Kategorie: Projektübersicht

Schreibupdate – Oder eher das Leben

Normalerweise erzähle ich im Schreibupdate, wie produktiv ich in der vergangenen Woche war und möglichst, wie es mir dabei ging. Tja, in der letzten Woche habe ich nicht geschrieben. Ich habe mich ausgeruht. Schon wieder.

Vielleicht denkst du es dir schon länger, schließlich kommt dieses Verlangen nach einer Pause in letzter Zeit immer häufiger vor. Es hat natürlich einen Grund, wieso ich diese Auszeiten brauche. Corona. Ja, das ist ein Grund, aber es geht tiefer. Ich bin seit dem Grundschulalter depressiv und muss mein Leben so gestalten, dass die Depression damit klarkommt. Das war seit Ende 2018 recht leicht möglich. Ich ging vier Mal in der Woche zum Sport, unternahm etwas mit meinem Mann, meiner Schwiegermutter oder Freunden. Ich war ausgeglichen, fühlte mich wohl und konnte deshalb richtig gut in die Tasten hauen.

Das ist seit anderthalb Jahren nicht mehr möglich gewesen. Seit einem guten halben Jahr merke ich bereits, wie sich meine Psyche langsam verkriechen will. Letzte Woche war es soweit. Die Depression überrollte mich. Alles war dumpf, grau, langweilig, uninteressant.

Zum Glück habe ich seit 11. August meinen vollen Impfschutz. Ich kann jetzt also gegen die Depression etwas tun, wenn auch vorsichtig. Corona ist nicht mehr so gefährlich für mich, aber dennoch bleibt es ein Thema, vor dem ich die Augen nicht verschließen darf.

Am Samstag habe ich also ein richtig schönes Programm für meine Psyche veranstalten können. Faulenzia über den Tag und abends etwas Action. Das heißt, ich habe den ganzen Tag gelesen und etwas am Handy gespielt. Am Abend gingen mein Mann und ich essen und anschließend ins Kino. Es lief Free Guy – ein herrlich sinnbefreiter Film, der mich zum Lachen brachte. Genau das Richtige für mich in meiner aktuellen Situation. Ich habe mich endlich wieder mit mir wohlgefühlt.

Als wir das Kino verließen, flackerte der Himmel im Sekundentakt. Ich überlegte, ob es blitzt, aber in der Taktung und ohne Regen kannte ich kein Gewitter. Stattdessen kam ich zu der Überzeugung, dass eine Disko den Himmel mit Scheinwerfern beleuchten oder vielleicht auch ein Auto mit einer Art Blaulichtanlage, nur in weiß, in der Nähe stehen würde. Keine fünf Minuten später lernte ich, dass Blitze sehr wohl in einer so schnellen Taktung und ohne Regen auftreten können. Es schüttete wie aus Eimern. Die Scheibenwischer schafften die Wassermassen kaum. Die Sicht war furchtbar und wir fuhren auf die Autobahn zu, um nach Hause zu kommen. Am liebsten wäre ich rechts rangefahren und hätte das Unwetter abgewartet, aber mein Mann saß am Steuer. Er besitzt viel mehr Fahrerfahrung als ich, da ich meistens nur Kurzstrecken fahren muss und selbst die eher selten. Wir fuhren mit 50 bis 70 km/h auf der Autobahn unserem Vordermann hinterher. Manchmal blendete der Blitz uns für einen Moment. Dann waren die Rücklichter unseres Vordermanns das Einzige, das uns auf der Straße als Orientierung diente. Ich hatte Angst. In solchen Situationen kommen mir immer die abstrusesten Gedanken. Mir fiel die Gewitterszene in meinem Drachenroman ein und dass ich die unbedingt anpassen muss, um die Gefühle, die ich in mir fühlte, einzubeziehen. Ich dachte aber auch, dass wir in echt verrückten Zeiten leben. Corona mit allem, was dazugehört. Wahnsinnige Unwetter, die Menschen zum Verhängnis werden und ganze Ortschaften fast völlig zerstören. In dem Moment konnte ich teilweise nachempfinden, was die Opfer der Flutkatastrophe vor wenigen Wochen empfunden haben müssen. In unserem Fall ging es glimpflich aus. Etwa fünf Kilometer von unserem Zuhause entfernt, also nach ungefähr zwanzig Kilometern bei Starkregen, nahm der Regen ab. Zuhause hätte man meinen können, dass alles normal ist. Es regnete, aber es war ein ganz normaler Regen.

