Kategorie: Zitate

Zitat der Woche (KW 2/2021)

Jeder will gewinnen. Leider ist es unmöglich, dass wir alle gewinnen, solange es Menschen gibt, die ihr Glück über das der Anderen stellen. Deshalb sehe ich dieses Zitat auch zwiegespalten.

Nicht, dass der gute Mann es böse gemeint hätte. Er wird sich dabei gedacht haben, dass hartes Training bzw. ausgiebiges Lernen uns zum Sieg oder vielmehr zu unserem Ziel führt. Daran ist nichts Verwerfliches.

Allerdings kann es so interpretiert werden, dass man lernen kann, wie man andere übervorteilt und deshalb gewinnt. Indem man sprichwörtlich über Leichen geht, kann man sein Ziel erreichen, aber ist es wirklich ein Gewinn? Solange man nur einen Funken Gewissen hat, wird es einen quälen. Dabei ist die Lösung viel einfacher. Wenn wir klar und offen kommunizieren, was wir erreichen wollen, können wir Mitstreiter finden, die dasselbe Ziel verfolgen. Gemeinsam kann man seine Fähigkeiten bündeln und viel schneller zum Sieg kommen.

Ich sehe das gerade in meiner Bubble mit großer Freude. Da vernetzen sich Autoren, liken die Beiträge anderer oder teilen sie auch mal. Dadurch werden Leser auf andere Autoren aufmerksam, die sie noch nicht auf dem Radar hatten. Das nimmt dem ursprünglichen Autoren nichts weg, denn die Leser werden weiter seine Bücher kaufen, solange sie ihnen gefallen. Das ist eine Form von gewinnen, bei der alle Beteiligten Gewinner sind – sowohl die Autoren als auch die Leser -, und ich wünsche mir, dass diese Form auch in andere Bereiche in unserem Leben Einzug hält.

Zitat der Woche (KW 01/2021)

Hier gibt es nichts zu analysieren oder zu interpretieren. Ich schließe mich dieser Frau an und wünsche dir von Herzen dasselbe. Habe Glück bei allem, was du anpackst. Falls du gläubig bist, wünsche ich auch den göttlichen Segen auf dein Handeln, damit es gelingt. Kein Streit soll dir den Tag vermiesen. Stattdessen sollst du dich freuen können, weil es dir gutgeht. Mag sein, dass 2021 wieder ein schwieriges Jahr wird, aber das stehen wir gemeinsam durch. 🙂

Zitat der Woche (KW 52/2020)

Zum ersten Weihnachtsfeiertag komme ich mit einem ernsten Zitat um die Ecke. Aber es ist schmerzhaft wahr. Wären die Menschen das ganze Jahr über so besonnen wie an Weihnachten, gäbe es die Ignoranz nicht, aus denen Probleme oder sogar Kriege entstehen können. Wir lebten in einer friedlicheren Welt. Ich weiß, dass das ein Wunschtraum ist. Es fällt uns schwer, über unseren Schatten zu springen und 365 Tage im Jahr Rücksicht auf unsere Mitmenschen zu nehmen und ihnen Gutes zu tun, wo es nötig ist. Ich zähle mich dazu, obwohl ich zumindest Rücksicht zu nehmen versuche. Aber ich kümmere mich nicht um die Menschen, denen mit einer alten Jacke von mir oder einem Butterbrot oder nur einer Stunde Gespräch in der Woche schon geholfen wäre.

Da heißt es, umzudenken. Zeit investieren, um herauszufinden, wie wir helfen können. Wir sollten nicht der ersten Organisation einmal im Jahr etwas spenden, die wir im Internet finden. Wir müssen recherchieren, ob die auch wirklich das tut, was wir unterstützen wollen. Idealerweise machen wir uns Gedanken, wie wir helfen können. Nur mit Geld? Oder doch mit alten Kleidern, die wir nicht mehr tragen, aber noch gut sind. Mit Lebensmitteln? Vielleicht sogar persönlich, indem wir bei einer Organisation aktiv mithelfen. Jeder kann selbst entscheiden, wie viel Zeit, Geld oder Güter er investieren kann und geben will. Es gibt genug Menschen, die bedürftig sind. Nicht nur die armen Menschen, die kein Dach überm Kopf haben, sondern auch Alte und Alleinstehende, die niemanden haben, der nach ihnen sieht.

