Pläne für 2022

Das Jahr hat gerade angefangen. Heute ist mein erster Arbeitstag und ich werde im Anschluss an diesen Beitrag loslegen. Zuerst möchte ich mit dir meine Pläne teilen. Ich habe viel vor, große Träume! Ob ich sie alle erreichen werde?

Da wären mein Weihnachtsroman und mein NaNo-Projekt von 2021, die jeweils bei etwa 50 % der Rohfassung stehen. Die möchte ich bis Mai beenden. Nebenbei will ich meinen NaNo-Roman von 2017 überarbeiten. Der Juni bis September stehen aktuell im Zeichen eines Hexenmeister Jakob Wolff-Romans. Spätestens im Oktober möchte ich mit dem Plotten des nächsten NaNo-Projekts beginnen. Da würde sich prinzipiell Morpheus anbieten, der bereits zu einem großen Teil steht, aber das halte ich mir zur Zeit noch offen. Im Dezember werde ich dann weiter an meinem NaNo-Projekt schreiben. So wie ich mich kenne, werde ich nebenbei auch an der ein oder anderen Kurzgeschichte arbeiten.

Wenn ich diesen Plan bis zum Ende schaffen sollte, müsste ich über 200.000 Wörter schreiben. Wie viel Arbeitszeit ich letztlich zum Plotten, Recherchieren und Überarbeiten brauchen werde, ist schwer abzuschätzen.

Mein größtes Problem wird wohl mein Ehrgeiz sein. Seitdem ich mich mit meinen Plänen beschäftigt habe, also seit gut zwei Wochen, fühle ich mich wie unter Strom. Mein Herz pocht und es flattert in meinem Bauch. Ich wollte unbedingt direkt anfangen. Dabei hatte ich prinzipiell eine Pause nötig. Ich spüre die Auswirkungen von Stress, der nur in meinem Kopf vorhanden ist. Daran muss ich arbeiten, um das Jahr überstehen zu können. Ich weiß, dass ich meine Ziele schaffen kann. Ich habe genügend Zeit dazu. Trotzdem wäre ich am liebsten sofort fertig damit. Nicht, um diese Arbeit loszusein, sondern einfach aus dem Grund, dass es mir ein Gefühl von Sicherheit geben würde. Das fehlt mir, weil ich mit meinen großen Zielen meine Komfortzone verlasse, von der ich weiß, dass ich sie spielend erreichen kann. Ich hatte vorher schon vor, TaiChi zu lernen. Ich habe auch bereits im alten Jahr damit angefangen. Meine Gefühlswelt zeigt mir, dass ich das auch bitter nötig habe. Ich kann nur hoffen, dass das Training bald anschlägt. Vielleicht wird es auch besser, wenn ich mich gleich endlich an die Arbeit setze und das erste Häppchen für dieses Jahr erledige.

Damit ich mich nicht vor meinen großen Plänen verstecken kann, habe ich mich dieses Jahr einer Autorengruppe angeschlossen, die gemeinsam an ihren Zielen arbeitet. Es ist wie ein großer NaNo, der sich über das gesamte Jahr erstreckt. Im Zusammenhang mit meinen Stressgefühlen hoffe ich, dass ich dieser Gruppe gerecht werden kann.

Du siehst, dass ich dieses Jahr mit gemischten Gefühlen beginne. Auf der einen Seite quält mich der Leistungsdruck, den ich mir selbst zufüge. Auf der anderen bin ich optimistisch, fast euphorisch, endlich loslegen zu können und 2022 zu einem ganz besonderen Jahr für mich zu machen. Wir werden am Jahresende sehen, was ich daraus machen konnte.

Jahresrückblick

2021 endet in ein paar Stunden. Das frische 2022 winkt uns schon von Mitternacht aus zu. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf das neue Jahr freue. Es fühlt sich an, als würde es mir Versprechungen vieler toller Tage zuwispern. Aber noch muss ich darauf warten, dass beide Zeiger auf der 12 landen. Zeit genug, um über 2021 nachzudenken.

