Zwischenstand „Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt“

Die Abgabefrist dieser tollen Ausschreibung ist abgelaufen und ich habe gelesen, dass sich 162 Einsendungen angehäuft haben. Wow! Das musste ich erst einmal verdauen. Und dann kam die nüchterne Bürofachkraft in mir hoch, die gleich mal eine Statistik berechnen musste. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung war noch nicht klar, wie viele Geschichten in die Anthologie aufgenommen werden sollen. Aus Erfahrung könnten es so zwanzig bis dreißig Kurzgeschichten sein. Das heißt, die Chance auf einen Platz in dem Buch liegt bei rund 12 bis 18%. Im besten Fall schafft es jeder fünfte/sechste Autor, im schlimmsten nur jeder achte. Hui. Immer noch besser als der 6er mit Zusatzzahl beim Lotto, aber ich hatte rein rechnerisch schon größere Aussichten auf Erfolg und bekam letztlich eine Absage. Es wird also spannend. 🙃

Schreibupdate – 20.07.2020

Durch die zwei Wochen Sommerurlaub bin ich bei meinen Projekten nicht so schnell vorangekommen, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Ich habe erst Mitte des Monats begonnen, die Kurzgeschichte zur Ausschreibung Grenzen – Ende oder Anfang? zu schreiben. Mittlerweile ist sie 2.731 Worte lang und es fehlt noch die Schlussszene. Da der Einsendeschluss der 31. August ist, habe ich noch genug Zeit. Ich bin fast sicher, dass ich diese Geschichte noch heute beenden werde.

Anschließend will ich die Kurzgeschichte für The S-Files: Die Succubus Akten schreiben. Es juckt mir schon in den Fingern, dieses Thema anzugehen. Dabei war es ursprünglich so gar nicht mein Wunschthema. Aber das war es auch nicht bei The A-Files: Die Amazonen Akten, und letztlich mag ich meine darin erschienene Kurzgeschichte. Als Autor muss man eben manchmal die selbstgesteckte Komfortzone verlassen. Dann lernt man auch etwas dazu.

So erging es mir mit der Ausschreibung Das Dampfbein schwingen. Steampunk, mit dem ich noch so gar nicht vertraut war. Gestern kam die erwartete Absage, aber die war so nett geschrieben! Danach tat es mir leid, dass es nicht geklappt hat, weil ich wirklich gerne mit dieser warmherzigen Verlegerin arbeiten würde. Umso mehr freue ich mich für diejenigen aus meinem Bekanntenkreis, die es in die Anthologie geschafft haben. Es sind nicht wenige und ich fühle mich von ihnen aufs Beste vertreten. Damit bin ich sehr zufrieden und ich bin auf die nächste Ausschreibung vom Verlag ohne Ohren gespannt. Die aktuell noch laufende sagt mir nicht zu, aber irgendwann werde ich ganz sicher wieder an einer teilnehmen und ich hoffe, dass ich dann eine bessere Geschichte abgeben kann.

Listen, Listen, Listen – Teil 4

In meinem vorletzten Teil dieser Artikelreihe möchte ich dir meine To-Do-Liste vorstellen. Für mich ist sie extrem wichtig, um den Spagat zwischen meinem Hausfrauendasein und der Schriftstellerei zu schaffen und nicht eines von beidem zu vernachlässigen.

