Leserückblick November

Ende Oktober hatte ich mich dem vierten Teil der Tybay-Saga gewidmet, einem echt dicken Wälzer, den ich in den wenigen Tagen nicht mehr geschafft hatte. Neben dem NaNo blieb zu wenig Zeit, sodass es dieses Mal nur dieses Buch in den Rückblick geschafft hat.

„Der Weltenbefreier“ ist der aktuell letzte Teil der Tybay-Saga von Tanja Kummer und 891 Seiten stark. Darin geht es um Graces und Shawns jüngsten Sohn Jamie, der von der Göttin auserwählt wird, König über Tybay zu sein. Doch seine Herrschaft währt nur kurz. Die Göttin schickt ihn in die Welt, in die einst viele Druiden und ein Teil der Königsfamilie des Goldenen Reichs vor dem Etwas flüchtete. Dadurch wird der aktuelle Hochkönig auf die alte Welt aufmerksam und will sie sich einverleiben. Er ist übermächtig, aber Jamie lässt dies nicht einfach geschehen.
Hier greift die Autorin Fäden aus den vorangegangenen drei Bänden auf und spinnt eine Geschichte, die alle Fragen beantwortet, mal von denen abgesehen, wie es Jamie zukünftig ergeht. 😉 Mit diesem Band ist Tanja Kummer meiner Meinung nach endgültig als Autorin angekommen. Ihr Stil ist sicher, sie scheint, zu wissen, was sie tut. Es hat richtig Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen. Dabei habe ich mich immer wieder gefragt, woher sie all die Ideen nahm. Sie hat so viele Handlungsstränge entworfen und verwoben, dass sie Tolkien Konkurrenz macht. Zudem sind viele Figuren hinzugekommen, die das erst ermöglichten, weil sie sich, wie es sich gehört, nicht ständig auf der Pelle hocken, sondern ihren eigenen Wegen folgen. Oft habe ich mich nach drei Kapiteln gefragt, wann es endlich bei  einem bestimmten Handlungsstrang weitergeht, weil mir der immer noch im Kopf herumspukte. Ein wenig hat mich die zeitliche Reihenfolge irritiert. Das betrifft die Ereignisse nach einem Schlüsselereignis. Die Autorin folgt dabei über zwei bis drei Kapitel dem einen Handlungsstrang, der von dem Schlüsselereignis abgeht, nur um dann zurückzuspringen und dem nächsten Handlungsstrang zu folgen. Es ist nicht falsch. Gewohnt bin ich allerdings etwas anderes. Da sehe ich es in der Regel so, dass die Autoren immer ein Kapitel lang dem jeweiligen Handlungsstrang folgen, um dann zum nächsten ab dem Schlüsselereignis zu springen, sodass die Handlungen auch vom Gefühl her beim Lesen parallel verlaufen. Ich empfand es jetzt nicht als schlimm, aber da ich nicht darauf vorbereitet war, verwirrte es mich eben kurzzeitig. Trotzdem birgt dieses Buch ein Leseerlebnis, das ich schon lange nicht mehr hatte. Das hat sich mehr als gelohnt.

So viel zum November. Nächsten Monat schaffen es sicher mehr Bücher in den Leserückblick. Nach dem NaNo habe ich ja wieder etwas mehr Zeit zum Lesen. 😉

5. und letzter NaNoWriMo-Bericht 2019

Geschafft! Trotz Widrigkeiten bin ich frühzeitig fertiggeworden. Aktuell zählt meine Geschichte 50.378 Worte, aber sie ist noch lange nicht fertig. Mir ist eine Idee für eine kleine Nebenhandlung eingefallen, die große Auswirkungen auf die Haupthandlung haben wird. Darauf freue ich mich schon.