Für mich war der Tag dennoch schön. Sogar dem Unwetter konnte ich etwas Gutes abgewinnen. Uns ist schließlich nichts passiert. Ich bin dankbar für diese Erfahrung. Als Autorin macht es mich reicher, um es weiterzugeben. Als Mensch sorgt es bei mir für ein Umdenken. Ich weiß noch nicht, wie viel ich umsetzen kann, aber ich will auf jeden Fall noch mehr auf meinen Umgang mit der Welt achten. Wo ich vorher schon versucht habe, weniger Müll zu produzieren und Strom und Wasser zu sparen, will ich jetzt zusehen, das Auto noch weniger zu nutzen und stattdessen lieber notwendige Fahrten zusammenzulegen, um wenigstens etwas CO2 zu sparen. Viel kann ich nicht einsparen. Immerhin fahre ich manchmal eine Woche überhaupt nicht und sonst auch nur wenig. Ich tue also schon viel für die Umwelt. Aber ich will versuchen, noch etwas mehr zu tun.

Schreibupdate – 16.08.2021

Das Sommerloch hat mich fest im Griff, ebenso Termine, wegen denen ich meine Schreibzeit stark einschränken musste. Deshalb komme ich nur auf 1.907 neu geschriebene Wörter in meinem Weihnachtsroman. Nun, es lässt sich wohl auch leichter ein Weihnachtsroman im Winter als im Sommer schreiben. Trotzdem ist das Manuskript mittlerweile über 60.000 Wörter und 207 Normseiten lang.

Die bisherige Figurenentwicklung verläuft sehr vielversprechend. Es scheint so, als würde meine eher gefühlskalte Antagonistin die ihr zugedachte Entwicklung erreichen, was wichtig für das Ende der Geschichte ist. Das war einer der Punkte, wegen denen ich zitterte. Es ist nicht leicht, innerhalb eines Romans Figuren eine Wendung zu geben. Umso mehr bin ich erleichtert, dass es zu klappen scheint.

Schreibupdate – 09.08.2021

Ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Ich hatte keine Nachwirkungen von der Impfung mehr, musste nur freitags Fenster putzen, was eben länger dauerte, wodurch ich am Freitag auf das Schreiben verzichtete. Letzte Woche war einfach mäßig. Ich komme gerade einmal auf 2.369 geschriebene Wörter und 18 Minuten, während denen ich eine Änderung im Manuskript vornahm.

Mein Weihnachtsroman ist mittlerweile 57.892 Wörter lang. Prinzipiell entwickelt er sich also gut. Ich habe bei manchen Szenen einen geradezu diebischen Spaß, weil es nicht nach der Nase des Weihnachtsmanns geht. Diese speziellen Szenen finde ich einfach genial. Ich liebe es, die Personen, die man generell mit positiven Dingen verbindet, mit negativen Eigenschaften zu belegen und dadurch leiden zu lassen. Ich finde es erfrischend und bin schon sehr gespannt, wie diese Szenen eines Tages auf meine Testleser wirken.

Schreibupdate – 02.08.2021

Letzte Woche … Tjaaah, ich habe nichts gemacht. Nicht geplant, nicht geschrieben, nicht überarbeitet. Ich hatte aber auch einen sehr guten Grund dafür. Ich wurde geimpft! Die zweite Impfung, Biontech, hat mich etwas ausgebremst. Die Einstichstelle hat etwas wehgetan und ich habe bei der ersten Impfung gemerkt, dass der Arm sich besser anfühlte, wenn ich nicht schreibe. Ich habe mich also auf das wirklich Nötigste konzentriert – den Haushalt. Natürlich habe ich auch viel gelesen. Das ist ein gutes Training für mich, weil ich eventuell neue Wörter lernen kann, auf jeden Fall aber Formulierungen kennenlerne. Nebenbei bin ich meinen anderen Hobbys nachgegangen, was eben ohne den linken Arm gut ging. Eine nette kleine Auszeit, aber diese Woche kann ich wieder loslegen.

Wegen des Urlaubs und der Woche Auszeit wegen der Impfung habe ich nur 24% meines Solls erfüllen können. Damit bin ich prinzipiell zufrieden, aber der August soll wieder besser werden.