Wäre das nicht ein guter Vorsatz für 2021 und die vielen Jahre, die uns noch bleiben? Machen wir die Welt lebenswerter, indem wir für diejenigen in unserer Nachbarschaft da sind.

Zitat der Woche (KW 51/2020)

Es überrascht mich positiv, dass ein Manager von Spaß spricht und zugleich das Wort Arbeit in den Mund nimmt. Geht es nur mir so, dass ich in dem Zusammenhang bei einem Mann mit gutem Einkommen eher Dinge wie eine Kreuzfahrt oder teure Sportarten erwarte? Vorurteile sind echt schlimm.

Ich finde es schön, dass er es so sieht. Mir geht es genauso. Natürlich finde ich meine Arbeit oft auch anstrengend, aber meistens macht sie mir Spaß, weil ich neue Welten und phantastische Abenteuer erschaffen kann. Am Erfolg hätte ich auch Spaß, aber von dem bin ich wohl noch viele Arbeitsstunden entfernt. Letztlich kommt er in der Regel unverhofft und die Frage ist immer, was man darunter versteht – viel Geld und Ruhm oder doch nur ein halbwegs regelmäßiges Einkommen in Höhe des Mindestlohns. Die meisten Menschen denken wohl eher an die ersten beiden Punkte, aber Autoren, die für ihre Geschichten brennen, freuen sich schon über das Einkommen, das ihnen erlaubt, ihrer Leidenschaft nachzugehen, ohne in einem „lästigen“ Brotjob arbeiten zu müssen.

Zitat der Woche (KW 50/2020)

Ich halte mich aus der Politik lieber raus. Ich habe meine Ansichten, die nicht immer mit dem übereinstimmen, was die Regierung von sich gibt. Aber wer hat recht oder gibt es womöglich einen dritten, richtigen Weg? Das zu entscheiden, will ich mir nicht anmaßen. Da bleibe ich lieber bei dem, mit dem ich mich auskenne.

Im Gegensatz zu Rainer Brüderle besteht mein Ziel sehr wohl darin, Menschen träumen zu lassen. Ich will den oft tristen Alltag mit Freude, Abenteuer, Emotionen, Exotik und Farben füllen. Ich darf das. Ich bin Schriftstellerin und genieße das auch. Ich muss meinen Mitmenschen nicht die Wahrheit über die aktuelle Situation beibringen. Darüber bin ich froh. Es würde mir das Herz brechen, immer wieder aufs Neue die Hoffnung der Menschen zu zerstören. Da nähre ich sie lieber mit meinen Geschichten.

Zitat der Woche (KW 49/2020)

Leider konnte ich nicht herausfinden, von welchem Reinhard Becker dieses Zitat stammt. Es gibt mehrere und ich will nicht den falschen verlinken. Auf jeden Fall spricht dieses Zitat genau das aus, was ich empfinde. Es mag naiv und kindisch sein, aber ich halte an dem Weihnachtsfest fest. Das geht auch trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen. Es braucht nämlich gar nicht so viel, um das, was mir wichtig ist, zu erreichen.

Plätzchen lasse ich zum Beispiel die Schwiegermama backen. Sie backt da eine enorme Menge, die sie verteilt. Würde ich selbst noch ein paar Kekse backen, könnte ich die bis Ostern essen, nur dass sie dann nicht mehr schmecken, weil die Zeit dazu einfach vorbei ist. Ich habe auch nicht die Geduld, um die Plätzchen mit Liebe zusammenzurühren und auf das Backblech zu legen. Da ist Stress und Flucherei vorprogrammiert. Das spare ich mir gerne, vor allem in der Weihnachtszeit, wo ich es doch schön haben will.