Ich will dir aber nicht vorenthalten, wie die letzten Tage abgelaufen sind. 🙂

25.11.2019: 4.684
26.11.2019: 2.589
27.11.2019: 3.065
28.11.2019: 2.624

Ich habe mich selbst überrascht und am Montag einfach mal so den kompletten, durch das Wochenende aufgebauten, Rückstand aufgeholt und war sogar mit 425 Worten im Plus. Schon da visierte ich den heutigen Donnerstag für den Abschluss des NaNos an. Außerdem fiel mir ENDLICH ein halbwegs brauchbarer Arbeitstitel für meine Geschichte ein. Ich kann ja nicht immer von meinem Bunny reden, wo sie doch schon lange keine schriftstellerische Ablenkung mehr war. Sie trägt jetzt den Titel „R.I.P“. Klingt doch spannend, oder? 😀

Dienstags weitete ich meinen Vorsprung auf 1.347 Worte aus. Da wusste ich noch nichts von der Nebenhandlung, die ich jetzt noch einfügen will, und dachte, dass ich mit Erreichen der 50.000 Worte wohl auch so ziemlich das Wörtchen Ende darunterschreiben könnte. Das war naheliegend, weil ich bereits beim letzten Kapitel angelangt war. Aber Geschichten verändern sich, auch wenn sie gut geplant wurden.

Gestern war ich mit 2.745 Worten im Plus. Es fehlten nur noch 2.204 Worte für das Ziel.

Nachdem ich diesen Monat regelmäßig über 2.000 Worte am Tag schaffte, war mein Ehrgeiz geweckt. Ich MUSSTE! die 50.000 Worte für heute schaffen. Egal, wie. Geschafft und die Dominosteinepackung ist bereits offen. Nach vier Wochen, in denen die Dominosteine vom Schrank aus nach mir gerufen haben, habe ich sie mir endlich verdient. Auf diese Weise schmecken sie noch besser, als wenn ich sie mir einfach nur so gönne.

Ich fühle mich gerade verdammt gut. Der NaNo ist immer eine Herausforderung, aber ich habe dieses Jahr auch durch ihn gemerkt, dass ich immer sicherer bei dem werde, was ich tue. Dieses Jahr habe ich zum vierten Mal am NaNo teilgenommen und es ist das erste Mal, dass ich so früh fertig wurde. Das hat sicher mit der Erfahrung zu tun, die ich vor allem in den letzten zwei Jahren gesammelt habe. Trotzdem, ich freue mich jetzt auf ein paar ruhigere Tage, an denen ich zwar auch schreiben, aber es auch langsamer angehen werde. Es reicht vorerst vollkommen, wenn ich bis Ende Dezember diese Geschichte beende und die letzten Projekte, die in diesem Jahr noch anstehen, erfülle.

Und weil es so schön ist, folgt hier das Gewinnerzertifikat. Ganz offiziell von der NaNoWriMo-Homepage. 🙂

4. NaNoWriMo-Bericht 2019

Dieses Wochenende brauchte ich dringend, um mich ein wenig vom NaNo zu erholen. Daher kommt mein Bericht verspätet.

18.11.2019: 3.001
19.11.2019: 3.030
20.11.2019: 2.024
21.11.2019: 3.002
22.11.2019: 2.658
23.11.2019: 219
24.11.2019: 213

Am Montag hatte ich wieder unheimlich viel zu tun. Ich wusste gar nicht mehr richtig, wo hinten und vorne war. Dabei wusste ich, dass es dienstags auch wieder so „schlimm“ werden würde. Ich musste oft an die Leute denken, die den NaNo in eine 40-Stunden-Arbeitswoche quetschen und oft auch schaffen. Keine Ahnung, wie sie das machen, aber ich hege ihnen gegenüber großen Respekt. Das ist der beste Beweis dafür, wie sehr man für das Schreiben brennt. Ich schaffte immerhin fast das Doppelte der üblichen Tagesportion, sodass auch mein Rückstand deutlich sank. Nur noch 3.736 Worte aufzuholen!