Sie besteht insgesamt aus vier Tabs. Natürlich findet man im ersten Tab die To-Do-Liste selbst. Sie ist durchnummeriert und besitzt insgesamt fünf Spalten, in denen ich die jeweiligen Aufgaben notieren kann. In der ersten dieser fünf Spalten steht eigentlich nur die Kategorie, also z. B. Haushalt, Planung, Schreiben, Überarbeiten und Sonstiges. In den nächsten vier Spalten kann nur der Name des jeweiligen Schreibprojekts stehen oder beim Haushalt z. B. Küche aufräumen, saugen, Fenster putzen … In der darauffolgenden Spalte trage ich ein, wann ich mit den jeweiligen Aufgaben anfangen will. Das ist praktisch, weil ich mit dieser Angabe filtern kann, was für den aktuellen Tag auf dem Programm steht. Ich nutze da die Vor-Funktion des Filters und trage dort das morgige Datum ein. So sehe ich auch die Aufgaben, an denen ich länger sitze. Würde ich die Heute-Funktion dafür nutzen, sähe ich immer nur die Aufgaben, die ich am aktuellen Tag beginnen will. Das ist mit längerfristigen Projekten nicht praktikabel. In der nächsten Spalte trage ich ein, wann ich tatsächlich mit der Aufgabe begonnen habe. Ziele bzw. in diesem Fall Fristen sind wichtig bei der Planung. Die trage ich mit ausreichend Puffer in die folgende Spalte. Das tatsächliche Enddatum gebe ich dahinter ein.

Jetzt wird es knifflig, denn wir kommen an die Stelle, an der meine To-Do-Liste mehr als eine reine Eingabe/Ausgabe-Tabelle wird. Ich lasse mir die übrige Zeit, also die Spanne zwischen dem tatsächlichen Start und dem geplanten Ende in Tagen ausrechnen. Dahinter folgt die von mir eingeplante Zeit in Stunden, von der ich denke, dass ich sie zur Erledigung der jeweiligen Aufgabe benötige. Für die beiden Kurzgeschichten, von denen ich kürzlich erzählt habe, habe ich z. B. 13,5 Stunden Arbeitszeit eingeplant. In einer weiteren Spalte steht, wie viele Tage ich tatsächlich an der Aufgabe arbeiten will. Bei den Kurzgeschichten sind es neun Tage, sodass sich eine tägliche Arbeitszeit von 1,5 Stunden in einer weiteren Spalte ergibt. Dahinter trage ich ein, wie viele Tage ich schon an den Projekten gearbeitet habe. Das ist für mich interessant, weil ich das später statistisch auswerten kann. Soll heißen, wann habe ich mich mit meiner Arbeitszeit verschätzt, egal ob nach oben oder nach unten. Wenn ich das weiß, kann ich meine Planung zukünftig entsprechend anpassen, sodass ich entweder mehr Arbeit für die einzelnen Tage einplanen kann oder weniger. In der vorletzten Spalte habe ich den Status der Projekte stehen. Das zieht sich Excel anhand meiner Eintragungen in den Spalten für den tatsächlichen Start und das tatsächliche Ende automatisch. Solange in diesen Spalten nichts steht, ist es eine neue Aufgabe. Sobald in Start ein Datum steht, ist die Aufgabe in Arbeit. Wenn bei Ende ein Datum eingetragen ist, ist die Aufgabe abgeschlossen. Hier ist der Filter immer aktiv, der mir bei einer Änderung der Tabelle automatisch die erledigten Aufgaben aus der Liste nimmt, sodass ich immer sehe, was zu tun ist. Da ich gerne mit Farben spiele, ist diese Spalte mittels bedingter Formatierung farblich formatiert. Verpasse ich mein geplantes Startdatum, wird mein gelbes Feld rot. Habe ich meine Aufgabe erledigt, wird das Feld grün. Eine ähnliche Funktion besitzt die letzte Spalte, in der ich eintrage, ob die Aufgabe wichtig = 1 oder nur nice to have = 3 ist. Trage ich dort meine Priorität ein, wird vorne die Spalte mit der Kategorie lila (wichtig), rosa (sekundär wichtig) oder türkis (hätte ich gerne, ist aber eigentlich unwichtig). Schade, türkis hatte ich bisher noch nicht. 😄

