Die Veranstalter dieser Ausschreibung haben ihre Herangehensweise geändert. Statt den Sieger auf ihren Homepages zu veröffentlichen, sodass die anderen Teilnehmer dort nachlesen können, dass ihre Geschichte nicht gewonnen hat, werden jetzt zusätzlich E-Mails verschickt. Ich finde, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Da ich weiß, dass das Zeit in Anspruch nimmt, weswegen sich die Veranstalter bisher gegen diesen Zeitfresser entschieden haben, möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Danke, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, uns alle per Mail zu informieren. Ich wusste, dass ihr das dieses Jahr anders handhaben wolltet, und fühlte mich deshalb nicht in der Luft hängengelassen. Das weiß ich zu schätzen!
Du kannst es dir denken. Meine Grenze endete, bevor sie richtig begann. Meine Geschichte hat nicht gewonnen. Das ist natürlich schade. Von 88 Teilnehmern als Siegerin gekürt zu werden, ist etwas Besonderes. Außerdem hätte ich die 100 Euro Preisgeld gut gebrauchen können. Wer täte das nicht, zumal in Coronazeiten? Trotzdem ist es nicht schlimm. In meinen Anfängen war ich immer enttäuscht, wenn eine Absage kam, obwohl ich versuchte, die Angelegenheit logisch zu betrachten. Mittlerweile gehört es zu meinem Beruf dazu. Wo ich mir früher schwertat zu akzeptieren, dass ich nicht gut genug bin, empfinde ich es heute nicht mehr als Herabwertung meiner Person oder meiner Geschichte. Wieso auch? In meiner Branche regiert der Geschmack und ich habe endlich gelernt, dass ich nicht alle zufriedenstellen kann. Wenn ich das tun wollte, müsste ich irgendeinen Einheitsbrei produzieren, mit dem ich mich nicht identifizieren könnte. Da bleibe ich doch lieber individuell. Das fühlt sich gut an, sodass auch eine Absage mich nicht aus dem Gleichgewicht bringen kann. Es gibt andere Ausschreibungen. Ich werde auch wieder mehr Glück haben.
Es ist zum Mäusemelken! Unbemerkt hat sich während der Renovierung ein Kater ins Haus geschlichen. Mama und der große Kerl nennen ihn Balu. Ich kenne ihn noch von früher. Da besuchte er mich ab und zu im Flur. Aber ich habe ihn verjagt. Dachte ich zumindest. Jetzt ist er im Schlafzimmer eingezogen und bleibt völlig unbeeindruckt von meinen Versuchen, ihn zu vertreiben. Er wohnt in dem neuen Kleiderschrank von Mama und dem großen Kerl und führt mich an der Nase herum.
Er äfft mich nach, greift mit derselben Technik an wie ich und stürmt davon, wenn ich einen taktischen Rückzug einlege. Er reißt das Maul auf, wenn ich ihn beschimpfe, und es sieht aus, als wüsste er genau, was ich sagen will. Jedenfalls sind seine Maulbewegungen dieselben wie meine. Aber er muss stumm sein. Er hat noch nie einen Ton von sich gegeben. Es ist auch immer erstaunlich ruhig im Schrank. Dabei müsste ich wenigstens hören, wenn er sich auf die andere Seite dreht oder schnarcht.
Ich habe schon mehrmals die Chance genutzt, wenn der große Kerl den Schrank öffnete. Dann stürmte ich hinein, nur um einen fast leeren Schrank vorzufinden. Ich begreife nicht, wie dieser Balu so schnell sein kann. Eben sehe ich ihn noch zur Tür rausschauen und im nächsten Moment ist er wie vom Erdboden verschluckt. Soll er mächtiger sein? Göttlicher als ich?! Nur so könnte ich mir erklären, wie es ihm gelingen kann, mit mir gleichauf zu liegen oder mir sogar mal eine Nasenlänge voraus zu sein.
Aber das ist unmöglich. Wäre Balu ein höheres Wesen als ich, würden ihn meine Menschen vergöttern und mich darüber vergessen. Zugegeben, während dieser doofen Renovierung hatten sie wirklich kaum Zeit für mich. Selbst wenn ich versuchte, sie von der Baustelle wegzulocken und auf die Couch zu rufen, blieben sie unbeirrbar bei der Arbeit. Doch jetzt ist es wieder wie zuvor und das, obwohl Balu sich reingeschlichen hat. Ich weiß, dass Mama und der große Kerl ihn ignorieren und auch nicht füttern. Das beweist doch meine göttliche Überlegenheit.
Trotzdem will ich ihn endgültig schlagen. Nur richten meine Tatzenhiebe überhaupt nichts aus. Wo meine Pfote ist, ist auch seine. Es ist absolut lächerlich, wie wir uns im Kampf regelmäßig abklatschen als wären wir gute Freunde. Und dann muss ich abends zusehen, wie sich eine Kopie von Mama und dem großen Kerl zu ihm im Schrank aufs Bett legen und ihn kuscheln – genauso wie es meine Menschen dann gerade tun. Er zeigt mir mit jeder Bewegung, wie sehr er das genießt und wie gut er es doch hat. Zum Fell ausreißen ist das!
Zwölf Veröffentlichungen haben sich in den vergangenen vier Jahren angesammelt – elf Kurzgeschichten und jetzt auch eine Novelle. Mein Banner hier auf der Homepage war eine Vorschau der ersten acht, aber mit den letzten vier Veröffentlichungen sprengte es die Möglichkeiten des Bildes. 🤯 Ich hatte die Wahl, die Cover noch kleiner zu gestalten, sodass man kaum noch etwas erkennen kann, oder einen rechteckigen Block aus Covern in zwei Reihen übereinander zu gestalten, was mir nicht gefällt, oder mir etwas Neues einfallen zu lassen. Dabei war mir wichtig, dass das Banner weiterhin die Cover zeigt. Somit fiel ein Logo flach.
Mein Buch ist bald zwei Wochen auf dem Markt und es wird langsam Zeit, es anständig vorzustellen. Da beginne ich doch ganz logisch mit dem Klappentext:
Pünktlich im Oktober habe ich mit dem Buch angefangen, in dem es sich um Halloween und Samhain dreht. Da hat mein Lesetiming genau gepasst, wobei es fast schade ist, dass ich das Buch nicht erst Ende Oktober begonnen habe. Dann wäre die Stimmung noch besser unterstrichen worden. Aber jetzt bin ich für Halloween bereit. Ob wohl ein paar Kinder trotz Corona von Haus zu Haus ziehen werden?
Die Amazonen waren siegreich!!! Lag es an ihrer enormen Anzahl? An ihrer Kraft? An ihrer Waffenstärke? An ihren grimmigen Mienen? Ich weiß es nicht, aber sie haben den Sieg um den Skoutz Award errungen. The A-Files: Die Amazonen Akten wurden zur besten Anthologie gewählt und ich freue mich unheimlich darüber. Es ist ein riesiges Lob an uns Autoren, die ihr Bestes gegeben haben. Ich danke allen, die abgestimmt haben, und möchte jeden, der das Buch noch nicht gelesen hat, dazu ermutigen, es nachzuholen. Es gibt viele abwechslungsreiche Geschichten zu entdecken.