Die Zahlen habe ich natürlich als erstes parat. Sie sind unumstößlich und eine Art Leitstern, um meinen Weg nicht aus den Augen zu verlieren. Ich habe 115.685 Wörter geschrieben. Das entspricht einem dicken oder zwei etwas dünneren Büchern. Die teilen sich auf ein paar Kurzgeschichten und zwei jeweils etwa zu 50% geschriebenen Romanen auf. Außerdem habe ich etwas mehr als 148 Stunden recherchiert, geplottet und überarbeitet. Das entspricht etwa 18 typischen Arbeitstagen à acht Stunden. Für mich sind es wohl eher etwas um die 50 Arbeitstagen, da ich selten länger als drei Stunden am Tag arbeite.

Wie ich am Montag bereits berichtete, ist mein geplantes Jahressoll grün. Allerdings sieht die monatliche Übersicht zu 2/3 rot aus. Die besten Monate waren der Januar (142 %), Februar (127 %), Juni (117 %) und November (337 %). Die schlechtesten Monate waren der Juli (nur 35 %) und der März (47 %). Dass ich im November richtig Gas gegeben habe, ist dem NaNo geschuldet. Wieso es in den meisten anderen Monaten so schleppend lief? Ich denke, es liegt an meiner Begeisterung für meinen Weihnachtsroman, die nach drei Monaten des Schreibens und dem Frühling vor der Haustür einfach verflogen war. Auch mein Eifer für Morpheus, der immer noch in der Planung steckt, obwohl ich schon so viele Stunden hineingesteckt habe, versandete, weil ich mit dem Roman nicht beginnen wollte, ehe ich mit dem Weihnachtsroman fertig bin. Jetzt ist beides nicht fertig und ich habe im NaNo einen völlig anderen Roman angefangen. Ich glaube, das hatte ich auch gebraucht. Nicht, dass ich mich mit den anderen beiden Projekten in eine Ecke manövriert hätte, aber ich beschäftigte mich schon so lange mit ihnen, dass ich Abwechslung von ihnen brauchte.

Aber das sind nur Zahlen und diffuse Gefühle. Was habe ich im vergehenden Jahr beim Schreiben erlebt? Wenn ich mir diese Frage stelle, ist mein Gehirn erst einmal wie leergefegt.

Langsam ploppt die Erinnerung daran auf, wie viel Freude ich dabei hatte, endlich meine vor zwei Jahren extra für diesen Zweck gekauften Tarotkarten auszupacken und meinen NaNo-Roman zu entdecken. Ich habe mich dabei an meine Teenagerzeit zurückerinnert, als ich noch an die Magie der Karten glaubte und wissen wollte, was die Zukunft für mich bereithält. Obwohl ich mir nur die Idee für einen Roman erhoffte, war der Moment definitiv auf seine Weise magisch. Die gesamte Entstehung dieses Romans steckt für mich voller Magie.

Dann ist da der Umzug vom Wohnzimmer ins Büro und somit an einen halbwegs anständigen Arbeitsplatz. Mein Schreibtisch war mit seinen 80 cm Breite und 45 cm Tiefe nicht wirklich geeignet, um einen 15 Zoll TFT und ein 15,6 Zoll Notebook neben ein paar anderen Sachen zu beherbergen. Trotzdem war es erst einmal eine extreme Erleichterung für mich, weil mich mein Notebook nicht mehr ständig daran erinnerte, dass ich arbeiten könnte oder sogar müsste. Heute habe ich einen größeren Schreibtisch mit vielen Extras. Ich gehe bewusst zum Arbeiten ins Büro und mache bewusst Feierabend. Noch übe ich, mich während meiner Arbeitszeit nicht so viel von anderen Dingen ablenken zu lassen, aber die Versuchungen sind hier geringer.

