NaNoWriMo – Tag 1

Der erste Tag ist geschafft! Nach ungefähr zwei Stunden habe ich 1.669 Wörter geschrieben. Es war eine ziemliche Überwindung, nicht schon nach 1.000Wörtern aufzuhören. Ich bin jetzt ziemlich geschafft und freue mich darauf, gleich auf meine Couch zu verschwinden. Aber noch bin ich nicht zu müde, um mein Versprechen zu vergessen. Hier folgt der Textschnipsel, der gut für das erste Kapitel steht. Vorsicht! Es ist eine reine Rohfassung. Ich habe nur einmal drüber gelesen, um die schlimmsten Fehler, die die Diktatsoftware reingemogelt hat, zu entfernen.

 

»Ankor geht mir dermaßen auf die Nerven!«, rief Hiva und warf ihre Arme nach oben. Aufgebracht lief sie im weiten Nichts des Alls auf einem nicht existenten Boden auf und ab.
Allmählich beruhigte sie sich und merkte, dass Loran nicht reagierte. Er saß im Schneidersitz in der Schwärze, die Ellenbogen auf die Beine und das Kinn auf den gefalteten Händen gestützt, da und starrte auf den Planeten vor sich. (…)
Sie trat hinter ihn und schlang ihre Arme um seinen muskulösen Oberkörper. »Liebling?«, flüsterte sie. (…)
Sanft strich er mit dem Daumen über ihre Hand auf seiner Brust. »Es wäre auch möglich, dass der Prinz seinen eigenen Weg findet, wenn sein Vater erst einmal beseitigt ist.«
Hiva schüttelte langsam den Kopf. »Ich glaube nicht, dass Krieg die Lösung ist. König Ankor ist nicht das einzige Problem. Es herrschen Intrigen und Unzufriedenheit unter den Menschen. Das muss ein Ende haben.«
»Was schlägst du vor?«
Sie küsste ihn auf die Schläfe. »Gib mir etwas Zeit, Liebster.«
Er zog sie zu sich herunter auf seinen Schoß und vergrub die Nase an ihrem Hals. »Wieder eine deiner sonderbaren Ideen?«
Sein Atem kitzelte ihre Haut und sie kicherte leise. Scheinbar besserte sich seine Stimmung gerade. Sie schmiegte sich in seine Umarmung und murmelte: »Du weißt, das sind die besten.«
Während sich ihre Lippen zu einem Kuss trafen, schickte Hiva die Magie auf die Reise ins Königreich Devara.

 

Noch der Vollständigkeit halber: Letzte Woche habe ich neun Stunden damit verbracht, meinen Plot so aufzudröseln, dass ich weiß, was in welchem Kapitel vorkommen soll. Ich bin noch nicht fertig, aber ich habe alles bis Kapitel 30 vorbereitet. Ob die Aufteilung der Kapitel so bleibt, werde ich erst später sehen, aber ich kann damit fürs Erste arbeiten. Wenn ich zwischendurch etwas Zeit übrig habe, werde ich die folgenden Kapitel auch noch vorbereiten.

Leserückblick „Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben“

Wieder konnte ich einen Schreibratgeber beenden. Dieser hier wurde mir von einigen Autoren empfohlen. Fünfzig Werkzeuge für gutes Schreiben – welcher Autor braucht die nicht?

Das Buch ist in vier Teile unterteilt. Der erste Teil beinhaltet zum Beispiel die richtige Grammatik eines Satzes, wie man durch die richtige Platzierung eines Wortes die gewünschte Betonung erzielt und welche Möglichkeiten die Zeichensetzung bietet. Der zweite Teil konzentriert sich auf Spezialeffekte, Wirkungen von Schlüsselwörtern oder der Umgang mit Klischees. Im dritten Teil geht es um das Planen von Geschichten. Cliffhanger, die Spannung erzeugen, Dialoge, die die Handlung voranbringen, oder auch Ereignisse, auf die die Handlung sich hin bewegt, können geplant werden. Im vierten und letzten Teil geht es um nützliche Gewohnheiten wie zum Beispiel Zielvorgaben, Recherche oder auch der Umgang mit Kritik. Jeder Punkt wird in einem Kapitel abgearbeitet und beschreibt eines der Werkzeuge.

Es ist ein wahres Mitmachbuch. Nach jedem Kapitel folgen Aufgaben, die sich entweder mit dem eigenen Text oder den Texten anderer beschäftigen, um das soeben Gelesene umzusetzen bzw. besser zu verstehen.

