Der ewige Kampf

Es ist ärgerlich und ermüdend. Seit bald acht Jahren bekämpfe ich ihn und doch weicht mein Gegner keine Krallenbreite zurück. Zwischendurch dachte ich, gewonnen zu haben. Da eierte so ein roter Flitzer durch das Erdgeschoss, der mich nicht sonderlich störte. Aber der ist gestorben und sein Vorgänger kam erneut an die Macht. Staubsauger! Ich verstehe nicht, wie Mama sich diesen Dingern unterwerfen und sie durch die Wohnung führen kann. Ständig sind sie auf der Suche nach Futter und machen auch nicht Halt vor den Leckereien, die ich später noch essen wollte und deshalb neben meine Futterschüssel geworfen habe. Unter lautem Geklacker saugen sie es ein und schämen sich nicht, sich an meinem hochwertigen Katzenfutter vergriffen zu haben. Dabei verbreiten sie einen dröhnenden Lärm, der in meinen empfindlichen Ohren schmerzt, und pusten hinten abgestanden riechende Luft aus, die meine feine Nase beleidigt.

Ich sehe es ein. Ich habe als kleiner Kater dieses Monstrum nicht in seine Schranken gewiesen. Es hat mich erschrocken. Ich suchte immer das Weite und komme jetzt nicht mehr dagegen an. Aktuell haben der neue Staubsauger und ich uns stillschweigend auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wenn er in den Raum kommt, verlasse ich gemessenen Schrittes meinen Liegeplatz und gehe in das nächste Zimmer. Leben und leben lassen. Aber das ist kein Zustand für ein göttliches Katzi! Verratet es nicht, aber ich plane ein Attentat. Dieser Staubsauger wird noch sein grau-getigertes Wunder erleben. Mau!

Schreibupdate – 12.08.2020

In den vergangenen zwei Wochen kam ich nur langsam voran. Die Hitze! 🥴 Es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren, während mein Gehirn im eigenen Saft kocht. Ich komme auf nicht einmal fünf Stunden Arbeit insgesamt, wobei es wohl auch kontraproduktiv ist, bei diesen Temperaturen zu überarbeiten, was enorm viel Konzentration erfordert. Aber es geht nicht anders. Der nächste Abgabetermin ist schon Ende des Monats und die dafür geschriebene Geschichte ist noch nicht komplett rund.

Dabei handelt es sich um die Kurzgeschichte für die Ausschreibung Grenzen – Ende oder Anfang? Sie ist geschrieben, aber ich bin schon im zweiten Überarbeitungsdurchgang, weil ich einfach nicht zufrieden bin. Die Geschichte braucht mehr Emotionen, Gedanken und Bilder, weil mein gewähltes Thema sonst nicht gut genug funktioniert. Sobald ich entsprechend ausschmücke, überschreite ich die maximale Zeichenzahl, nur um an anderer Stelle etwas wegzunehmen, damit es wieder passt. Die Arbeit gleicht einem Puzzle, bei dem ich abwäge, worauf ich verzichten kann, damit ich die anderen, wichtigen Dinge ausbauen kann. Ich werde mir auf jeden Fall noch einen dritten Durchgang für die Überarbeitung gönnen und hoffe, dass ich dann zufrieden bin.

Normalerweise fallen mir die Kurzgeschichten leichter, sodass sie nicht so viel Nacharbeit erfordern, aber hier … Ich glaube, mein Perfektionismus meldet sich gerade sehr stark zu Wort, weil es hier nicht um eine Anthologie geht, bei der ich nur einen von fünfzehn bis dreißig Plätzen im Buch ergattern muss. Es ist eben ein Wettbewerb, bei dem die Siegergeschichte gewählt wird und man 100 Euro gewinnen kann. Diese kleine Finanzspritze kann jeder kleinere Autor gut gebrauchen, sodass die Konkurrenz noch härter ist als sonst. Aber: Umso mehr kann sich der Gewinner am Ende über seinen Sieg freuen. Es ist zugleich wie eine Auszeichnung für sein Handwerk. Würde mir dieses Kunststück gelingen, würde ein kleiner Traum für mich wahrwerden. 🤩

Zitat der Woche (KW 33/2020)

*seufz* Es tut mir weh, diesen Satz zu lesen, weil es so viele Menschen gibt, die der Meinung sind, nur erfolgreich sein zu können, wenn sie über die Leichen anderer steigen. Ich frage mich, was man davon hat, wenn man seine Mitmenschen beleidigt, verletzt, betrügt, belügt, hintergeht, bewusst schlecht berät, ihnen den Spaß oder die Lust verdirbt oder sonst irgendwie schadet. Ich kann das nicht nachvollziehen, weil ich gelernt habe, dass man nur gemeinsam stark ist. Ich helfe gerne, erwarte aber nicht, dass man mir im Gegenzug bei Gelegenheit beisteht. Es ergibt sich schon irgendwie, dass ich auf jemanden stoße, der mich unterstützt, wenn ich es brauche.