Wie oft hat Ghizmo mich bei der Arbeit besucht, schaute vom Boden verzweifelt zu mir auf und maunzte kläglich? Das Zeichen für mich, die Tastatur vom Schoß zu nehmen, damit er sich darauf kuscheln und von mir kraulen lassen konnte. Wie oft hat er mich dabei aus dem Schreibfluss gerissen? Viel häufiger hat er mich einfach nur noch mehr ausgebremst, als es mein langsames Hirn eh schon tat. Ich kann ihm dafür nicht böse sein. Er hängt an mir und ist nicht gerne allein. Es ist auch kein Problem mehr, seitdem ich meine Geschichten diktiere. Da kann ich „weiterschreiben“, während er genussvoll schnurrt. Nur beim Recherchieren, Plotten und Überarbeiten „stört“ er noch, wenn er sich seine Aufmerksamkeit verlangt. Dabei brauche ich einfach beide Hände frei, um Maus und Tastatur zu bedienen. Auf das Gefühl der Tasten unter den Fingern kann ich bei diesen Aufgaben nicht verzichten.

Was mir bitter aufstieß war die Erkenntnis, dass man beim Diktieren nicht naschen kann. Wenn ich ein Gummibärchen nach dem anderen in den Mund stecke, ist derselbe immer voll, sodass die Software mich eher schwer versteht. Ich mag mit vollem Mund auch gar nicht reden. Ich will dann die Süßigkeiten genießen. Das bedeutete für mich den Abschied meines geliebten Zuckers beim Schreiben. Den gibt es nur noch als Zusatz im Tee, wenn ich mir mal welchen koche. Meine Fettpolster weinen der alten Zeit immer noch hinterher. Die Waage findet es dagegen klasse.

Ach, da wäre auch noch mein teilweise erschüttertes Vertrauen in mein Unterbewusstsein. Wann immer ich auf eine Kurzgeschichtenausschreibung stieß, an der ich teilnehmen wollte, aber noch nicht wusste, was ich dafür schreiben könnte, hat mir mein Unterbewusstsein innerhalb weniger Wochen normalerweise eine Idee ausgespuckt. Dieses Jahr hat es sich geweigert. Mumien waren ihm zu trocken? Oder hat es generell eine Aversion gegen sie? Dabei sind sie hochinteressant. Nach nur etwas Recherche hatte ich genug Material, um damit gleich zwei Kurzgeschichten zu schreiben. Rückblickend bin ich sogar total erstaunt, in welcher Geschwindigkeit ich diese auch noch schrieb. Das ist zwar kein Indiz für deren Qualität oder Spannungsfaktor, aber es fühlte sich verdammt produktiv und erfolgreich an.

Ähnlich war es bei der Überarbeitung von Drachenherz. Was habe ich mich anfänglich damit gequält! Überarbeiten war mir von Anfang an die verhassteste Aufgabe am Autorendasein. Das änderte sich enorm, als ich erst einmal die Hälfte dieses Romans durch hatte. Dabei gab es noch so viele Szenen zu ergänzen, was mich zusätzliche Zeit kostete. Es ist immer noch nicht meine liebste Arbeit, aber ich habe meinen Frieden mit ihr gemacht. Ich verabscheue sie nicht und ich habe auch keine Angst mehr vor ihr. Ein wenig kann ich mich sogar darauf freuen, zu sehen, wie meine Geschichten dadurch besser werden. Dafür bin ich 2021 dankbar. Das ist eine wertvolle Lektion.

Ich könnte mit meinen Geschichten wohl den Abend bis Mitternacht füllen. Wenn mein Gehirn erst einmal angefangen hat, das Jahr zu reflektieren, kommen die schönen Erinnerungen immer schneller. Aber ich will dich zu deinen Lieben zurückkehren lassen, mit denen du hoffentlich Silvester verbringst. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und bis dahin vielleicht auch etwas Zeit, um über 2021 nachzudenken. Es war nicht alles schlimm. Versprochen.