Dafür freue ich mich umso mehr, wenn ich das perfekte Geschenk für jemanden gefunden habe. Ich hibbel wie ein kleines Kind auf das Weihnachtsfest entgegen, weil ich sehen will, wie der Beschenkte sich freut. Das ist fast besser als selbst Geschenke zu bekommen. Natürlich könnte ich das auch an anderen Tagen im Jahr machen, aber ich erleuchte mir auf diese Weise die dunkle Jahreszeit. Weihnachten und der Advent sind eine Lichterinsel, wenn es grau, düster und oft regnerisch ist.

Dazu passt es gut, dass überall Lichterketten hängen. Ich fahre abends unheimlich gerne durchs Dorf und erfreue mich an der Dekoration in den Fenstern. Ich mache fleißig mit, dekoriere in den letzten Tagen des Novembers die Fenster und auch das Haus weihnachtlich und hole mir so wieder mehr Licht ins Leben. Für mich ist es furchtbar, wenn spätestens Mitte Januar die letzten Lichterketten verschwinden. Dann ist der Wechsel auf die Dunkelheit richtig krass.

Leider kann ich keinem Feuer beim Knistern zuhören und seinem Flammenspiel zusehen. Die Wärme eines Feuers ist ganz anders als die einer Heizung. Das ist schade, aber ich bin genügsam. Es muss nicht perfekt sein. Da ist es gut, dass wir in der Adventszeit auch eher selten Schnee haben. Würde ich einen Schneemann bauen und völlig verfroren reinkommen, würde ich ein Feuer doch vermissen. Allerdings sehe ich auch lieber den unberührten Schnee. Man wird älter und die Ansichten ändern sich.

Ich kann jetzt die Stille genießen. Ich lese, lümmel mich auf die Couch und häkle. Ganz faul kann ich nicht sein. Irgendetwas brauchen meine Hände zur Beschäftigung. Aber ich nehme mir eher mal die Zeit für etwas, das ich sonst nicht tun würde.

Und dann wird Weihnachten gefeiert. Ein gutes Essen mit den Schwiegereltern, gemütliches Beisammensein, reden, lachen, Geschenke verteilen, die eigenen öffnen, die Freude bei den anderen beobachten und mich selbst freuen. Bei einem klassischen Weihnachtsprogramm lassen wir den Abend ausklingen und fahren dann nach Hause. Ok, der Abend wird zuhause noch einmal vorm Fernseher ausklingen gelassen. Wir kommen an Weihnachten selten vor 2 Uhr früh ins Bett. Ich nutze oft die Zeit und schaue mir meine Geschenke genauer an. Manches lässt sich direkt ausprobieren!

Egal, was passiert, Weihnachten ist für mich der schönste Tag. Da mag die Trauer um meine verstorbene Mama präsenter sein als sonst im Jahr, aber irgendwie freue ich mich auch über dieses Gefühl, weil meine Mama mir an diesem Tag näher ist. Ich freue mich, dass mein Mann und ich so entspannte Menschen sind, sodass dieser Tag nicht von Streit, schlechter Laune oder Stress überlagert wird. Wenn ich daran denke, dass der Weihnachtsvormittag bei meinen Eltern dafür genutzt wurde, den Baum zu schmücken, und mein Vater dabei JEDES JAHR einen Tobsuchtsanfall bekam … Ach ja, das vermisse ich überhaupt nicht.

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die Weihnachten nicht mögen. Sie haben ihre Gründe dafür und ich verstehe sie auch, aber ich würde mir trotzdem wünschen, dass sie einen Weg finden, sich einen schönen Tag zu machen. Selbst wenn sie kein Weihnachten feiern, sollten sie die freie Zeit für sich nutzen.

Zitat der Woche (KW 47/2020)

Goethe ist jedem bekannt wegen seiner Gedichte. Dass er einen so klugen Spruch zu seiner Zeit zum Besten gab, finde ich in diesem Zusammenhang umso besser. Es spricht für ihn, dass er keinen verklärten Verstand hatte.