Ich denke mir das so: Ich helfe A, löse dadurch bei A etwas aus, sodass A anschließend B gerne bei einem Problem beisteht. Für B ist das so befreiend, dass B ohne nachzudenken C untersützt, um C dasselbe erlösende Gefühl zu vermitteln. C kommt zufällig vorbei, wenn ich Hilfe brauche, erinnert sich an B und und die eigene Situation und greift mir unter die Arme. Allein die Vorstellung ist so schön. Es ist ein Geben und Nehmen auf einer höheren Basis. Dabei kommt jeder weiter und keiner bleibt auf der Strecke.

Das ist doch besser, als wenn z. B. ein „schlechter“ Mensch durch sein Handeln zum Millionär wird, während alle um ihn herum gerade so über die Runden kommen. Reichtum macht nicht glücklich. Er lässt das Misstrauen gegenüber den Mitmenschen wachsen, weil der Millionär automatisch davon ausgehen muss, dass jetzt jeder nur noch an seinem Geld und nicht an ihm selbst interessiert ist. Er muss darauf achten, dass ihm das Geld nicht wie Sand zwischen den Fingern zerrinnt, und es idealerweise noch mehren. Die Ärmeren sehen nur, was der Millionär hat, was den Neid fördert und sogar in Gewalt enden kann. Das schlechte Handeln bzw. Denken des „schlechten“ Menschen überträgt sich also auf seine Umgebung. Aber wenn alle ungefähr gleich viel Geld haben, weil sie sich gegenseitig geholfen haben, dann hat man nicht nur ein geregeltes und gesundes Einkommen, sondern auch sehr viele Freunde. Man wäre automatisch glücklich und zufrieden und wäre eben nicht darauf angewiesen, dass das Glück mit einer Beförderung, einem Lotteriegewinn oder einem Erbe anklopft.

Wohlgemerkt: Das Beispiel bezieht sich auf das profane Thema Geld, nicht einmal auf die vielen Alltagssorgen wie die Kinderbetreuung bei berufstätigen Eltern, das Übernehmen der Einkäufe für einen kranken Nachbarn oder einfach nur ein Plausch mit einer älteren, alleinstehenden Dame. Das sind die eigentlich wichtigen Probleme im Leben, die man so leicht jemandem abnehmen könnte.

Kommentarfunktion

Heute habe ich nur eine kleine Info für dich. Ich habe die Kommentarfunktion umgestellt. Du kannst noch Kommentare schreiben, allerdings werden diese nicht gleich online gestellt, sondern werden erst nach einer Prüfung von mir freigeschaltet. Das hängt damit zusammen, dass Personen die Kommentarfunktion ohne Zusammenhang zu dem jeweiligen Artikel nutzten. In diesem Zuge habe ich die bereits bestehenden Kommentare von meiner Seite genommen, da sie keinerlei Mehrwert für dich bieten. Lass dich dadurch aber nicht vom Kommentieren abhalten. Ich freue mich über konstruktive Kritik genauso sehr wie über Lob. 🙃

Auch Jadedrachen können beißen

Die Ausschreibung ist beendet und ich erhielt gestern das Ergebnis. Meine Geschichte hat es dieses Mal nicht in die Anthologie geschafft. Ich habe damit gerechnet und zugleich das Gegenteil erhofft.

Nun treibt mich die Frage herum, ob meine Geschichte zu denen gehört, die wegen Platzmangel im Buch eine Absage erhielten, oder ob sie generell nicht gut genug war. Ich weiß es nicht und es ist eigentlich unnötig, darüber nachzudenken. Ich habe mein Bestes abgegeben und darf trotz Absage stolz auf die Kurzgeschichte sein. Zudem warte ich nur noch auf die Veröffentlichungen der vier Kurzgeschichten, zu denen ich dieses Jahr bereits eine Zusage erhalten habe. Da tut eine Absage nicht weh.