Lesevorstellung „Talus – Die Magie des Würfels“

Für den zweiten Teil hatte ich mehr Zeit, weil ich über die Feiertage Urlaub mache, und ich habe ihn mit Freude verschlungen. Ich war einfach zu gespannt, wie die Geschichte um Erin und die Unterwelt weitergeht, nachdem der Würfel gefallen ist.

Das Buch beginnt nur etwa zwei Wochen nach dem Ende des ersten. Diese Nahtlosigkeit hat mir gefallen, da ich es beispielsweise bei den Harry Potter-Büchern immer schade gefunden hatte, dass man von den Sommerferien kaum etwas mitbekam. Dabei machten die Wochen zuhause bei seiner Familie einen wichtigen Teil von Harrys Persönlichkeit aus.

Effektiv oder zumindest für mich geht es im zweiten Teil darum, herauszufinden, ob der eigene Herzenwunsch wirklich in Erfüllung gehen muss. Viel zu oft machen wir uns keine Gedanken um die daraus resultierenden Konsequenzen. Wie würde zum Beispiel eine Welt aussehen, in der meine Mutter noch lebt? Natürlich wäre es schön, sie um mich zu haben, aber wäre sie über dieses Leben in Coronazeiten und ohne ihren Mann glücklich? Würde das leere Haus sie nicht erdrücken? Oder würde meine Schwester noch im Saarland wohnen, womöglich zuhause bei unserer Mutter? Was hätte das für unsere Entwicklung bedeutet? Wäre ich in psychologische Behandlung gegangen, die ich rückblickend dringend gebraucht habe? Oder würde ich mich immer noch auf meine Mutter verlassen, hätte nie meinen Mann kennengelernt und geheiratet? Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich „glücklich“ zuhause leben und der falschen Arbeit nachgehen würde, obwohl mein Unterbewusstsein gegen meine tauben Ohren schreien würde, dass mir etwas fehlt. Damit muss sich auch Erin auseinandersetzen und das auf eine Art, die mir den Atem verschlug. Ein schöner Plottwist, völlig unerwartet und doch passend – zugleich ein Denkanstoß an die unzufriedenen Menschen, die glauben, nur mit der Erfüllung ihres Herzenswunsches glücklich/wertvoll/etc. zu sein!

Ich liebe die Welt, die die Autorin zum Leben erweckt hat. Ich liebe es, dass die Geschichte einen zufriedenstellenden Abschluss hat und trotzdem in meinen Gedanken weitergehen kann. Ich bin traurig, dass diese Welt nicht wirklich existiert. Genauso wie Erin wäre ich unheimlich gerne eine Hexe. Welchem Zirkel ich wohl angehören würde? Ich mag Tarotkarten und mag die Farbe lila, die dem Tarotzirkel zugeordnet wird. Aber ich fände auch die Runenmagie reizvoll. Zugleich bin ich froh, nicht in der Unterwelt voller Intrigen leben zu müssen. Ich wäre nicht dazu fähig, dort zu überleben. Dazu bin ich zu ehrlich. Letztlich gönne ich der Autorin den Bestsellertitel für Talus 2. Sie hat ihn meiner Meinung nach verdient.

Schreibupdate – 27.12.2021

In der letzten Woche erreichte ich endlich mein Jahressoll! Ich liege sogar mit 0,028% über dem, was ich erreichen wollte. Ok, es wäre mehr geworden, wenn es um die Feiertage nicht noch so stressig geworden wäre. Trotzdem, nach der Zitterei um Mitte 2021 bin ich einfach nur erleichtert und sehr stolz.

Dafür habe ich fast drei Stunden an meinem NaNo-Projekt gearbeitet. Der Plot steht! Jetzt kann ich im neuen Jahr weiterschreiben, ohne dass ich noch einmal wegen der Planung stoppen muss.