Du siehst, im ersten Tab dieser Tabelle sind eine Menge Informationen zu finden. Ich komme jetzt zum zweiten Tab. In dem habe ich anhand des Feiertagskalenders für das Saarland die Feiertage für 2020 eingetragen. Die brauche ich, um mir die Feiertage aus der Berechnung der übrigen Tage zwischen tatsächlichem Beginn und geplantem Ende der Aufgabe aus der To-Do-Liste herausrechnen zu lassen. Bringt ja nichts, wenn ich im Dezember z. B. eine Kurzgeschichte beginne, die zum 31. Dezember abgegeben werden soll, und ich sowohl die vielen Feiertage als auch die Wochenenden mit hineingerechnet bekomme, während ich an diesen Tagen mit ziemlicher Sicherheit nicht schreiben werde, außer ich bin extrem spät dran.

Im dritten Tab habe ich meine Aufgaben im Haushalt aufgelistet. Ich bin da extrem durchorganisiert, weil ich sonst „vergesse“, dass der Kühlschrank mal wieder gereinigt werden soll. Das ist eine der Aufgaben, die ich nicht gerne mache, weil ich es hasse, alle Lebensmittel schnell rauszuholen, das Gerät für die Zeit der Reinigung auszuschalten und schnell-schnell-schnell alles abzuwischen, nur um fix alle Lebensmittel wieder reinzulegen und den Kühlschrank anzuschalten. Für mich bedeutet diese gute halbe Stunde stress pur, sodass ich sie gerne vor mir hinschiebe. Dank meiner Organisation und vor allem meiner To-Do-Liste, komme ich nicht um solche Aufgaben herum.

Ich habe die Wochentage Montag bis Freitag aufgelistet, hinter denen jeweils die regelmäßigen Aufgaben wie saugen, Wäsche waschen oder Bäder putzen stehen. Darunter folgen die zwölf Monate, auf die ich Sonderaufgaben, die man nicht wöchentlich, sondern monatlich, einmal im Quartal oder sogar nur jährlich erledigen muss, aufgeteilt habe. Darunter fallen die beiden Vitrinen, in denen ich nur einmal im Jahr Staub wische und die Gläser und das hübsche Porzellan zum Ausstellen vorsorglich reinige, oder das quartalsweise abwischen von Türen und Heizkörpern.

Im letzten Tab habe ich alle Werktage von 2020 eingetragen. Da der Haushalt keine Pause macht, darf ich leider die Feiertage nicht rauslöschen. Dahinter stehen die wöchentlichen Aufgaben und die Sonderaufgaben. Da achte ich darauf, dass ich an Tagen, an denen ich z. B. nur saugen oder Staub wischen müsste, die Sonderaufgaben dazulege, statt an anderen Tagen, an denen ich schon durch die üblichen Aufgaben 1,5 Stunden beschäftigt wäre. Es ist ein Zwischenschritt, weil ich diese Übersicht in meine To-Do-Liste übertragen und die folgenden Spalten entsprechend ausgefüllt habe.

So weiß ich, was ich für das Jahr jeden Tag so erledigen muss. Zum Glück sind die Aufgaben nicht in Stein gemeißelt. Wenn ich wegen eines Termins an dem Tag nicht die Fenster putzen kann, nehme ich diese Aufgabe heraus und trage sie an einen anderen, passenden Tag ein. So kann ich nichts aus den Augen verlieren. Idealerweise schaue ich abends, was ich am nächsten Tag zu tun habe. Dann kann ich gleich loslegen, ohne zuerst den Computer zu starten. Oft vergesse ich es, aber zumindest die Aufgaben, die sich wöchentlich wiederholen, habe ich im Kopf. So weiß ich an weniger arbeitsreichen Tagen, dass es besser wäre, noch einmal in mein Excel zu schauen, ehe ich loslege, weil ich sonst zwei Mal anfangen muss, wenn eine Sonderaufgabe auf mich wartet. Du siehst, selbst als Hausfrau, die in ihrer „Freizeit“ schreibt, hat man es heute nicht mehr so leicht. Es war schon früher ein Job, aber heute habe ich das Gefühl, dass ich hier wirklich Leistung bringen muss. Ich bin zufrieden, weil mir meine To-Do-Liste zeigt, dass es schaffbar ist.