Schreibupdate – 26.07.2021

Die erste Woche nach meinem Urlaub ist vorbei. Ich habe nicht so viel geschafft, wie ich mir erhofft hatte, aber ich hatte auch viel um die Ohren. Trotzdem bin ich zufrieden.

Für die Anthologie The S-Files: Die Succubus Akten habe ich noch einmal gute zwanzig Minuten investiert, um die Druckfahnen zu prüfen. Es scheint jetzt auch alles zu stimmen. Das bedeutet, dass man das Buch bald in den Läden und im Internet kaufen kann.

Außerdem habe ich 4.604 Wörter für den Weihnachtsroman geschrieben. Mittlerweile ist er 193 Normseiten lang. Der Wahnsinn! Als ich den Roman plante, habe ich nicht damit gerechnet, dass er so dick werden würde. Da rechnete ich noch mit ungefähr 50.000 Wörtern Umfang. Tja, aktuell liege ich bei 56.000 Wörtern Umfang und ich habe ungefähr die Mitte des Romans erreicht. Jetzt kommen auch bald die Rendez-vous. Auf die freue ich mich schon die ganze Zeit und ich hoffe, dass es mir dann leichter fällt, schneller und mehr zu schreiben.

Für den Juli sieht meine Statistik durchwachsen aus. Natürlich, zwei Wochen Urlaub reißen ein ziemliches Loch in die regelmäßige Arbeit hinein. Ich habe erst 24% geschafft. Selbst die angestrebten 70% liegen in unmöglicher Ferne. Aber es ist ok. Ich habe die Auszeit gebraucht. Schreiben ist eben auch Arbeit. Da ist es egal, ob ich zuhause arbeiten kann und nur ins Büro gehen muss, um direkt loslegen zu können, oder eine halbe Stunde bis zu meinem Arbeitsplatz fahre oder ob ich mein eigener Herr bin oder einen Chef habe, der mir immer weitere Akten auf den Stapel knallt, die alle am besten gestern erledigt sein müssen. Und der nächste Monat sieht sicher wieder deutlich besser aus.

Ein „neues“ Projekt

Nachdem mein Drachenroman hoffentlich die letzte Testleserunde durchfliegt, beschäftige ich mich bereits mit dem nächsten Projekt, das ich überarbeiten will. Es ist ein High Fantasy Roman in einem mittelalterlichen Setting.

Ursprünglich waren es zwei getrennte Kurzromane. Den einen hatte ich im NaNoWriMo 2015 geschrieben, den zweiten im darauffolgenden Frühling. Beide Romane hatten gemeinsam, dass der König seine Untertanen tyrannisiert. Ich habe keine Ahnung, wieso dieses Grundmotiv in zwei aufeinanderfolgenden Romanen eine Rolle spielte. Lag es daran, dass ich damals noch wenig Romanerfahrung hatte? Zuvor hatte ich nur ein Projekt beendet, das man hätte Roman nennen können, das handwerklich jedoch eine Katastrophe war.

Zum NaNoWriMo 2016 erkannte ich die Parallelen und entschied mich, den November dafür zu nutzen, aus den beiden Kurzromanen einen Roman mit zwei Handlungssträngen zu stricken. Zugleich wollte ich ein wenig überarbeiten, aber ich war viel zu unerfahren darin. Ich habe hier und da mal ein Wort ersetzt oder einen Satz umgebaut. Das kann man nicht Überarbeitung nennen. Trotzdem entstand daraus ein Roman mit 76.066 Wörtern auf 221 Normseiten verteilt.

Diesen Roman habe ich jetzt seeeehr lange liegenlassen. Ich hatte einfach furchtbaren Bammel vor der Überarbeitung. Mich schreckte es ab, wie viel Zeit ich da hineinstecken muss. Es wirkte auf mich, als würde ich nie damit fertigwerden können.

Jetzt weiß ich dank meines Drachenromans, der mittlerweile ja fast doppelt so viele Seiten hat, dass ich die Ausdauer dazu habe. Es war also naheliegend, dass ich als nächstes meinen wahren Erstling überarbeite. (Die Katastrophe kann ich nicht Erstling nennen. Die müsste ich komplett neu schreiben, viele Teile auch neu planen, manches umstrukturieren, damit es ein ordentlicher Roman werden könnte.) Da es so lange her ist, als ich den Roman zusammenstrickte, lese ich ihn gerade auf meinem Reader, wenn ich zwischendurch etwas Zeit habe. Ich rechne schließlich damit, dass ich noch einmal in die Überarbeitung für meinen Drachenroman muss. Bevor das nicht erledigt ist, will ich nicht mit der Überarbeitung meines Erstlings beginnen. Schließlich will ich mich vollständig auf die Aufgabe konzentrieren können und nicht von einer anderen Überarbeitung abgelenkt werden.