Der Dienstag startete, wie erwartet, stressig. Ich habe unter anderem die Fenster geputzt, die Vorhänge gewaschen und die ersten Weihnachtsdekorationen angebracht. Es war anstrengend, aber zugleich auch ein Motivationsschub. Mein Rückstand sank auf 2.373 Worte. Und die Süßigkeiten riefen zum ersten Mal deutlich aus dem Voratsschrank nach mir. Aber ich bin standhaft. Umso größer ist meine Motivation, bald meine 50.000 zu erreichen. 😀

Mittwochs war ich leicht abgelenkt. Ich war zuerst mit meiner Schwiegermama frühstücken und hatte später, während ich schreiben sollte, auch ein sehr tolles Gespräch mit einer Bekannten über Facebook. Letzteres steigerte mein Selbstwertgefühl als Schriftstellerin. Dadurch schrieb ich etwas weniger als sonst, aber der Rückstand war nur noch 2.016 Worte groß.

Das Ergebnis von Donnerstag ärgerte mich etwas. Ich hatte mir durch die erledigten Arbeiten am Anfang der Woche viel Zeit freigeschaufelt, sodass ich viel mehr hätte schreiben können sollen. Irgendwie waren mir dafür gut 3.000 Worte zu wenig. Allerdings glaube ich, dass mir da der NaNo in den Knochen steckte. Dieser Schreibdruck ist nicht zu unterschätzen, zumal ich von Anfang an mit meinem Rückstand zu kämpfen hatte. Dafür waren es nur noch 681 Worte, die ich aufzuholen hatte.

Die räumte ich am Freitag beiseite und war endlich mit 301 Worten im Plus, obwohl mein Mann von seiner Schulung schon am Nachmittag wieder zurück war. Mir war klar, dass ich am Wochenende den Rückstand wieder aufbauen würde. Ich wollte Zeit mit meinem Mann verbringen. Es waren ja fast sechs Tage, an denen ich nur am Telefon etwas von ihm hatte.

Das kann man an den Zahlen vom Wochenende auch gut sehen. Ich wollte die Tastatur auch überhaupt nicht in die Hand nehmen. Ich hatte echt keine Lust. Mit 2.592 Worten Rückstand beendete ich also die Woche, nachdem ich mir so viel Mühe mit der Aufholjagd gegeben hatte.

Trotzdem, es ist alles in Ordnung. Klar spüre ich die Anstrengung, so viel zu schreiben, und ich freue mich darauf, wenn ich es im Dezember etwas langsamer angehen kann. Zugleich weiß ich gar nicht, ob das überhaupt möglich ist, denn ich habe schon wieder einige Projekte auf meinem To-do-Stapel, über die ich wohl erst nach dem NaNo berichten werde. Aber vielleicht schaffe ich es wirklich noch bis Weihnachten, diese Geschichte zu beenden. Dann kann das neue Jahr mit neuen Projekten und der Überarbeitung meines Drachen-Romans beginnen. Ja, ich mache mir tatsächlich jetzt schon darüber Gedanken, anstatt mich mit dem Hier und Jetzt zu befassen. 😀 Aber das hole ich nun nach. Ich nutze die Zeit bis zum Feierabend meines Mannes und werde noch etwas schreiben.

3. NaNoWriMo-Bericht 2019

Wieder ist eine Woche vorbei und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ich habe dem Rückstand den Krieg erklärt. Letzten Sonntag war ich mit 8.140 Worten im Minus. Für heute habe ich Feierabend gemacht und es hat sich einiges geändert. Der Feind ist in der Defensive. 😉

11.11.2019: 1.725
12.11.2019: 2.622
13.11.2019: 2.093
14.11.2019: 1.513
15.11.2019: 2.507
16.11.2019: 250
17.11.2019: 4.029