Ansonsten habe ich mein NaNo-Projekt von 2017 weitergelesen. Nur etwas mehr als eine halbe Stunde, die ich mir auch nur zu 50% angerechnet habe, aber da ich nächstes Jahr mit der Überarbeitung dieses Romans beginnen will, ist das wichtig, um zu wissen, worauf ich achten muss. Es ist ja schon lange her, seitdem ich mich das letzte Mal mit dem Projekt beschäftigt habe, sodass ich nicht mehr genau weiß, was alles darin passiert. Es ist also auch spannend, zu lesen, was ich vor vier Jahren geschrieben habe.

Die letzten Tage von 2021 werde ich nicht mehr arbeiten. Ich werde morgen geboostert, weswegen ich zweifle, dass ich dann einen Kopf dafür haben werde. Das ist ok. Ich wollte sowieso zwischen den Feiertagen Urlaub machen und Kraft nach dem anstrengenden NaNo und überhaupt einem ereignisreichen Jahr 2021 tanken.

Frohe Weihnachten!

Endlich ist es soweit! Weihnachten! Es ist das schönste Fest im Jahr, jedenfalls, wenn du mich fragst. Schöne Dekorationen, überall Lichter, wenn ich abends durchs Dorf fahre, Vorfreude schon Wochen zuvor, Heimlichkeiten, Zeit mit meinen Liebsten, Ruhe für all die schönen Dinge, die sonst zu kurz kommen, gutes Essen und Geschenke – kein anderes Fest kann da mithalten. Na gut, kein anderes bereitet mir auch so viel Kopfzerbrechen, weil es da immer ein paar Personen gibt, für die mir einfach nichts einfallen will, mit dem ich ihnen eine Freude bereiten kann. Aber bisher ging es immer gut.

Ich wünsche dir frohe Weihnachten!

Büro 2.0 – Endresultat und Vorstellung meiner kleinen Muse

Letzte Woche zeigte ich dir den vorläufigen Stand meines Arbeitsplatzes. Mittlerweile bin ich fertig, sodass auch meine Hamstermuse mich zur Arbeit begleiten kann.

Ich muss nur noch Futternapf und Wasserflasche füllen und sie kann sich zum Ausruhen dorthin begeben. Allerdings ist die Kleine, die letzten Freitag eingezogen ist, noch sehr scheu. Sie muss noch lernen, dass alles in Ordnung ist, wenn ich in ihre Nähe komme. Aber das ist in Ordnung.

Ergonomie am Arbeitsplatz wird von mir natürlich berücksichtigt. Ich habe die Wahl, entweder hoch genug am Tisch zu sitzen oder korrekt mit den Füßen auf dem Boden. Nein, das ist nicht richtig, denn ich kann beides dank des schwarzen Dings unter meinem Schreibtisch haben. Die Fläche ist sogar beweglich, sodass ich mit den Füßen wackeln kann, und sie hat Noppen und in der Mitte Massagerollen, dank denen ich meine Füße nebenbei massieren kann. Das ist doch Luxus pur am Arbeitsplatz!

Und hier kommt meine Muse. Ich habe sie Musa getauft, was sogar Muse bedeutet. Sie klettert gerne die Gitter hoch und lässt sich anschließend runterfallen. Natürlich, schließlich kann sie sich nicht halten, wenn sie mit dem Kopf voran wieder runterklettern will. So war noch jeder meiner Hamster. Sie rennt auch wahnsinnig schnell im Rad. Ich habe noch keinen Goldhamster so schnell laufen sehen. Ich habe echt Probleme, ihre Beinchen dabei zu verfolgen. Außerdem buddelt sie gerne. Sie hat sich hinter dem Hamsterbad ein kleines Loch geschaufelt, in das sie sich kuschelt und schläft. Es ist der perfekte Platz, weil ich durch die seitliche Plexiglasscheibe und durch einen Spalt zwischen Klappe und Käfigrahmen genau dorthin schauen kann. Es ist so niedlich, wie die Kleine dort wie eine Pelzkugel zusammengerollt liegt und schläft. Und jetzt hoffe ich, dass ich sie bald an meine Hand gewöhnt kriege, um ihr die Wunder der großen weiten Welt, also unserem Zuhause, zu zeigen.