Zwischenstand „Das Dampfbein schwingen“

Heute Morgen durfte ich feststellen, dass mittlerweile alle Geschichten für diese Ausschreibung gelesen sind und aktuell die endgültige Auswertung läuft. Auf der Homepage des Verlags heißt es, dass alle Autoren am 19. Juli benachrichtigt werden.

Ich bin schon sehr gespannt, ob mir mein erster Versuch, eine Steampunk-Geschichte zu schreiben, geglückt ist. Gerade weil es für mich ein noch recht fremdes Genre ist und ich nur wenige Romane gelesen habe, die man im wahrsten oder entferntesten Sinn zu diesem Untergenre zählen kann, bin ich da nicht so überzeugt von meiner Leistung. Ich habe mir natürlich Mühe gegeben und mich vor Beginn der eigentlichen Arbeit mit den Anforderungen befasst, aber das ersetzt keine Erfahrung. Daher würde es mich nicht wundern, wenn ich es nicht schaffe.

Ich kenne einige Autoren, die an dieser Ausschreibung teilgenommen haben. Manche sind ebenfalls unsicher, ob sie das Thema überzeugend getroffen haben. Ich denke, einige unsichere Kandidaten werden eine positive Überraschung erleben. Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn möglichst viele dieser Bekannten in die Anthologie aufgenommen werden – egal, ob ich es ebenfalls reinschaffe oder nicht.

Katzenträume

Kürzlich ging ich meiner Lieblingsbeschäftigung nach. Ich lag in meinem Katzenkissen, machte meinen Schönheitsschlaf und träumte. Plötzlich bedrohte mich etwas, das ich nicht richtig sehen konnte. Obwohl ich knurrte, kam es näher. Ein Schrei erschreckte mich, sodass ich vom Boden senkrecht aufsprang. Mama schrie erneut. Dann schimpfte sie mit mir, während sie sich das Hosenbein hochkrempelte, das Blut am Knie wegwischte und Pflaster aufklebte. Sie behauptete, ich habe ihr zuerst die Krallen in den Fuß und anschließend ins Knie geschlagen. Ich kann mich gar nicht richtig erinnern und ich frage mich, wohin dieses bedrohliche Etwas so schnell verschwunden ist. Bestimmt habe nicht ich sie verletzt, sondern das Etwas. Allerdings wundere ich mich doch, wie ich von meinem Katzenkissen auf den Boden gekommen bin …

Ich habe anschließend das Haus durchsucht, aber ich muss das Etwas verjagt haben. Mama ist wieder sicher. Vorerst. Ich behalte die Angelegenheit im Auge.

Listen, Listen, Listen – Teil 3

Heute dreht sich alles um meine dritte Excel-Tabelle, die immer geöffnet ist. Sie heißt Postingplan, aber eigentlich ist sie mehr als das.

Zum Einen gibt es natürlich dieses eine Tabellenblatt, das mir als Gedächtnisstütze dient. Dich möglichst drei Mal in der Woche auf den neuesten Stand zu bringen, muss organisiert sein – jedenfalls bei mir. Ich vergesse sonst Veröffentlichungstermine, an die ich erinnern will, oder auch einfach den Zwischenstand meiner Projekte mit dir zu teilen. Du erinnerst dich vielleicht, dass es bis vor ein paar Monaten da noch recht chaotisch bei mir zuging. Da schrieb ich meistens nur einmal wöchentlich etwas und meine Projektzwischenstände kamen alle vier bis sechs Wochen und waren halbe Romane.