Letzten Montag hatte ich endlich die 10.000 geknackt. Allein das ist es wert, gefeiert zu werden. Auch mit Rückstand. Hinzu kam die witzige Info von der offiziellen NaNoWriMo-Seite, auf der ich meinen Fortschritt eintrage, dass ich bei der aktuellen Geschwindigkeit genau an Weihnachten die 50.000 Wortmarke erreiche. Na, da geht doch mehr. 😉 Auf jeden Fall bin ich auf die 1.725 Worte besonders stolz, da ich mich nach der OP letzte Woche zum ersten Mal wieder an den Haushalt getraut und leichte Aufgaben erledigt habe. Das kostete natürlich Zeit, die mir zum Schreiben fehlte. Aber es war befreiend, keine Krümel oder Fellmäuse mehr auf dem Boden zu sehen.

Am Dienstag entdeckte ich, wie viel Spaß mir diese Aufholjagd macht. Wo es mich letztes Jahr ein kleiner Rückstand noch runtergezogen hatte, sehe ich es dieses Jahr als Herausforderung. An diesem Tag beendete ich gerade Kapitel zwei, dessen Platzhalter mir irgendwie abhanden gekommen war, was mir erst etwa in der Mitte des eigentlich dritten Kapitels auffiel. Schon da umfasste mein Manuskript 24,5 DIN A4-Seiten. Ja, die ersten beiden Kapitel sind verdammt lang, werden zwischendurch nur durch eine Leerzeile aufgrund von Perspektivwechseln oder Zeitsprüngen unterbrochen, gehören thematisch aber zusammen. Normalerweise mag ich es, wenn die Kapitel am Schluss 10 Seiten im Buchformat lang sind. Das ist für mich eine optimale Leselänge. Dank der genannten Unterbrechungen bin ich jedoch auch mit diesen Mammutkapiteln zufrieden.

Mittwochs war ich irgendwie schlapp. Ich war froh, dass ich trotzdem über 2.000 Worte geschafft hatte. Danach wollte ich nichts mehr sehen oder hören, einfach nur ausruhen. Vielleicht liegt es am NaNo. Er ist anstrengend. Ich weiß es nicht. In diese erschöpfte Stimmung verlor ich Text. Keine Ahnung, ob mein Schreibprogramm einen Bug hat, jedoch löschte es mir ganze Kapitel. Am Mittwoch mit trägen Gedanken war ich erst einmal geschockt. Zum Glück speichert das Programm Backups und auch ich speichere zusätzlich zur automatischen Speicherung regelmäßig von Hand, sodass ich mit wenig Textverlust meine Kapitel wieder hatte. Es löschte natürlich die, die bereits geschrieben waren! 😀

Am Donnerstag kam ich erst nachmittags zum Schreiben. Der Haushalt, ein Termin und die zu erledigenden Einkäufe beanspruchten mich. Dadurch schaffte ich nur die 1.513 Worte, vergrößerte also meinen Rückstand um gute 150 Worte, aber das war an dem Tag ok. Ich hatte trotzdem viel erledigt und es ist alles besser als die 0. Auch an diesem Tag erschien der Fehler, der mir ganze Kapitel löscht. Da ich jedoch fit im Kopf war, fand ich schnell eine passende Lösung und fand auch die Zusammenhänge zwischen meinem Tun und dem Fehler heraus. Er dürfte so eigentlich nicht auftreten, weshalb ich mittlerweile den Support angeschrieben habe. Mut hat mir gemacht, herauszufinden, dass eine andere Programmnutzerin das Problem kannte, jedoch nicht wusste, wie sie es erzeugt hatte. Sie war froh, durch meine Schilderungen in einer Nutzergruppe, in der ich bin, die Zusammenhänge kennenzulernen. Es lässt sich so viel besser vermeiden.