Schreibupdate – 20.12.2021

Die vergangene Woche war recht arbeitsam. Ich arbeitete gleich an drei Projekten, schrieb 3.943 Wörter, plottete über anderthalb Stunden und überarbeitete eine gute halbe Stunde. Dabei habe ich natürlich am Wochenende nicht gearbeitet, zumindest nicht an meinen Projekten, und auch am Donnerstag war ich wegen eines Termins nicht dazu gekommen.

Angefangen hat es mit der halbstündigen Überarbeitung für die Kurzgeschichte, die ich für das Duell im Schreibforum geschrieben hatte. Ja, besonders viel Zeit habe ich da nicht investiert. Insgesamt gerade einmal anderthalb Stunden. Allerdings war sie stilistisch schon ganz gut, brauchte lediglich noch ein paar Beschreibungen, damit man ihr besser folgen kann. Wie gut ich beim Duell mit dieser Schnellschusskurzgeschichte abschneiden werde, werde ich Anfang Januar erfahren. Ich bin gespannt auf das Ergebnis, da es mir etwas über die Qualität meiner Arbeit sagen wird. Sind meine Geschichten auch ohne großartige Überarbeitung gut? Oder muss ich noch mehr an mir arbeiten? (Man arbeitet nie zu viel an sich selbst, aber ich will wissen, wie gut ich mittlerweile bin.)

Direkt im Anschluss an die Überarbeitung folgte das einstündige Plotten meiner zweiten Mumiengeschichte für die Ausschreibung. Mich hatte einfach eine Information zu Mumien dermaßen gefesselt, dass ich sie in eine Geschichte einarbeiten musste. Voller Begeisterung begann ich noch am selben Tag mit dem Schreiben und endete am dritten Tag mit den oben erwähnten 3.943 Wörtern. Genauso wie die erste Mumiengeschichte werde ich mich an die Überarbeitung erst im Januar wagen, um Abstand zum Text zu gewinnen. Da werde ich mich ranhalten müssen. Schließlich will ich im Januar wieder an meinem NaNo-Roman schreiben. Eine Kurzgeschichte nebenher zu überarbeiten, ist da keine große Sache, aber gleich zwei wird wohl eine Herausforderung. Ich bin allerdings optimistisch, da ich dann hoffentlich ausgeruht aus meinem Weihnachtsurlaub zurück an den Schreibtisch kehre.

Die letzte halbe Stunde Plotten ging wieder an meinen NaNo-Roman. Er ist faszinierend. Ich habe im Dezember zwar bisher nur an vier Tagen daran geplottet, bei den letzten beiden Malen dachte ich aber immer, dass ich „heute“ endlich damit fertig würde. Ich habe mich beide Male getäuscht, weil sich dann doch wieder etwas entwickelte, das sich erst auflösen musste, ehe ich zum Schluss kommen konnte. Diesen Plot zu beenden, steht ganz groß auf meiner Liste der zu erledigenden Dinge für 2021. Ich will definitiv 2022 mit dem Schreiben einläuten. Da ich geplant habe, spätestens am Abend des kommenden Mittwochs in den Urlaub zu entschwinden, muss ich dieses Ziel endlich erreichen.

Zuguterletzt ist da ja noch das Ziel für 2021. Du erinnerst dich sicher, dass ich mir für dieses Jahr vornahm, 180.000 Wörter oder 420 Stunden Überarbeitung und Plotten zu erreichen bzw. eben eine Mischung daraus. Mir fehlen nur noch 0,6 % für mein Jahresziel. Klar, das entspricht noch einigen tausend Wörtern oder einigen Stunden Arbeit, aber bis einschließlich Mittwoch muss ich das einfach schaffen. Davon bin ich überzeugt, nachdem ich mir in den letzten zwei Wochen selbst bewiesen habe, dass ich drei Kurzgeschichten mit insgesamt über 9.000 Wörtern plotten, schreiben und zum Teil auch noch überarbeiten kann – mal davon abgesehen, dass ich nebenbei immer wieder an meinem NaNo-Projekt plottete. Ich habe auch vor, alles daran zu setzen, um das Ziel, das zwischenzeitig aufgrund meines Fehlers in der Berechnungsgrundlage unmöglich erschien, zu erreichen.