Es ist nur schade, weil die Märchenanthologiereihe in diesem Verlag eingestellt werden soll. Da ich seit drei Jahren in Folge meine Geschichten darin veröffentlichen durfte, hätte es mir gefallen, auch in den  letzten Bänden dabei zu sein. Egal, das hätte nur mein Ego gestreichelt. So wichtig ist es also nicht. Stattdessen werde ich mein Glück beim nächsten Mal wieder herausfordern.

Zwischenstand „The D-Files: Die Drachen Akten“

Heute erhielt ich den Buchsatz von The D-Files: Die Drachen Akten mit dem Auftrag, meine Texte zu kontrollieren. Beim Setzen kann schnell mal eine Zeilenschaltung verloren- oder sonst etwas schiefgehen. Ich habe mich vorhin an die Arbeit gemacht. Bis auf eine Kleinigkeit gab es von mir nichts zu beanstanden. Trotzdem habe ich eine Stunde daran gesessen, alles akribisch zu überprüfen. Immerhin gehen Fehler in meiner Geschichte letztlich mit mir nach Hause und als Perfektionistin kann ich das nicht zulassen. 😉

Ich freue mich schon auf die Anthologie. Ich weiß jetzt nämlich, wie es im Buch aussehen wird. Oh, es ist märchenhaft schön! Und die Bilder, die manche Autoren mit eingesandt haben, sind echt toll geworden. Du kannst dich auf einen Augenschmaus vorbereiten. Ich bin schon auf die Geschichten der anderen Autoren gespannt, aber ich bin mir jetzt schon sicher, dass sie drachengewaltig sein werden. 🤩

Zitat der Woche (KW 31/2020)

Ob der Verfasser damit sagen wollte, dass es besser ist, einmal die Welt bei Tageslicht gesehen zu haben, als sich immer nur vorzustellen, wie sie aussieht? Ich glaube, dieses Zitat lässt bewusst viel Spielraum für Interpretationen zu. Jeder wird etwas anderes darunter verstehen. Es kommt nur darauf an, was im Leben gerade das Wichtigste ist.

Ich interpretiere natürlich mit Blick aufs Schreiben. Indem ich schreibe und meine Geschichten teilen darf, befinde ich mich schon in der Sonne. Ich will nie wieder hinter den Mond zurückkehren. Dort ist wirklich alles nur schwarz-weiß und langweilig und es fühlt sich nach dem endlosen Hamsterrad an.

Jedes Lebewesen hat mehr verdient als den Schatten des Mondes. Also tritt zu mir hinaus ins Sonnenlicht und tu das, was dich mit Glück erfüllt. Wenn es wirklich dein größter Traum ist, dann wirst du ihn dir auch erfüllen können. Es ist egal, wie deine persönliche Situation aussieht, ob es gerade zeitlich oder finanziell passt oder was andere sagen. Du wirst einen Weg finden, deinen Traum zu leben.

Schreibupdate – 29.07.2020

Die beiden Kurzgeschichten für die Ausschreibungen Grenzen – Ende oder Anfang? und The S-Files: Die Succubus Akten sind geschrieben. Zufällig stolperte ich über die Ausschreibung Fantastische Welten 2020, in der es um Fabelwesen gehen soll. Da habe ich doch ein paar Geschichten mit Fabelwesen, die ich entweder aus überschäumender  Kreativität oder wegen Absagen noch nicht veröffentlichen konnte. Muss doch schnell und einfach gehen. Dachte ich!

Ich hatte vier Kurzgeschichten zur Auswahl, in denen Feen, Phönixe, Kelpies und Einhörner vorkamen. Eine ist eher etwas für Kinder. Eine weitere ist so kurz, dass ich ordentlich ausschmücken müsste, um die Mindestwortzahl zu erreichen. Eine weitere liebe ich so sehr, dass ich sogar schon überlegt hatte, die Figuren für einen Roman und die Kurzgeschichte als Einstieg zu verwenden. Letztlich blieb die Geschichte mit dem Phönix übrig.

Ich hatte sie für The P-Files: Die Phönix Akten geschrieben und zusätzlich zu meiner darin erschienenen Kurzgeschichte eingesandt. Ich war damals sehr überrascht, dass die andere Geschichte genommen wurde, weil ich die abgesagte Geschichte viel besser fand. Sie war so erhaben und viel origineller. Dachte ich!