Ich bin noch nicht weit mit dem Lesen. Ich glaube, ich stecke im zweiten Kapitel. Trotzdem bin ich überrascht. Ich kann zum Stil nichts sagen. Wortwiederholungen, schwache Verben, Adverben und Co. fallen mir beim einfachen Lesen nicht auf. Dafür nutze ich Papyrus, das mir meine Fehler anzeigt. Aber die Geschichte gefällt mir bisher. Natürlich habe ich mir bereits ein paar Notizen gemacht, was ich bei der Überarbeitung beachten will. Aber es handelt sich bei dem Roman ja auch um eine Rohfassung. Da würde es mich wundern, wenn es anders wäre.

Mir fällt auch gerade auf, dass ich mir schon einmal Gedanken zum Titel gemacht habe. Den verrate ich natürlich nicht, aber wow, der ist gar nicht so schlecht. Kommt natürlich darauf an, was der Verlag am Ende sagt, sollte sich einer für meinen Roman interessieren. Aber wenn nicht und für den Fall, dass ich dann den Weg des Selfpublishings gehe, kann ich mir diesen Titel sehr gut vorstellen.

Nun brauche ich nur noch einen Begriff, unter dem ich von ihm erzählen kann und du direkt weißt, von welchem Roman ich spreche. Etwas kurzes, das nicht zu viel verrät und das ich mir merken kann. (Letzteres ist sehr wichtig!) Ich denke, ich nehme als Arbeitstitel Mondroman. Der Mond nimmt darin eine wichtige Rolle ein. Also, du weißt Bescheid, wenn ich zukünftig öfter von meinem Mondroman erzähle. 😉

Schreibupdate – 21.06.2021

Es ist wieder Zeit für ein Produktivitätsupdate. In der letzten Woche fiel es mir aufgrund der Temperaturen schwer, mich zu konzentrieren. Es wurde von Tag zu Tag wärmer und drückender, sodass es keinen Spaß machte, unterm Dach zu sitzen und zu schreiben, während im Wohn-Esszimmer die Klimaanlage lief. Wieso läuft sie, wenn dort keiner ist? Wegen der Chinchillas, die durch unsere sommerlichen Temperaturen einen Hitzschlag bekommen und sterben können. Diese Tiere sind eher Temperaturen um die 18° C gewohnt. Da waren die zeitweise 26° C trotz Klimaanlage, weil die nicht für die Fläche gedacht ist, schon grenzwertig. Ich habe mich in der Zeit mit einem Ventilator begnügt, den ich meistens nach einer halben Stunde ausschaltete, weil mich der Windzug störte.

Trotzdem brauche ich mich nicht zu verstecken, da ich für meinen Weihnachtsroman über 4.500 Wörter geschrieben habe. Mittlerweile bin ich auf Seite 160 und es hat Spaß gemacht, zu sehen, dass meine Antagonistin über Gefühle verfügt. Ich schreibe gerne aus ihrer Perspektive, weil sie sich durch ihre harte Schale eigentlich nur vor Enttäuschungen schützen will. Allerdings hatte ich noch nicht viele Szenen aus ihrer Sicht. Da hat es mich in der letzten schon überrascht, dass sie ihre Probleme doch so stark wahrnimmt und sie nicht einfach ignoriert.