Andererseits enthält diese Arbeitsmappe aber auch pro Romanprojekt ein eigenes Tabellenblatt. Diese enthalten die Fortschrittsdiagramme, die ich zwischendurch in meinen Beiträgen zur Visualisierung einfüge. Das letzte Tabellenblatt füttert die Diagramme mit den Daten. Dort sind die einzelnen Projekte mit den Arbeitsschritten Planung/Recherche, Schreiben, Überarbeiten und Absenden aufgeführt. Wann immer ich etwas an den Projekten getan habe, trage ich das dort entsprechend ein, sodass die Diagramme immer aktuell sind, wenn ich hier von meinen Fortschritten berichte. Damit die Diagramme funktionieren, habe ich Ziele definiert – wie viel Zeit ich für die Planung und Recherche voraussichtlich benötige, wie viele Worte mein Projekt aller Wahrscheinlichkeit umfassen wird, wie lange ich an der Überarbeitung vermutlich sitze und dass ich das Endergebnis abschicke, was ich mit einer 1 für erledigt deklariere, damit es in den Diagrammen sichtbar gemacht werden kann. Aus Ziel- und Ist-Werten errechne ich die Prozentwerte der erledigten Arbeiten, die letzlich in den Diagrammen stehen.

Das letzte Tabellenblatt ist aber nicht nur wegen der Diagramme wichtig, die es ermöglicht, sondern auch für mich, damit ich weiß, wohin ich mit meinen Projekten will. Ohne diese Zielsetzungen würde ich wie ein Arbeitnehmer ohne Chef recht planlos vorgehen. Natürlich käme ich voran, weil ich ja prinzipiell weiß, was ich so zu tun habe, aber mit mehr Umwegen, weil ich das Ziel ab und zu aus den Augen verliere bzw. vor lauter Wald den Baum nicht mehr sehe.

Zitat der Woche (KW 28/2020)

Dieses Zitat ist ein Rat fürs Leben. Für mich bedeutet der Spruch, dass ich regelmäßig prüfen sollte, ob der von mir eingeschlagene Weg der richtige ist bzw. dass ich nicht von der Route abgewichen bin. Die Vielseitigkeit kann ich wohl kaum komplett erfassen. Für mich betrifft es sowohl meinen Charakter, der mich zu einem guten oder schlechten Mensch macht, als auch meine Taten, die daraus resultieren.

Manchmal stelle ich bei dieser Selbstreflektion fest, dass ich auf der Stelle trete und etwas ändern muss, um mich weiterzuentwickeln. Es kommt auch vor, dass mir dabei auffällt, dass ich mein Ziel aus den Augen verloren habe und neu ansetzen muss. Oft kann ich mich darüber freuen, dass ich alles richtig gemacht habe. Natürlich sind das subjektiv Erkenntnisse, aber ich bemühe mich, dabei so ehrlich wie möglich zu sein. Was hätte ich auch davon, wenn ich mich selbst belüge?

Ich finde es wichtig, ab und zu zu hinterfragen, wo ich stehe. Wenn ich jeden Tag das Beste aus meinem Leben zu machen versuche, und genau genommen zielt das Zitat genau darauf ab, kann ich rückblickend auf ein hoffentlich für mich wertvolles und auch für andere bereicherndes Leben zurückblicken.

Piper-Wettbewerb

Eigentlich sollten sich die Mitarbeiter von Piper letzte Woche Montag melden, weil mein eingesandter Roman unbedingt in ihrem Programm erscheinen muss. Das haben sie nicht getan. Bestimmt ist die E-Mail an mich verloren gegangen. 😉

Spaß beiseite, es war absehbar, dass mein Roman keine Chance in einem so großen Publikumsverlag bekommen würde. Jedenfalls nicht beim ersten Versuch und ohne die Rückmeldung meiner Testleser. Die erwarte ich übrigens bis Ende diesen Monats und anschließend habe ich schon einen Termin für ein Lektorat. Mal sehen, was ich aus der Geschichte noch herausholen kann.

