
Ein nettes Zitat von einem unbekannten Helden, der vielen Kindern schöne Stunden bereitet hat. Ob er es genauso meinte, wie ich es heute interpretiere?
Als Autorin schreibe ich, um gelesen zu werden. Ich will mit meinen Geschichten andere Menschen erfreuen und ihnen eine schöne (Lese-)Zeit bereiten. Ich schreibe nicht, um berühmt zu werden, aber es ist ein fast notwendiger Nebeneffekt für mich als Künstlerin. Darin liegt nämlich meine Kraftquelle. Wenn ich auf Amazon, LovelyBooks oder Facebook eine positive Rezension zu einer meiner Geschichten lese, bedeutet das für mich nicht nur, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Es baut mich auch auf. Es spornt mich an, weiterzumachen, auch wenn ich aktuell im Jahr weit unter einem dreistelligen Betrag damit verdiene. Das Geld ist mir nur sekundär wichtig. Es wäre toll, wenn ich monatlich 450,00 Euro verdienen würde. Ich stapel da also recht tief. Aber dann würde es für die zitierte Marmelade reichen. Ich brauche keine Millionen, um irgendwelchen unnötigen Luxus, dargestellt durch den Kaviar, genießen zu können. Da ist mir die Wertschätzung, also der Applaus meiner Leser, viel wichtiger. Er ist es, der mich durch die Tiefen von Selbstzweifel, Existenzängsten, Mutlosigkeit und bröckelnder Motivation trägt.
Der letzte Applaus kam wirklich in Form eines klatschenden Publikums. Das war letztes Jahr auf dem BuCon. Er galt auch meinen Autorenkollegen, aber davon zehre ich noch heute, weil es seitdem kein Applaus (egal in welcher Form) mehr zu mir geschafft hat. Ich hoffe für uns alle, dass sich das bald ändern wird. Nicht nur, weil ich einen frischen Applaus gut gebrauchen könnte, sondern weil es unser aller Lebensqualität bereichern würde.
In den vergangenen Tagen arbeitete ich wieder am Lektorat meines Romans für die Hexenmeister Jakob Wolff-Reihe. Ich komme nur auf sechs Stunden. Dafür habe ich die Anmerkungen bereits vollständig umgesetzt und damit begonnen, den Roman noch einmal komplett auf dem Reader zu lesen, um nach Satzbaufehlern durch Satzumstellungen zu suchen. Vielleicht finde ich sogar noch ein paar (Tipp-)Fehler, die ich ausmerzen kann. Ich hatte ursprünglich mit etwa 2.000 Minuten, also schön krumm 33,33 Stunden, für die Überarbeitung gerechnet. Jetzt bin ich aber schon bei 37 Stunden. Mal sehen, wie viel noch dazukommt. Das wird auf jeden Fall eine Erfahrung für mich, sodass ich zukünftige Projekte bezüglich der Überarbeitung hoffentlich besser einschätzen kann. Das muss ich für mein Zeitmanagement wissen, wenn ich am Ende des Jahres plane, was ich im neuen Jahr alles erreichen will.
Ich kam im Herbst 2012 zur Welt und wohne bei Mama, also die Frau, die sich so nennt. Eigentlich ist das ja mein Haus und sie darf nur darin wohnen, weil ich keine Daumen habe. Sie ist ziemlich neben der Spur, aber wenn es um meine Bedürfnisse geht, hat sie es schon drauf. Sie kauft mir zum Beispiel extra drei verschiedene Geschmackssorten meines Futters und wechselt mit denen jeden Tag ab, damit es mir nicht langweilig wird. Wenn sie meine „Geschwister“, also die Chinchillas und den Hamster, füttert, bekomme ich ein paar Leckerli, damit ich nicht eifersüchtig werde. Sie hat ein Talent fürs Streicheln, nur ist ihr Timing nicht immer das Beste. Manchmal will ich doch ungestört meinen Schönheitsschlaf genießen. Aber wenn ich schon mal wach bin … Das mit dem Spielen klappt nicht so gut. Zum Glück gibt es da noch diesen riesen Kerl, der bei uns wohnt. Der kann das richtig gut. Der wedelt mit der Angel oder dem Wollfaden von Mamas letzter Häkelarbeit so toll herum, dass ich einfach darauf losgehen muss.
Gestern las ich von Thomas Franke den Roman Area 3 aus dem Verlagshaus el Gato (ISBN: 978-3-94604939-5, Umfang: 524 Seiten) fertig. Ich habe es ja erst kürzlich gekauft und ich konnte es einfach nicht erwarten.
Gestern habe ich die Anthologie Geister der Vergangenheit aus dem Verlag Torsten Low (ISBN: 978-3-96629-006-7, Umfang: 316 Seiten) fertiggelesen. Darin geht es um die guten alten Spukgestalten und Spukorte Deutschlands, die fast vergessen sind. In 23 Kurzgeschichten zerren die Autoren diese zurück ins Rampenlicht.
Ich glaube, mit Ausnahme der Loreley kannte ich keines der Gespenster oder der Spukorte. Das machte die Geschichten umso interessanter. Außerdem waren sie abwechslungsreich, auch wenn es eher selten ein Happy End gab. Aber das passte zu den Geschichten und dem Thema.