird. Ich musste mich durch den Teil eben etwas quälen, weil es so viel gibt, auf das man achten muss. Ich denke, dass man auch als gesunde, nicht schwangere Frau davon profitieren kann, weil oft verglichen wird, wie die normale Ernährung im Idealfall sein soll.

Eine Mutter kann den wirklichen Wert dieses Buchs eher einschätzen, aber ich fühle mich prinzipiell jetzt besser vorbereitet, sollte ich mich irgendwann für ein Kind entscheiden.