Freitags konnte ich trotz einem Termin und dem Haushalt sehr viel schreiben. Irgendwie flutschte es. Erfreulich fand ich auch, dass mir an diesem Tag keine Kapitel verschwanden. Es ist doch immer erschreckend, wenn sowas passiert, auch wenn ich mir zu helfen weiß. Außerdem war ich froh darüber, Bilder meiner wichtigsten Figuren neben meinem Dokument zu haben. Gerade weil mir Beschreibungen schwerfallen und ich das Aussehen meiner eigenen Figuren beim Schreiben sonst nur noch verwaschen im Kopf habe, ist das eine enorme Hilfe.

Gestern hatte ich eigentlich keine Gelegenheit zum Schreiben. Ich war bis zum frühen Nachmittag mit meinem Mann unterwegs und anschließend wollte er fernsehen. Da hatte ich gerade erst ein paar Worte getippt. Also schrieb ich weiter, obwohl mich die Serie ebenfalls interessiert. Entsprechend unproduktiv war ich, weil ich mit einem Auge und beiden Ohren die Folge verfolgte. Allerdings sah ich das schon am Samstag nicht so kritisch, weil mir nur wichtig war, überhaupt etwas geschrieben zu haben.

Heute war dann der große Tag. Seit elf Uhr habe ich sturmfrei und konnte mich entsprechend irgendwie ganz anders auf meinen Text konzentrieren. Obwohl mir mein Wochenende normalerweile heilig ist und ich nur während des NaNos versuche, die 0 zu vermeiden, habe ich heute echt viel geschafft. Und das unter erschwerten Bedingungen, weil mein Kater unbedingt kuscheln wollte. Nach einer Stunde habe ich ihn auf sein Kissen geschickt, damit ich weiterarbeiten konnte. Der hätte sonst noch sehr lange bei mir gelegen, nur um sicher zu gehen, dass ich nicht auch noch weggehe.

Der Rückblick auf letzten Sonntag fühlt sich verdammt gut an. 8.140 Worte Rückstand? Pff, Kinderspiel. Jetzt sind es nur noch 5.070. Da muss schon einiges passieren, dass ich den bis kommenden Sonntag nicht auf annähernd 0 runterkriege. Vielleicht schaffe ich es auch, einen Puffer aufzubauen. Wenn ich die aktuelle Geschwindigkeit ungefähr halten kann, ist das nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Das fände ich wirklich toll.

2. NaNoWriMo-Bericht 2019

Eine volle Woche ist vorbei und ich habe innerhalb meiner Möglichkeiten sehr viel gearbeitet.

04.11.2019: 856
05.11.2019: 0
06.11.2019: 37
07.11.2019: 1.022
08.11.2019: 2.557
09.11.2019: 1.535
10.11.2019: 517

Montags war ich den gesamten Vormittag im Krankenhaus, um die Voruntersuchungen und den Papierkram zu erledigen. Daher habe ich nachmittags nicht mehr so viel geschafft.
Dienstags war ich viel zu müde, als ich gegen 20 Uhr nach Hause kam. Da ist die 0 gerechtfertigt.
Mittwochs war ich noch ziemlich erledigt, wobei das am Essensmangel lag. Ich hatte über 24 Stunden nichts gegessen. Mir war einfach nur wichtig, überhaupt etwas geschrieben zu haben.
Donnerstags kann man schön erkennen, dass es mir besser ging, aber es wollte mir einfach nicht gelingen, in meine Geschichte reinzukommen. Das hatte ich schon seit Beginn an, aber da dachte ich noch, dass das an der geringen Schreibzeit läge.
Freitags wollte es ähnlich zäh weitergehen. Da hatte ich die Nase voll und überlegte, was ich dagegen tun könnte. Mir fielen die Schreibtouren ein. Das sind meistens kleine Geschichten, bei denen man sich für Handlungen innerhalb dieser Geschichten entscheiden muss. Damit diese Handlungen umgesetzt werden, muss man x Minuten oder x Worte schreiben. Die haben mir letztes Jahr schon gute Dienste geleistet. Wie du sehen kannst, hat es mir auch dieses Mal sehr gut geholfen, und endlich platzte auch der Knoten. Ich war endlich in meiner Geschichte angekommen.
Samstags und sonntags habe ich wieder nur geschrieben, um überhaupt etwas geschrieben zu haben. Da will ich eigentlich mein Wochenende genießen. Nach der OP und der ersten kleinen Aufholjagd hatte ich mir das auch verdient.