Als ich mich letzten Freitag hinsetzte, um die Kurzgeschichte zu lesen und ggf. ein wenig zu überarbeiten, damit sie auf meinem aktuellen Wissens- und Fertigkeitenstand ist, wenn ich sie einschickte, hatte ich generell keinen so motivierten Tag. Ich starrte über fünfzehn Minuten auf den ersten Absatz und konnte kein Gefühl darin entdecken. Ich wusste genau, welche ich beim Schreiben mit den ersten Sätzen hatte erzeugen wollen, aber sie waren nicht da. Ich gab für den Tag auf und versuchte es am Montag wieder. Furchtbar. Grausam. Nach einigem Überlegen erstellte ich eine Kopie der Geschichte und löschte darin die ersten drei Absätze, weil sie nichts bewirkten. Danach starrte ich die nächsten Sätze an und verzweifelte wieder. Wie hatte das damals nur das Nonplusultra für mich sein können? Ich beschloss, eine Nacht darüber zu schlafen, war mir aber ziemlich sicher, dass ich die Geschichte würde neuschreiben müssen.

Seit Dienstag schreibe ich die Kurzgeschichte neu. Es gibt einen völlig neuen Anfang und auch die Art und Weise, wie mein Phönix rüberkommt, ist eine andere. Wo er in der Ursprungsversion erhaben ist, ist er jetzt allein mit dieser Meinung. Nun hangele ich mich durch die ursprüngliche Geschichte, übernehme Passagen oder nehme sie auch nur als Info, was als nächstes kommt, und ich hoffe, dass die Geschichte nun besser wird.

Das mag recht verzweifelt klingen. Tatsächlich ziehe ich meine Lehre daraus. Keine vier Jahre später erkenne ich schon beim Lesen der ersten Sätze, wieso die Geschichte beim Verlag keinen Anklang fand. Sie war einfach viel zu trocken. Die Story an sich ist gut, aber sie hätte viel zu viel Arbeit beim Lektorat benötigt. Wozu soll man sich den Aufwand aufbürden, wenn es genügend gute Geschichten zur Auswahl gab? Aus dieser Erkenntnis ziehe ich eine weitere Lehre. Ich bin in den vergangenen vier Jahren deutlich besser geworden. Ich habe einen Stil entwickelt und beherrsche mein Handwerk sicherer als damals. Jetzt muss es sich zeigen, ob es genügt, die Kurzgeschichte zu retten. Ich fände es schön, wenn es mir gelänge und ich sie in der Anthologie sehen würde. Es wäre der passende Abschluss einer Lernphase, die doch nie endet.

Zwischenstand „Auch Jadedrachen können beißen“

Am Wochenende postete die Verlegerin des Machandel Verlags eine Übersicht. Darin ging sie auch auf die Ausschreibung Auch Jadedrachen können beißen ein. Sie hat 73 Einsendungen dazu bekommen und konnte nicht einmal die Hälfte der Geschichten aussieben. Ihre Ausführungen wirkten auf mich leicht verzweifelt. Sie schreibt, dass die übrigen Geschichten alle qualitativ gut sind. Allerdings sind sie zu viele für eine einzelne Anthologie und zu wenige für zwei. Das bedeutet, dass sie sich von tollen Geschichten trennen muss, auch wenn es ihr in der Seele weh tut. Die Qual der Wahl, die ich ihr nicht abnehmen möchte. Ich könnte mich nicht entscheiden.

Bis zu dem Moment, als ich das las, hatte ich die Ausschreibung völlig vergessen. Ich habe genug um die Ohren, sodass ich nicht ständig darüber nachdenken kann, wie meine Chancen in den diversen Ausschreibungen aussehen. Ich bin froh über diesen Umstand, weil ich sonst kaum schreiben könnte. Aber jetzt ist diese Ausschreibung in meinen Fokus gerückt und ich überlege, ob ich es schaffe oder nicht. Ich denke mit Stolz an die drei Anthologiebände, die in der Vitrine stehen und beweisen, dass ich drei Jahre in Folge mit meinen Geschichten überzeugen konnte. Mir ist bewusst, dass das keine Garantie ist, um es auch im vierten Jahr in die Anthologie zu schaffen. Vielleicht ist das sogar der Grund, wieso ich dieses Mal eine Absage bekomme, weil die Verlegerin einem anderen Autoren eine Chance geben will. Es wäre generell möglich, dass ich dieses Jahr das Thema etwas zu abgehoben umgesetzt habe und deshalb sowieso schon ausgesiebt wurde.