Ich bin nicht der Typ für solche Aufgaben. Ich habe sie mir durchgelesen und ignoriert. Auch die Werkzeuge sind nett, bringen mir als fortgeschrittene Autorin jedoch wenig. Dieses Buch richtet sich an Anfänger. Ich hätte es viel früher lesen müssen, um mir das, was in dem Buch steht, nicht selbst erarbeiten zu müssen. Das Buch ist meiner Meinung nach gut, fiel mir jedoch schlicht zu spät in die Hände. Wie das Leben eben so spielt.

Überraschung im NaNoWriMo

Autoren achten normalerweise penibel darauf, möglichst wenig über ihre Romane zu erzählen, damit ihre Ideen nicht geklaut oder kopiert werden. Ich mache mir da zwar wenig Sorgen, weil die Details die Geschichten ausmachen, hielt mich bisher jedoch auch immer sehr bedeckt.

Nun dauert es ja nicht mehr lange, bis der NaNo beginnt. Ich habe mir da eine kleine Überraschung ausgedacht. Bei meinem NaNo-Roman möchte ich etwas Neues ausprobieren. Ich möchte jeden Tag, an dem ich geschrieben habe, berichten, was ich geschrieben habe. Auch kurze Textschnipsel möchte ich vorstellen, wenn mir eine Stelle gut gelungen erscheint. Diese Schnipsel werde ich nicht überarbeiten, ehe ich sie hier einstelle. Es sind reine Rohfassungen. Keiner soll denken, dass Autoren, egal ob erfahren oder am Anfang ihrer Karriere, fertige Romane tippen können.

Ich stelle mir das aus Lesersicht spannend vor. Hätte ich diese Möglichkeit vor zwanzig Jahren gehabt, hätte ich diese Beiträge fieberhaft verfolgt. Vielleicht hätte ich mich dann schon früher an das Schreiben herangetraut, statt Autoren auf ein Podest zu stellen.

Jeder ist herzlich willkommen, mitzulesen und auch seine Gedanken zu den Texten mitzuteilen.

Schreibupdate – NaNoWriMo, die 10.

Das Ende der Vorbereitungsphase ist in Sicht! In der vergangenen Woche habe ich meine Recherche abgeschlossen. Ich habe das Projekt in meinem Autorenprogramm angelegt, das Dokument in Normseiten formatiert und mit den Figurendatenblättern begonnen. Alle mir bisher bekannten Figuren haben ein Foto, das ihnen ähnlich sieht. Das wird mir später beim Schreiben helfen, wenn ich ihr Aussehen oder ihre Mimik beschreiben muss. Insgesamt hat mich diese Arbeit letzte Woche sechs Stunden Zeit gekostet.

Jetzt fehlen mir noch die Hintergründe zu meinen Figuren. Die kenne ich aktuell nur von zwei Figuren ziemlich gut. Dafür werde ich noch viel Zeit brauchen, aber ich hoffe, dass es mir diese Woche noch gelingt, diese Aufgabe zu beenden.

Generell muss ich mehr Zeit zum Arbeiten finden. Ich habe mich zwar in den letzten Wochen zeittechnisch steigern können, aber das reicht noch nicht, um täglich (werktags) auf 2.381 Wörter zu kommen und damit am Ende des Novembers 50.000 Wörter im Manuskript stehen zu haben. Ich kann nur hoffen, dass ich mich mehr reinhänge, wenn der November beginnt und ich endlich mit dem Schreiben starten kann. Die Chancen stehen gut, da das Schreiben immer noch die schönste Aufgabe beim Erstellen einer Geschichte ist.

Leseückblick „Sturm der Verbannten“

Dieses Buch ist ein besonderes Buch. Der Verlag vertreibt es eigentlich als Taschenbuch. Ich habe mir jedoch eine der auf fünfzig Stück limitierten Hardcover geleistet. Es sieht nicht nur schick aus, sondern liegt auch gut in der Hand.

Egal ob Taschenbuch oder Hardcover, es geht darin um das mörderische Volk der Cric, das einst von den übrigen Völkern und Göttern verbannt wurde. Doch der Bann, der sie in der Verbannung hielt, ist gebrochen, und sie gehen wieder auf die Jagd.

Noch bevor man das Buch aufschlägt, fällt auf, dass es anders ist. Der Seitenschnitt wirkt grau. Öffnet man das Buch, sieht man direkt, woher der graue Seitenschnitt stammt. Alle Seiten besitzen einen schwarzen Rahmen. Wenn man dann durch die Seiten blättert, stößt man auf einzelne Porträts der Figuren, die aus der Feder der Autorin stammen. Das wertet das Buch für mich auf. Ich mag einfach Bilder in Büchern.