Stand gestern habe ich 8.530 Worte geschrieben, bin somit 8.140 Worte im Minus. Wie gesagt, ich habe die Aufholjagd gestartet. Noch ist alles möglich und der Haushalt ist fürs Erste erledigt, soweit ich ihn körperlich im Moment bedienen kann. Morgen kann ich also den ganzen Tag schreiben, wenn nicht noch etwas dazwischenkommt. Ich werde meine Zeit nutzen!

1. NaNoWriMo-Bericht 2019

Etwas verspätet kommt mein Bericht für die erste Woche des NaNos. Wie erwartet habe ich langsam begonnen, weil ich nicht genügend Zeit hatte, um auch nur annähernd das Soll von 1.667 Worten pro Tag zu erreichen. Trotzdem bin ich zufrieden mit meinem Ist. Es ist deutlich mehr, als ich erhofft habe.

01.11.2019: 447 Worte
02.11.2019: 1.009 Worte
03.11.2019: 550 Worte

Das bedeutet, dass ich statt 5.001 Worten nur 2.006 geschafft habe. Noch kein Beinbruch. Ich weiß ja, dass ich im November eine Woche lang sturmfrei haben werde und dann ungestört den ganzen Tag schreiben kann, um diesen Rückstand aufzuarbeiten.

Insgesamt geht es mir mit meinem ersten Wochenergebnis also gut. Mit meiner Geschichte sieht es da etwas anders aus. Meine Figuren und ich tänzeln noch nervös umeinander herum. Wir beschnuppern uns noch, nähern uns nur vorsichtig, sodass ich länger brauche, um ihre Reaktionen realistisch darzustellen. Wobei ich hoffe, dass das bisher Geschriebene realistisch rüberkommt. Das werde ich erst wissen, wenn ich die Geschichte beendet habe und sie mir noch einmal durchlese. Aber auch da bin ich optimistisch, dass wir uns noch besser kennenlernen werden. Immerhin habe ich diese Figuren erschaffen! 😉

Leserückblick Oktober

Der Oktober ist vorbei und der November beginnt mit dem passenden Lesewetter. Doch bevor ich mich zwischen die Seiten meines aktuellen Romans stürze, um zu erfahren, wie es dort weitergeht, will ich dir zeigen, was ich im vergangenen Monat gelesen habe.