Alles ist möglich, aber ich hoffe natürlich das Beste für mich, weil ich diese Märchenanthologien einfach wunderbar finde. Die Cover sind toll und ich mag die Geschichten unheimlich.

Listen, Listen, Listen – Teil 5

Jetzt begleitest du mich schon zum fünften Mal zu meinen Listen. Vielleicht denkst du jetzt: Himmel, Verena, lass gut sein! Wie viele Listen brauch(s)t der Mensch/Autor/du denn noch? 😅 Damit hast du definitiv recht und ich kann dich beruhigen. Es kommt keine neue Liste mehr hinzu. Jedenfalls nicht direkt.

Es geschah bereits beim Schreiben des ersten Teils. Ich fragte mich, warum zum Kuckuck ich eigentlich vier Excel-Tabellen brauche, die sich doch alle irgendwie mit demselben Thema befassen – der Erfassung meiner Leistung nach Tagen bzw. nach Projekten, der Planung meiner Homepage-Artikel bzw. generell meiner Aufgaben sowie der Übersicht meiner Einnahmen und Ausgaben. Ich brauchte bis auf meine Finanzenübersicht jede Tabelle täglich, hatte sie in Excel sogar alle angepinnt, damit ich sie ohne das Durchklicken in meinem weit verzweigten Dateibaum rasch nach einem Neustart öffnen konnte.

Ich fand eine unbefriedigende Antwort auf diese Frage. Excel hat eine schlechte Übersicht, wenn man viele Tabellenblätter in einer Datei hat. Man muss sich immer von vorne durchklicken, wenn man in einem Tabellenblatt am Ende der Reihe etwas arbeiten will. An diesem Punkt fragte ich mich, ob die Steuerung wirklich so unkomfortabel ist, und googelte los. Das Ergebnis: Ein Rechtsklick auf die Pfeiltasten zum Durchklicken der Tabellenblätter ruft ein Menü auf, in dem ich das gewünschte Tabellenblatt direkt ansteuern kann. Damit bin ich genauso schnell wie wenn ich zwischen meinen Tabellen wechsle. Dieser Grund war somit hinfällig.

Zunächst zögerte ich, nutzte die Zeit meiner kleinen Artikelreihe, um mir zu überlegen, was ich wirklich will. Der Vorteil einer zusammengeführten Excel-Tabelle lag auf der Hand und dank der Funktion, ganze Tabellenblätter in eine neue Excel-Datei zu kopieren, fürchtete ich auch nicht den Arbeitsaufwand.  Irgendwann stand für mich fest, dass ich die Zusammenlegung durchführen würde, und die setzte ich am letzten Wochenende um.

Um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, speicherte ich die Tabelle mit den meisten Tabellenblättern unter einem neuen Namen und kopierte die anderen Tabellenblätter hinein. Ich glaube, sie umfasst nun fünfundzwanzig Tabellenblätter, wobei ich die Monatsübersichten bis auf die aktuelle ausgeblendet habe. Auch andere sind nur unsichtbar vorhanden, weil sie lediglich für Zwischenarbeitsschritte oder Hintergrundberechnungen notwendig sind, in die ich aber nur am Anfang des Jahres etwas eintragen muss. Entsprechend sehe ich nur vierzehn Tabellenblätter, durch die ich prinzipiell auch schnell blättern kann, ohne die Tabellenblattübersicht zu bemühen. Ich musste zwar ein paar Datensätze in meinen Diagrammen aktualisieren, aber das war mit wenigen Klicks behoben.

Insgesamt fühle ich mich mit dieser zusammengeführten Excel-Tabelle deutlich wohler und irgendwie auch leichter. Mein Laptop muss für die Bereitstellung der Daten weniger Leistung erbringen und ich bin schneller einsatzbereit, wenn ich einmal neustarten muss. Manchmal muss man einfach über etwas berichten, um zu merken, dass das System verbessert werden kann. Und ich habe sogar noch eine Verbesserung im Hinterkopf, die ich aber erst austesten muss, weil sie nicht ohne SVerweis auskommen wird. Das wird auch ein größer angelegtes Update meiner Tabelle, das ich mir lieber für das kommende Jahr aufhebe. Allerdings spricht ja nichts dagegen, die Tabelle für 2021 schon langsam vorzubereiten. 😉