Schreibupdate – 29.06.2020

Letzte Woche habe ich knapp fünf Stunden an meinem weihnachtlichen Projekt gearbeitet. Dabei habe ich noch ein paar Dinge recherchiert, die letzten Dates und auch das Weihnachtsfest mit allem Drum und Dran geplant. Nach mittlerweile 53,5 Stunden Recherche und Planung habe ich das Gefühl, meine Geschichte und die Figuren zu kennen und losschreiben zu können. Nach meiner groben Schätzung ist das 21,5 Stunden früher als erwartet. Deshalb bin ich noch unsicher, ob nicht doch noch irgendwo etwas fehlt, damit die Geschichte einem dichten Netz gleicht, das irgendwann die Leser einfängt. Da passt es ganz gut, dass ich vor kurzem von zwei Ausschreibungen erfahren habe, die ich vorziehen will/muss.

Die erste heißt Grenzen – Ende oder Anfang? und wird von TOR ONLINE und PAN veranstaltet. Vielleicht erinnerst du dich, dass ich letztes Jahr schon einmal an einer Ausschreibung dieser beiden Netzwerke teilgenommen habe? Hier geht es nicht um eine Veröffentlichung in einer Anthologie, sondern um eine einzelne Gewinnergeschichte, die auf den Seiten veröffentlicht und mit 100,00 Euro Preisgeld versehen ist. Die Gewinnchancen sind gering, aber man verliert auch nichts dabei. Immerhin hat man selbst bei einer Absage im Idealfall eine tolle Geschichte, die man auch für eine andere Ausschreibung nutzen kann. Da ich mich so oder so als Gewinnerin sehe und mich das Thema reizt, will ich auch dieses Jahr wieder teilnehmen. Abgabetermin für diese Ausschreibung ist der 31.08.2020. Das sind jetzt noch gute zwei Monate, aber die Zeit ist zu knapp, um zuerst meinen Roman zu schreiben und mich erst anschließend an die Kurzgeschichte zu setzen. Deshalb habe ich in der vergangenen Woche die Kurzgeschichte bereits geplant und damit begonnen, sie zu schreiben. Auf diese Weise hoffe ich, eventuell auch noch Ideen zu entwickeln, die in meinen Weihnachtsroman sollen, falls noch etwas fehlt.

Die zweite Ausschreibung heißt The S-Files: Die Succubus Akten und wird vom Talawah Verlag verantstaltet. Sie gehört zu den bereits erschienenen Files der Einhörner, Phönixe und Amazonen. Die Abgabefrist endet am 31.01.2021. Ich hätte also noch viel Zeit, bevor ich mich an diese Kurzgeschichte setzen muss. Trotzdem will ich sie so schnell wie möglich erledigen, um meine Gedanken voll und ganz auf meinen nächsten Roman lenken zu können. Da passt es gut, dass ich aufgrund der „kurzfristigen“ Abgabefrist der Grenzen-Ausschreibung das Schreiben sowieso verschoben habe. Auch hier habe ich letzte Woche bereits geplant, worüber ich schreiben will. Ich empfand es als Herausforderung, von der Thematik nicht zu sehr das Hauptaugenmerk auf Sex zu lenken, da Succubi und Incubi dafür bekannt sind, dass sie sich während des Beischlafs von der Energieaura der Menschen ernähren. Viel mehr warf das Internet zu diesen Figuren auch nicht aus. Nun, in ungefähr einem Jahr wird es mehr über sie zu wissen geben.

Listen, Listen, Listen – Teil 2

Letzte Woche habe ich von meiner großen Excel-Tabelle erzählt, in der jeder Handschlag an meinen Projekten erfasst wird. Heute gehe ich auf meine Projektübersicht ein.