Der Plot für Morpheus nimmt auch langsam Formen an. Letzte Woche habe ich damit begonnen, die Schneeflockenmethode auf das, was ich bereits habe, anzuwenden. Vieles ist schon erledigt oder befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Allerdings habe ich meine Figuren bisher sträflich vernachlässigt. Ich habe bereits für alle, die ich kenne, ein Figurendatenblatt angelegt, habe mir bisher aber noch keine Gedanken über deren Aussehen, ihr Alter oder ihre Hintergrundgeschichte gemacht. Ich habe von den 26 Figuren meine zehn Hauptfiguren identifiziert und gekennzeichnet. Die Infos, die ich durch den Plot bereits hatte, sind eingetragen. Ich denke, als nächstes werde ich im Internet nach Bildern suchen, die zu meinen Figuren passen. Wenn ich sie sehe, erfahre ich noch einmal sehr viel über ihre Charaktere. Bei 26 Figuren steht mir einiges bevor, obwohl ich die Nebenfiguren nicht ganz so präzise ausarbeiten muss wie meine Hauptfiguren. Ich vermute, dass ich ein paar Wochen allein mit den Figurendatenblättern zu tun haben werde, ehe ich zurück ans Plotten gehen kann. Allerdings werden sich ein paar neue Plotpunkte dadurch ergeben, die meine bisherige Handlung ergänzen werden. Die Geschichte zu entdecken, ist eine spannende Angelegenheit. Figuren und Ideen zur Handlung greifen ineinander. Ihr Wachstum beruht auf dem jeweils anderen. Irgendwann schaue ich auf eine beachtliche Datenmenge und weiß, dass der Zeitpunkt reif ist, die Geschichte zu schreiben. Davon bin ich immer noch weit weg, lote immer noch aus, was die Geschichte alles erzählen will. Aber wenn es soweit ist, dass ich mit dem Schreiben beginnen kann, ist das ein unbeschreibliches Gefühl.

Schreipupdate – 14.06.2021

Auf dieses Schreibupdate habe ich mich schon letzten Freitag gefreut. Ich habe den zweiten Überarbeitungsdurchlauf an meinem Drachenroman endlich abgeschlossen. Die meisten Tippfehler und Wortwiederholungen bzw. fehlende Worte durch Satzumstellungen sollten ausgemerzt sein und die Sätze ließen sich ohne Stocken vorlesen. Mir sind keine Logikfehler oder Bezugsfehler aufgrund Änderungen mehr aufgefallen. Dafür habe ich letzte Woche über 8,5 Stunden gelesen. Ich war jeden Tag anschließend heiser, musste mich schon morgens räuspern, weil die Stimmbänder protestierten, und freitags nach den letzten Seiten hatte ich fast Halsschmerzen. Samstags hatte ich übelste Schluckbeschwerden, die sich zum Glück sonntags legten. Ich schone also im Moment meine Stimme. Dafür fühle ich mich richtig glücklich, diesen umfassenden Überarbeitungsdurchlauf für beendet zu erklären.

Ich habe die Datei an eine neue Testleserin geschickt und auf meinen Reader geladen, damit auch mein Mann seinen Senf dazu abgeben kann. Nun heißt es warten, dass sie die Zeit dazu finden. Ich habe trotzdem genug zu tun. Am Wochenende hat es mich einfach gefesselt, nach potentiellen Agenturen zu schauen, die womöglich mein Projekt vertreten möchten. Ich hege keine großen Hoffnungen, dass ich genommen werde. Ich bin noch zu unbekannt. Trotzdem will ich es versuchen. Vielleicht komme ich mit ein paar Agenten ins Gespräch und darf, wenn mein Drachenroman schon nicht genommen werden sollte, mit einem meiner anderen Projekte eines Tags erneut vorstellig werden. Effektiv ist es noch zu früh, mich nach Agenturen umzuschauen. Ich bin ja noch nicht vollkommen fertig mit dem Roman. Aber es hat mir am Wochenende einfach Spaß gemacht, mich durch Erfahrungsberichte zu wühlen. Ich habe eine Liste erstellt und will mir die Homepages der Agenturen noch anschauen. Noch habe ich keine absoluten Favoriten, an die ich mich zuerst wenden will, aber mein Herz klopft vor Vorfreude, wenn ich daran denke, dass ich mich bald entscheiden muss und meine Drachen an diese Agenturen schicken kann.

Da ich mich dermaßen auf meinen Drachenroman konzentrierte, habe ich an den anderen beiden Projekten keinen Handschlag getan. Das will ich in dieser Woche ändern. Mir bleibt auch gar nichts anderes übrig. Meine Drachen fliegen über den Köpfen meiner beiden – hoffentlich endgültigen – Testlesern. Die Wartezeit werde ich mit meinen anderen Projekten sicher gut füllen können. Es wäre schön, wenn ich bis zum Erhalt der Rückmeldungen mit der Rohfassung meines Weihnachtsromans und dem Plot von Morpheus fertig wäre. Ob dazu die Zeit reicht, kann ich nicht abschätzen. Immerhin ist bereits klar, dass auch mein Weihnachtsroman zu den dickeren Geschichten gehören wird, und Morpheus ist dermaßen komplex, dass ich aufpassen muss, nicht davon überfordert zu werden. Na ja, auf in den Kampf!

