Heute kommt schon der nächste Leserückblick. Auch dieses Buch habe ich bereits im November ausgelesen. Ich habe es mir zeitgleich mit dem zweiten Teil dieser Dilogie gekauft und bin froh darüber, mit dem Kauf so lange gewartet zu haben. So konnte ich direkt mit dem zweiten Band weitermachen.
Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist das Label auf der Rückseite, das eine umweltfreundliche Herstellung des Buchs verspricht. Das ist in der heutigen Zeit ein nicht zu unterschätzender Faktor, den ich gerne für meine Bücher übernehmen will, wenn sie denn jemals gedruckt werden.
Auf die Autorin wurde ich auf der LBM 2019 aufmerksam, als ich ihre Lesung hörte. Loki in der Badewanne! Ich war neugierig auf ihre Bücher, habe mich auf der Messe allerdings so stark eingedeckt, dass ich erst vor kurzem alle dort gekauften Bücher ausgelesen habe, was leider nicht bedeutet, dass ich keine ungelesenen Bücher mehr hätte. Über ihren Twitchkanal erfuhr ich von ihren Hexenbüchern und war sofort Feuer und Flamme. Hexen sind einfach cool. Umso mehr freute ich mich über den Gutschein einer Buchhandlung im Nachbarort, mit dem ich gleich beide Teile kaufen konnte.
In der Geschichte geht es um Erin, die Geistertouren führt und dabei auf einen waschechten Geist stößt. Dadurch gerät sie in Angelegenheiten hinein, die ihr das Leben kosten, aber auch alle ihre Träume erfüllen könnten.
Direkt am Anfang sind mir die relativ kurzen Kapitel aufgefallen, wegen denen ich mehr als einmal „nur noch ein Kapitel“ weiterlas. Dabei gibt es relativ viele Perspektivträger und die kurzen Kapitel sorgen für ein rasches Tempo in der Geschichte. Obwohl ich mit vielen Figuren normalerweise meine Schwierigkeiten habe, sie auseinanderzuhalten, ist es mir hier problemlos gelungen. Ich habe sogar unbeabsichtigt diesen Stil bei meinem aktuellen Projekt übernommen und fühle mich sehr wohl damit.
Auf die Figuren bin ich geradezu neidisch, weil sie mir als sehr gelungen erscheinen. Sie sind abwechslungsreich, überraschend und teilweise muss ich sie einfach mögen. Mit Erin kann ich mich zum Beispiel identifizieren, weil ich ebenfalls eine Welt ohne Magie ziemlich öde fände. Kaito beneide ich um seine Fähigkeiten als Tarotleger. Mit Noah verbindet mich die Tatsache, dass wir beide es unseren Vätern nie rechtmachen konnten, und mit Lu, dass ich deswegen eine andere Frau sein wollte. Hinsichtlich der Figurenbildung habe ich noch einiges zu lernen und ich hoffe, dass mir die Talus-Bücher dabei ein wenig Anleitung sein werden. Es wäre mal eine Abwechslung, einen sympathischen Protagonisten zu schreiben.
Bei manchen Autoren merke ich extrem, dass sie gut darin sind, entweder Figuren oder Handlung zu schreiben. Entsprechend sind ihre Geschichten figuren- oder plotgesteuert. Das ist prinzipiell nichts Schlechtes, aber wenn man beides beherrscht, gewinnen die Geschichten davon. In diesem Fall habe ich das Gefühl, dass es so ist. Das würde jedenfalls erklären, wieso die Handlung mich derart mitgerissen hat. Vor allem das sechste Kapitel hat es mir angetan, weil ich unerwartet mit einer gruseligen Handlung konfrontiert wurde. Hätte ich es abends im Dunkeln und dann auch noch alleine gelesen, hätte ich mich anschließend definitiv nicht ins Bett gewagt.
Ich konnte aufgrund des NaNos erst kürzlich mit dem zweiten Teil anfangen und bin sehr gespannt auf das Ende! Der erste hat mir jedenfalls sehr gut gefallen und ich empfehle ihn sehr gerne weiter.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich wurde ausgerechnet im November damit fertig und da hatte ich keine Zeit, es dir vorzustellen.
Am 28. Oktober 2021 wurde in der Sendereihe „Witches on Air“ auf Radio Orange unsere Anthologie Tod des Helden vorgestellt. Wegen des NaNoWriMos komme ich leider erst jetzt dazu, dich auf die Sendung aufmerksam zu machen. Glücklicherweise kannst du sie im 

Heute Morgen habe ich meinen Hamster einschläfern lassen. Kirin war schon zwei Jahre alt und ich hatte seit ein paar Wochen den Gedanken im Hinterkopf, dass sie mich wohl bald verlassen würde. Es war gestern trotzdem ein Schreck für mich, als ich bei ihr saubermachen wollte und sie dann gerade dabei beobachtete, wie sie aus dem Hamsterklo quasi rauskullerte. Ihr Köpfchen stand leicht schief. Das sorgt meistens dafür, dass die Kleinen ihren Gleichgewichtssinn zu einem großen Teil oder sogar ganz verlieren. Sie lag kurz auf dem Rücken, sodass ich auch ihren verschmierten Hintern sah. Ich konnte erst für heute Vormittag einen Termin bei meiner Tierärztin bekommen. Dank Corona sind die Öffungszeiten nicht mehr wie früher. Sonst hätte ich noch den gesamten Nachmittag Zeit gehabt, um vorbeizukommen. Meine Befürchtung, dass sich Milben in ihren Gehörgang festgesetzt haben und ihren Gleichgewichtssinn dadurch stören, hat sich nicht bewahrheitet. Meine Tierärztin vermutete einen Hirntumor oder einen leichten Schlaganfall. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ich kam schon in die Praxis mit dem Gedanken, dass ich die Kleine nicht wieder mitnehmen würde. So ist es auch gekommen. Sie war schon so fertig, dass die Narkose fast genügt hätte, um ihr Leiden zu beenden. Ich hoffe, sie war mit dem Leben, das ich ihr geboten habe, zufrieden.