Es ist eine Mahnung, nicht vom Erfolg einer Sache auszugehen, ehe sie komplett durchgezogen ist. Ich nehme als Beispiel die Titanic. Sie wurde gefeiert als das beste Schiff ihrer Zeit. Man nannte sie unsinkbar. Dass dies verfrüht war, haben die Passagiere ihrer ersten Tour zu spüren bekommen. Selbst wenn die Titanic heil den Zielhafen erreicht hätte, wäre es zu früh gewesen, sie als unsinkbar zu feiern. Heute wissen wir, dass jedes Schiff sinken kann. Damals war man so von seiner eigenen Genialität überrascht, dass alles möglich schien.

Das bedeutet also, dass selbst etwas, das sich als erprobt und gut herausstellt, irgendwann schlecht sein bzw. werden kann. Hier nenne ich die Kernkraftwerke und die Atomenergie als Beispiel. Sie ist sauber, sie zerstört nicht unsere Natur durch das Fällen ganzer Wälder oder das Durchwühlen des Bodens und bringt viel Energie. Das ist die eine Seite der Medaille. Jahre nach der Eröffnung des ersten AKWs sind wir schlauer. Es kann zu sehr fiesen Unfällen kommen, die den Lebensraum von Flora und Fauna, zu der ich auch die Menschen mal zähle, erst einmal zerstören. Wir müssen sehen, wohin wir unseren Atommüll sperren, ohne dass es zu Folgeschäden kommt. Das und die Abrüstung stillgelegter Kraftwerke verschlingt Unsummen. So gut ist die Atomenergie dann doch nicht, wie sich herausstellt.

Ich bin unsicher, ob Goethe sich damals bewusst war, wie lange man unter Umständen warten muss, bis man mit Sicherheit eine Sache feiern darf. Die Möglichkeiten waren damals begrenzt, sodass man die Probleme auch nicht so gut erkennen konnte. Aber er hat ein verdammt wahres Wort gesprochen.

Zitat der Woche (KW 46/2020)

Ein Zitat, passend zum Beginn der fünften Jahreszeit. Das war so nicht geplant. Ich bin nicht der Typ, der an Fasching hängt. Mir war einfach nach diesem Zitat, als ich es sah.

Ich kann nur spekulieren, was bunt für diesen Mann bedeutete. Für mich steckt da einiges drin.

Vielfalt: Bunt ist nicht gleich bunt. Der eine setzt mehr auf die hellen Farben, der nächste auf die dunkleren und dann gibt es jemanden, der total auf Pastellfarben steht. Bunt ist es auch schon, wenn nur drei oder vier Farben oder sogar Schattierungen aufeinandertreffen. Es muss nicht gleich das gesamte Spektrum sein. Dadurch lassen sich verhältnismäßig wenige Farben immer wieder anders kombinieren, sodass etwas Neues entsteht.

Aufgrund dieser Vielfalt bedeutet bunt für mich auch Individualität. Sich komplett in schwarz zu hüllen, kann jeder. Blaue Jeans und ein anders farbiges T-Shirt ist auch nicht schwer. Beides sehen wir tagtäglich. Aber so richtig bunt, das kommt schon seltener vor.

Verrücktheit: Verrückt heißt nicht automatisch, dass derjenige psychisch krank ist. Man verrückt ja auch mal ein Möbelstück um einen Meter, damit es besser zur Geltung kommt. Es sieht dann anders aus. Genau das bedeutet verrückt. Etwas oder jemand ist anders wie alle anderen, hebt sich von der Masse ab. Anders sein ist nichts Schlimmes. Wenn man es nicht nur ist, um einen Grund zu haben, mit jedem anzuecken, ist das sogar erfrischend.

Jetzt ersetze die Worte, die sich rein auf Farbe beziehen, mit anderen. Auch ein Charakter kann bunt sein, selbst wenn er äußerlich schwarz trägt, weil er sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Eine Menschenmenge kann bunt sein, weil sie unterschiedliche Meinungen hat. Die Summe an Interessen eines einzelnen Menschen ist bunt, weil derjenige z. B. gerne liest (für sich still und heimlich), auf Konzerte geht (mit vielen anderen Menschen und die Bands feiert und laut mitsingt), schreinert (wieder eher für sich, aber jetzt erschafft er auf kreative Weise etwas, das vielleicht nicht nur schön aussieht, sondern auch einen Nutzen hat) usw. Die ganze Welt ist bunt, weil nichts gleich ist. Wäre ja auch verdammt langweilig sonst. Deshalb ist meine absolute Lieblingsfarbe auch bunt und erst im Anschluss lila.