Die Geschichte selbst ist spannend erzählt und birgt Überraschungen. Es fiel mir leicht, in die Handlung einzutauchen. Mein einziges Problem war, dass relativ viele Figuren darin vorkommen. Das ist jedoch kein Fehler der Autorin, sondern liegt rein daran, dass ich mit so vielen Figuren etwas überfordert bin. Andere haben damit keine Schwierigkeiten. Eine kurze Übersicht der Figuren am Anfang oder Ende des Buches wäre für mich vielleicht hilfreich gewesen, war aber eigentlich nicht notwendig. Prinzipiell erinnerte ich mich aufgrund der Handlung recht schnell daran, welche Figur sich hinter dem jeweiligen Namen verbirgt. Beim Herr der Ringe hatte ich definitiv größere Probleme.

Da die Figuren verschiedenen Völkern angehören, besitzen sie unterschiedliche Talente und auch Ansichten. Das sorgt teilweise für Spannung zwischen den Figuren und es machte mir Spaß, zu beobachten, wie sie damit umgehen. Zu genau darf ich auf sie nicht eingehen, weil ich sonst Teile der Geschichte verraten würde. Ich mochte allerdings die Adler, die groß genug sind, dass man auf ihnen fliegen kann. Auch der Sohn des Windes ist eine meiner Lieblingsfiguren.

Mir bescherte dieses Buch einige unterhaltsame Stunden voller Staunen über diese fremde Welt. Das Worldbuilding ist es wert, besucht zu werden.

Finale Wahl beim Skoutz-Award

Endlich ist es soweit! Bald wissen wir, wer gewonnen hat. Leider kam die E-Mail mit der Aufforderung zur letzten Abstimmung erst am 15. Oktober bei mir im Postfach an. Ein computerfreies Wochenende und viel Trubel am Montag und Dienstag sorgten dafür, dass ich mich erst heute mit der Mail beschäftigen konnte. Dumm gelaufen. So konnte ich nicht auf die Wahl aufmerksam machen und auch selbst keine Stimme abgeben.

Trotzdem wird es jetzt noch einmal richtig spannend. Anfang November werden wir erfahren, wer die glücklichen Gewinner des Skoutz-Awards sind. Da ich mich dann mitten im NaNo befinde, weiß ich nicht, ob ich die Verleihung verfolgen kann bzw. das Ergebnis zeitnah mitbekomme. Umso mehr heißt es Daumen drücken für unsere Drachen, die es in die finale Auswahl geschafft haben. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn diese Anthologiereihe wieder gewinnen würde!

Schreibupdate – NaNoWriMo, die 9.

Nur noch zehn Arbeitstage bis zum NaNo! Ich kann es kaum noch abwarten. Zugleich habe ich noch so viel zu tun! So viele Recherchetabs sind zu sichten, Informationen daraus für meinen Roman zu notieren und meine Figuren und die Details meiner Geschichte kenne ich auch noch nicht vollständig.

Fast sechs Stunden habe ich letzte Woche mit Recherche verbracht. Viel zu wenig für das, was ich noch vor mir habe. Allerdings hege ich die Hoffnung, diese Woche einiges zu schaffen. Ich habe keine Termine und die Nachmittage zum Schreiben frei. Das will ich nutzen, damit ich nächste Woche nur die Feinheiten erarbeiten muss. Dazu gehört z. B. die Datei in meinem Schreibprogramm anzulegen und in Normseiten zu formatieren oder die Figurendatenblätter anzulegen.

Ich darf gar nicht so genau darüber nachdenken. Da habe ich so früh angefangen und gerate jetzt doch etwas unter Zeitdruck. Aber ich genieße das NaNo-Gefühl. Es ist unbeschreiblich.

Schreibupdate – NaNoWriMo, die 8.

Langsam sehe ich Licht am Ende des Tunnels. Letzte Woche konnte ich fünf Stunden arbeiten, obwohl ich wieder vier Mal zum Sport ging. Dabei sammelte ich erneut viele Informationen über das Leben im Mittelalter und den damaligen Aberglauben. Mein Browser platzt zwar fast wegen einer Vielzahl an geöffneten Tabs, aber ich hege mittlerweile die Hoffnung, rechtzeitig vorm NaNo alle gesichtet zu haben. So oder so bekomme ich immer mehr ein Gefühl für meine Welt und meine Figuren. Das Dokument, in dem ich alle Informationen niederschreibe, ist bereits 20 Seiten lang und ich bin gespannt, was ich noch herausfinden werde. Noch bin ich nicht so weit, aber ich freue mich schon darauf, wenn der NaNo startet und ich endlich in die Welt eintauchen kann.