Adventskalender – 18. Türchen – Ein Roman zum Puzzlen

Marianne und ich kennen uns seit fünf Jahren über das Forum der Geschichtenweber und haben schon ein paar Mal zusammengearbeitet. Nun hat sie ihren Debütroman, einen Krimi/Thriller mit dem Titel Vernetzt, bei p.machinery veröffentlicht. Logisch, dass ich mich an der ungewöhnlichen Art der Vermarktung beteilige!

E-Book und Softcover werden am 24.12.2021 im Handel und über den Verlag zu beziehen sein, aber bereits ab dem ersten Dezember können interessierte Leser sich Kapitel auf fremden Webseiten herunterladen und erst am Heiligen Abend das komplette E-Book über den Verlag beziehen. So also auch über meine Homepage. Was für eine schöne, ausgefallene Idee!

Marianne Labisch – Vernetzt

Du sollst Marianne natürlich auch näher kennenlernen. Hier also ihre Vita:

Marianne Labisch erblickte 1959 als Sonntagskind in München das Licht der Welt und wuchs in NRW, mitten im Ruhrpott, auf. Als sie im Vorschulalter von grünen Zwergen auf der anderen Straßenseite berichtete, kam die Mutter zum Schluss: Zu viel Fantasie.

Marianne fuhr fort, im Abstellraum Raketen zu bauen, mit denen sie zum Mond reisen wollte, und glaubte daran, dass man mit Regenschirmen fliegen kann. Später entdeckte sie Stephen King und wollte ihm nacheifern. Ein feiner Humor, der sich gerne überall ungefragt breitmachte, verhinderte, dass sie im Horrorbereich Fuß fasste. Daher widmet sie sich inzwischen überwiegend der Science-Fiction und der Fantasy.

Seit 2010 werden ihre Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. 2015 wurde »Revenge«, die erste Kurzgeschichte, die sie unter dem Pseudonym Diane Dirt schrieb, für den Deutschen Science-Fiction-Preis nominiert.

Außerdem ist sie seit 2015 als Lektorin, Herausgeberin und Illustratorin tätig. Marianne Labisch ist Mitglied der Autorengruppe Phantastischer Oberrhein und bereitet derzeit ein Magazin für den Wurdack Verlag vor, das sie gemeinsam mit Gerd Scherm im Winter herausgeben wird. Sie lebt mit ihrem Mann in Baden-Württemberg.

Weitere Infos auf: mluniverse.wordpress.com

 

Das ist eine nette Vorstellung, aber für mich ist Marianne noch mehr. Sie ist eine Inspiration. Ohne ihre Mitarbeit an echt tollen Projekten wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Wer weiß, ob ich mich überhaupt noch einmal getraut hätte, meine Texte zu zeigen oder einem Verlag anzubieten? Sie war eine der Herausgeberinnen der Bilder einer Ausstellung, bei der ich meine erste Kurzgeschichte nach langer Pause auf Anfrage von Marco Habermann einreichte. Ihr Lektorat für meine Kurzgeschichte machte mir Mut, nachdem ich ihn bereits verloren hatte. Ich bin ihr unendlich dankbar, dass sie den Kontakt zu mir hält, obwohl das nicht besonders einfach ist, da ich mich gerne vor anderen Menschen einigele. Ich war so überrascht, froh und gerührt, als sie mich wegen der Residenz in den Highlands anfragte. Da muss ich doch etwas richtig gemacht haben bei unserer ersten Zusammenarbeit. Sie ist ein ruhiger, besonnener Mensch, bei dem ich mich wohlfühlen kann, obwohl sie viel mehr Erfahrung beim Schreiben hat als ich. Unsere gemeinsame Lesung auf dem BuCon 2019 war toll und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen und wieder gemeinsam vorlesen können!