Zitat der Woche (KW 44/2020)

Dieser römische Schriftsteller und Philosoph lebte vor über 2000 Jahren. Kaum zu glauben, dass er zugleich auch Politiker war. Denen traut man eine solche Weisheit heutzutage gar nicht mehr zu, was sicher ein ungerechtfertigtes Klischee ist.

Ich finde es wichtig, dass man Hilfe nicht als selbstverständlich ansieht. Sie muss nicht immer mit Geld oder einer vergleichbaren Hilfestellung vergütet werden. Oft reicht ein Danke. Oft können Menschen in Not auch gar nicht mehr als ihre Dankbarkeit geben. Mir ist in einem solchen Fall wichtig, dass es ernst gemeint ist. Dass dieses Wort nicht missbraucht wird und zur Bedeutung eines feuchten Händedrucks verkommt.

In unserer heutigen Zeit höre ich das Wort nicht mehr so oft. Ich habe das Gefühl, dass es oft einfach vergessen wird oder vielleicht ist manchen Menschen die Dankbarkeit auch nicht mehr so wichtig. Letzteres könnte ich sogar verstehen. Wer kennt es nicht aus seiner Kindheit? Da bekommt man beim Metzger ein Stück Wurst geschenkt und die Mama fragt direkt: Wie sagt man da? Mir blieb das zum Glück erspart, weil ich lieber Käse mochte, den wir aus dem Kühlregal holten, aber ich habe diese Frage oft von anderen Eltern gehört und hätte regelmäßig in die Tischplatte beißen können. Ja, es ist wichtig, den Kindern Dankbarkeit und Manieren beizubringen, aber ist es nötig, sie dafür vor anderen Menschen vorzuführen? Dann bedankt man sich als Mutter und redet mit dem Kind in aller Ruhe darüber. Man kann ihm das System von Dankbarkeit und dem Aussprechen des Danks doch ganz einfach erklären. Ich denke, dann würde diese Schuld wieder gerne beglichen werden.

Ich habe gelernt, für Kleinigkeiten dankbar zu sein. Ich bedanke mich gerne dafür, weil es meine Wertschätzung ausdrückt. Ich will nicht, dass jemand sich von mir ausgenutzt fühlt, indem ich ihm nicht sage, wie sehr ich mich über seine Hilfe freue. Natürlich bin ich im Gegenzug auch für denjenigen da. Aber im ersten Schritt muss der Dank ausgesprochen werden. Wer weiß, wann ich mich revanchieren kann? Bis dahin weiß man einfach, dass die Hilfe für mich nicht selbstverständlich war.

Zitat der Woche (KW 41/2020)

Auf der einen Seite ist es ja schade, dass das Glück nicht von Dauer sein kann. Andererseits weiß ich, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind. Wir gewöhnen uns an das Glück, betrachten es schnell als etwas Selbstverständliches, sodass das Glücksgefühl, selbst wenn das Glück gleichbleibt, für uns abnimmt. Das Glück müsste sich also immer weiter steigern, damit wir glücklich wären, und das ist schlicht unmöglich, weil man irgendwann alles hat. Deshalb sehe ich es als Glück an, dass es auch das Unglück gibt. Erst durch das Unglück wissen wir die kleinen Phasen des Glücks zu schätzen und sind auch mit wenigem zufrieden.

Und dann bin ich natürlich froh, dass das Unglück niemals ewig währt. Dieses Wissen gibt uns Menschen Hoffnung, sodass wir die Phasen des Unglücks überstehen können. Wenn wir nicht wüssten, dass nach Regen Sonnenschein kommt, würden wir uns irgendwann kollektiv vom nächsten Hochhaus stürzen.

Wie immer ist die Mischung im Leben wichtig. Von allem ein Bisschen, dann ist es perfekt.