Eine weitere Erleichterung kam heute hinzu. Da mir vom vielen Tippen die Handgelenke häufig weh tun, habe ich mir jetzt eine Diktiersoftware zugelegt. Damit hoffe ich während des NaNos nicht nur schneller meine Geschichte zu Papier bringen zu können, sondern auch gelenkschonender. Ich übe bereits fleißig mit der Software, damit sie meine Aussprache lernt und ich mich an ihre Handhabung gewöhne.

Leserückblick „Infiltriert“

Definitiv nichts für schwache Nerven! Ich hätte das Buch wohl nie gekauft, wäre ich nicht in den Genuss einer Lesung gekommen. Der Verleger Torsten Low weiß wirklich, wie man vorliest. Anschließend kam ich nicht um das Buch herum, obwohl ich wusste, dass es garantiert noch heftig zugehen würde.

In dem Roman geht es um Florian und seine Familie. Sie genießen einen sonnigen Tag an einem Badesee, doch diese Idylle wird jäh durch einen Schauer unterbrochen – allerdings ohne eine einzige Wolke am Himmel. Fortan beobachtet Florian, wie sich die Menschen verändern. Auch seine Familie ist betroffen und er muss sich entscheiden, ob er an dem Bewährten weiterhin festhalten oder doch den unvorstellbaren Aussagen von potentiellen Verschwörungstheoretikern glauben will.

Ich fand die Figuren super. Florian ist ein Familienvater, wie ich ihn mir nur wünschen kann. Lynn, seine jüngste Tochter, habe ich direkt geliebt. Seine ältere Tochter Nele ist in der Pubertät. Die haben wir alle mal durchgemacht, weswegen ich gut mitfühlen konnte, wie schwierig diese Phase für sie ist. Seine Frau kommt dagegen etwas zu kurz, wobei das seine Gründe hat, auf die ich nicht näher eingehen will. Was mir besonders gefiel, ist, dass es nicht mit dieser Familienkonstellation endete. Florian ist ein Drilling und es gibt Kontakt zu den beiden Brüdern sowie ihren Eltern. Auch die eine Schwägerin und der Neffe fallen nicht unter den Tisch, wie es häufig in Büchern vorkommt. Dadurch erschien mir die Geschichte näher an der Realität.

Richtig gut kann der Autor beschreiben – und es gibt eine Menge zu beschreiben, von dem man gar nicht so genau wissen will, wie es sich verhält oder aussieht. Dadurch formte er eine Stimmung in dem Roman, der ich mich nicht entziehen konnte. Selbst in den ruhigeren, fröhlicheren Momenten schafft er damit eine Form von Bedrohung, die dem Leser in den Nacken haucht. Gänsehaut garantiert!

Insgesamt wurde meine Ahnung nicht getrogen. Gleich im Prolog sterben Menschen, weil sie auf ein mysteriöses Phänomen stoßen. Immerhin wird hier abgeblendet, wenn das Sterben beginnt. Später wird es blutig. Wie gesagt, nichts für schwache Nerven. Allerdings auch extrem spannend! Ich dachte ständig darüber nach, wie es wohl weitergeht. Selbst als ich ins Kino wollte, ertappte ich mich dabei, die Lösung des Romans in dem Film zu erwarten. Wer es also heftig und spannend mag, ist mit diesem Buch definitiv gut bedient.

Schreibupdate – NaNoWriMo, die 7.

Ja, ich stecke immer noch in der Recherchephase. Mir fällt ständig etwas auf oder ein. Ein Vorteil ist, dass mein NaNo-Roman im August anfangen soll. Ich beobachte also unser Wetter, um mich später beim Schreiben daran orientieren zu können. Gestern entdeckte ich ein Tagpfauenauge. Das muss in meinen Roman, irgendwie. Aber das passiert nur nebenbei, indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe.

Die eigentliche Recherche betrifft immer noch das Leben im Mittelalter. Da konnte ich letzte Woche immerhin drei Stunden investieren. Etwas wenig, aber ich denke, die habe ich konzentriert und effektiv gearbeitet. Die Freizeit habe ich auch gebraucht. Einfach wieder rausgehen und etwas erleben. Endlich wieder Sport treiben. Das hat mir echt gefehlt und ich hoffe, dass ich darauf nicht zu bald wieder verzichten muss, weil ich sonst meine Gesundheit oder sogar mein Leben aufs Spiel setze.