Diese lebt teilweise durch die Tabelle, die ich letzte Woche vorgestellt habe. In ihr erfasse ich in der ersten Spalte die Namen meiner Projekte. In den dahinter folgenden Spalten stehen die Vorbereitungszeit für Recherche und Planung, die geschriebenen Worte, die Überarbeitungszeit, die geschriebenen Seiten, wann ich die Geschichten abgeschickt habe und wie die Entscheidung seitens des Verlags ausgefallen ist. Durch diese Tabelle kann ich genau sagen, wie viel ich an dem jeweiligen Projekt gearbeitet habe. Die Tabelle von letzter Woche ist eher eine Monatsübersicht, auch wenn ich dort sehen kann, was ich da monatlich pro Projekt gearbeitet habe.

Dieses Jahr ist meine Projektübersicht schon sehr umfangreich, weil ich am Jahresanfang bei sechs Projekten aus dem letzten Jahr noch auf Rückmeldung wartete und diese deshalb in die Tabelle für dieses Jahr übernommen habe. Mittlerweile habe ich zu jeder dieser Kurzgeschichten eine Nachricht erhalten und darf mich über zwei Zusagen freuen. Mit Abgabetermin für dieses Jahr habe ich elf weitere Kurzgeschichten. Davon muss ich noch eine schreiben und für sieben dieser elf Geschichten ist die Abgabefrist noch nicht abgelaufen. Entsprechend habe ich erst für drei dieser elf Geschichten eine Rückmeldung – eine Absage und zwei Zusagen! Auch eine Kurzgeschichte, die erst nächstes Jahr abgegeben werden muss, hat es bereits in meine Projektübersicht geschafft, weil ich meine Aufgaben lieber zeitnah erledige, statt die Abgabefristen bis aufs Limit auszureizen. Sechs weitere Zeilen betrachten meine Romanprojekte in ihren unterschiedlichen Bearbeitungsständen. In den letzten beiden Zeilen geht es um Kurzgeschichten, die nichts oder nichts mehr mit einer Ausschreibung zu tun haben. In der einen Zeile geht es mir um neue Kurzgeschichten, die ich einfach schreiben musste, und in der anderen um ältere, die prinzipiell geschrieben sind, aber nie überarbeitet oder von den Verlagen abgelehnt wurden, sodass ich sie noch einmal prüfen will.

Die letzten beiden Zeilen vernachlässige ich leider meistens sträflich, weil ich so viel Neues im Kopf habe. Da fällt es schon schwer, sich um alte Kurzgeschichten zu kümmern. Aber ich versuche, immer wieder mal eine dieser Geschichten zu bearbeiten.

Dank dieser Tabelle weiß ich auf einen Blick, welches Projekt ich zuerst bearbeiten sollte. So muss ich z. B. mindestens eine der beiden neu hinzugekommenen Kurzgeschichten fertigmachen, ehe ich anfange, meinen Weihnachtsroman zu schreiben. Die Abgabefrist zu dieser Ausschreibung endet am 31. August. Da ich nicht sicher sagen kann, dass ich bis dahin mit dem Schreiben meines Romans fertig bin, und ich ungern mittendrin unnötig aus der Thematik herausgerissen werde, ziehe ich die Kurzgeschichte also vor. Und wenn ich schon dabei bin, spricht ja nichts dagegen, wenn ich auch die zweite Kurzgeschichte gleich mit abarbeite, auch wenn ich bis Ende Januar nächsten Jahres Zeit habe. Zumindest, wenn mir dazu etwas einfällt. Notfalls schiebe ich diese Geschichte noch etwas, bis mir entweder etwas einfällt oder ich mir sicher bin, dass das Thema und ich nicht harmonieren.

Auf der einen Seite finde ich es schade, dass es keine entsprechenden Tools für Autoren gibt. Andererseits bin ich mir sicher, dass jeder Autor seine eigene Art hat, seine Arbeit nachzuvollziehen. Gäbe es also ein Programm für solche Erfassungen, müsste es sich idealerweise in sehr vielen Punkten individualisieren lassen. Das ist machbar, aber auch ein enormer Programmieraufwand, den wohl niemand wird bezahlen wollen. Deshalb bin ich immer wieder froh, dass ich mich mit Excel so gut auskenne.