Schreibupdate – 07.06.2021

Es ist schon wieder eine Woche vorbei und ein Schreibupdate fällig. Den Mai habe ich mit 62,3% meines Solls bewältigt. Da ich mittlerweile eher die 70% anstrebe und im Mai fast zwei Wochen nichts getan habe, bin ich mächtig stolz, dass ich doch so viel geschafft habe.

Das liegt überwiegend an meinem Drachenroman, den ich aktuell korrekturlese. Da vergeht die Zeit recht schnell. Daran habe ich in der vergangenen Woche übrigens fast viereinhalb Stunden gearbeitet. Die ersten 92 Seiten von 411 sind gelesen, fast das erste Viertel. Das ist verdammt toll. Dabei ist mein einziger Stolperstein, dass ich nicht so lange laut lesen kann, weil ich schnell heiser werde. Mehr als eine Stunde und vierzig Minuten habe ich bisher nicht geschafft, aber das ist für jemanden, der den Großteil des Tages nicht spricht, echt viel. Ich hoffe darauf, dass sich meine Stimme an die Mehrbelastung gewöhnt, sodass ich bald noch länger vorlesen kann. Immerhin will ich diesen Durchgang schnellstmöglich bewältigen.

Außerdem habe ich 1.592 Wörter für meinen Weihnachtsroman geschrieben und befinde mich aktuell auf Seite 145. Es fällt mir gerade schwer, daran zu schreiben. Nicht wegen des Wetters, wie man meinen könnte. Ich glaube, es liegt eher daran, dass ich meinen Drachenroman und meinen Ehrgeiz, ihn bald an weitere Testleser zu schicken, nicht aus dem Kopf bekomme. Außerdem habe ich gerade das Bedürfnis, diese Aufgabe aus dem Kreuz zu kriegen. Ich finde es im Moment wirklich erstrebenswert, von drei gleichzeitigen Projekten auf zwei runterzukommen. So kurz vorm Ende der Überarbeitungsphase ist das wohl auch verständlich. Ich will den Roman endlich abschließen und an Verlage schicken. Darauf freue ich mich so sehr!

Für mein Juniziel habe ich übrigens bereits 13,85% geschafft. Ob ich diesen Monat die 70% oder gar mehr schaffe? Ich werde mich gleich wieder an den Korrekturdurchgang meines Drachenromans setzen und aktiv an der Erfüllung meines Ziels arbeiten.

Schreibupdate – 31.05.2021

Die letzte Woche hat schreibtechnisch kaum etwas ergeben. Ich hatte viel zu erledigen und schwupps, war schon wieder ein Tag vorbei. Ich hoffe, dass es jetzt wieder besser wird. Ich will dieses Jahr schließlich die Arbeit an meinen Drachenroman abschließen, die Rohfassung meines Weihnachtsromans beenden, die Überarbeitung eines älteren Romans beginnen und zwei bis drei Romane planen, von denen ich bei einem auch mit dem Schreiben anfangen will. Ja, in Anbetracht dessen, dass das Jahr fast zur Hälfte vorbei ist, sind das extrem große Ziele, obwohl der Drachenroman schon fast fertig ist. Ich muss mich also ranhalten. Dann habe ich immerhin viel erreicht, selbst wenn ich nicht alles wie geplant schaffen sollte.

Tja, und was habe ich letzte Woche dann gemacht? Ich habe etwas mehr als anderthalb Stunden an meinem Drachenroman gearbeitet. Ich stehe bei 338 von 407 Seiten, habe also noch 69 Seiten vor mir. Prinzipiell kann ich das diese Woche schaffen, auch mit dem Feiertag. Das ist mein Ziel, weil ich hoffe, mich anschließend wieder auf meinen Weihnachtsroman und Morpheus konzentrieren zu können. Ganz so wird es ja nicht werden, weil ich den Drachenroman anschließend noch auf meinem Reader lesen will. Aber wenn ich einfach nur konzentriert lese, komme ich schnell voran. Jeden Tag eine halbe Stunde … Ach, im Moment lässt es sich einfach schlecht planen, weil die Pläne der letzten Wochen immer durcheinander gerieten. Ich schaue einfach, dass ich fertig werde.