Büro 2.0

Nachdem ich beschlossen hatte, zukünftig nicht mehr auf der Couch zu arbeiten, sondern im Büro, saß ich an einem 80 cm breiten Schreibtisch und musste mit meinem Platz haushalten. Trotzdem war es ein angenehmeres Arbeiten, weil ich wusste, dass ich Feierabend hatte, wenn ich es irgendwann nachmittags auf die Couch schaffte. Sowohl meinem Mann als auch mir war es jedoch wichtig, das Büro eines Tages besser ausnutzen zu können. Der erste Schritt dazu ist getan.

Das ist doch gleich eine ganz andere Hausnummer. Es liegt noch nicht alles an seinem Platz, weil wir auf die Ordnungssysteme warten, aber die sollen diese Woche eintreffen. Sobald ich die aufgestellt und eingeräumt habe, wird mehr Schreibtischfläche frei sein. Dort, wo aktuell die Teekanne steht, werde ich den ausrangierten Hamsterkäfig aufbauen. Der ist für die Haltung von Hamstern zu klein, aber als „Sommerresidenz“ vollkommen ausreichend. So kann ich ihn ab und zu mit ins Büro nehmen und mit ihm spielen, während ich arbeite, und ihn für kurze Zeit in den Käfig lassen, sollte er zum Beispiel Hunger bekommen oder müde werden.

Schreibupdate – 13.12.2021

Das Ende von 2021 rückt in greifbare Nähe. Die Hälfte meines Arbeitspensums für diesen Monat habe ich bereits hinter mir und ich plane, den Rest noch vor Weihnachten zu erledigen, um anschließend in meinen wohlverdienten Weihnachtsurlaub zu verschwinden. Ich träume von viel Zeit zum Lesen, Spielen und Beschäftigen mit meinen Tieren. Idealerweise turnt bis dahin wieder ein Hamster im Käfig herum und muss an die Hand gewöhnt werden.

An meinem NaNo-Projekt habe ich in der vergangenen Woche 79 Minuten lang geplottet. Theoretisch bin ich nur noch verhältnismäßig wenige Kapitel vom Ende entfernt. Vermutlich werde ich erst nächstes Jahr dazu kommen, das Geplante zu schreiben. Ich freue mich schon sehr darauf, die Wandlung von Nalin zu erleben.

Für ein Kurzgeschichtenduell habe ich eine Stunde und fünfzehn Minuten überarbeitet. Die Anzahl der Wörter kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht nennen. Ich glaube zwar nicht, dass jemand aus der Jury hier mitliest, aber prinzipiell könnte man mich anhand der Wortzahl identifizieren. Da ich das Ergebnis nicht beeinflussen will, bleibt das also mein Geheimnis.

Für die Ausschreibung The M-Files: Die Mumien Akten habe ich 73 Minuten lang recherchiert und geplottet und 3.634 Wörter geschrieben. Abgabetermin ist am 31.01.2022. Ich will erst im neuen Jahr mit der Überarbeitung beginnen um noch etwas Abstand zum Text zu gewinnen. Prinzipiell ist dazu genug Zeit. Bis dahin schreibe ich an einer zweiten Idee für diese Ausschreibung, weil mir bei der Recherche gleich zwei Dinge gut gefielen, die mit Mumien zu tun haben. Ich bin jetzt schon gespannt, ob eine dieser Geschichten beim Verlag gut ankommt. Dafür, dass ich seit dem Sommer von der Ausschreibung weiß und mir einfach nichts dazu einfallen wollte, fühle ich mich jetzt sehr inspiriert und wünsche mir, dass eine der Geschichten genommen wird.