Zunächst habe ich von Tanja Kummer „Der Weltenwandler“ beendet. Darin regiert Grace mittlerweile seit acht Jahren allein über Tybay, als Faija auftaucht und sie in eine fremde Welt bringt. Dort ist ihr Mann Shawn, der nach wie vor von dem Etwas besessen ist und in dessen Auftrag Welten zerstört. Grace muss sich diesem Etwas stellen. Zugleich steht Tybay ein Krieg mit den Velenzen bevor. Necom, der älteste Sohn, muss sich dieser Herausforderung und der Herrschaft über Tybay stellen. Anna, Necoms Schwester, hat da ihre eigenen Pläne und bringt sich in große Gefahr.
Am Anfang dachte ich, dass dieser dritte Band ähnlich langsam beginnt wie der zweite. Ich irrte mich. Nach dem anfänglichen Vorgeplänkel ging es recht schnell zur Sache und zum Schluss hin hasste ich es, zwischen den drei Schauplätzen hin- und hergeworfen zu werden, weil ich gerne bei dem einen Schauplatz gewusst hätte, wie es weitergeht.
Im Stil bleibt sich die Autorin treu, jedoch glaube ich, eine gewisse Sicherheit in dem, was sie tut, zu erkennen, die ihr beim ersten Teil noch fehlte und an der ihr im zweiten noch etwas mangelte. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn Tybay hat großes Potential. Nicht umsonst existrieren hierzu vier Romane. Jedoch finde ich, dass sie sich deutlich weiterentwickelt hat. Ich erkenne sie ohne Schwierigkeiten wieder, aber sie ist viel besser geworden.
Mit der Figurenentwicklung, immerhin sind acht Jahre vergangen, bin ich zufrieden. So viel ändert sich ein Mensch ja nicht, wenn es dafür nicht einen zwingenden Grund gibt, und bei Büchern will ich genau über diese Gründe lesen. Aber innerhalb des Romans gibt es kleine Entwicklungen, die mir gut gefallen.
Ein paar überraschende Wendungen hat die Autorin ebenfalls eingebaut. Auch ein Hinweis auf ihre eigene Weiterentwicklung als Autorin. Über überraschende Wendungen habe ich schon in Ratgebern gelesen, aber so toll umgesetzt sind sie mir bisher nie aufgefallen. Und ich rede nicht um dieses typische „kurz vorm Schluss müssen sich die beiden Liebenden noch einmal fetzen, sodass man als Leser zweifeln muss, ob sie sich in diesem Roman noch zusammenraufen“ oder den vermeintlich endgültigen Rückschlag, ehe der Held doch irgendwie den Sieg erringt. Dieser Aspekt hat mir echt imponiert und in mir ist der Wunsch erwacht, das auch so gut umzusetzen. Das hier ist für mich jedenfalls ein Musterbeispiel.
Nicht nur durch die überraschenden Wendungen wird die Story packend und abwechslungsreich. Dazu will ich jedoch nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.

Zusätzlich las ich von Stephan Waldscheidt „Schreibcamp 1&2 – Mehr Fitness für Ihren Roman & seine Emotionen“, um an meinen eigenen Fähigkeiten zu schrauben. Gerade das Beschreiben von Emotionen fällt mir schwer, sodass ich mir ein paar gute Tipps erhoffte. In diesem Schreibratgeber sind zwei Schreib-Workshops enthalten.
1. 28 Übungen, die den Roman verbessern
2. 29 Übungen, mit denen die Emotionen der Figuren und Leser intensiviert werden
Meine Erfahrungen mit diesem Buch sind sehr durchwachsen. Generell sind ein paar gute Hinweise drin, aber jetzt nichts wahnsinnig Neues, das ich noch nirgendwo sonst gelesen hätte. Da hat mir mein Mann kürzlich „Show, don’t tell“ besser erklärt als dieses Buch, und bei Gefühlen geht es eben viel um show. Allerdings bin ich auch nicht der Typ, der sich hinsetzt und Übungen macht. Erst recht nicht, wenn ich die mit einem soweit fertigen Manuskript machen soll. Ich will vorher wissen, worauf ich achten muss, und den Rest später beim Überarbeiten glattbügeln. Beides kann dieses Buch meiner Meinung nach nicht rüberbringen. Ich weiß auch ehrlich nicht, wem ich dieses Buch empfehlen soll. Für Anfänger ist es ungeeignet, weil die erst einmal lernen müssen, überhaupt einen Roman zu schreiben/beenden. Fortgeschrittene wie ich nehmen sich wohl eher selten die Zeit, ihren fertigen Roman nach den Stellen abzusuchen, die für die jeweiligen Übungen geeignet sind. Experten haben die Zeit erst gar nicht und können sich auch nur Experten nennen, wenn sie schon wissen, worauf es ankommt, diesen Ratgeber also gar nicht brauchen.
Das klingt jetzt alles sehr negativ. So ist es nicht. Als kurze Gedächtnisstütze hat man dieses Bändchen sehr schnell durchgelesen. Schneller als jeden guten Schreibratgeber. Um mich mal an etwas wieder zu erinnern, das ich anfangs nicht verstanden habe und das mich die Erfahrung gelehrt hat, fand ich es gut. Es ist ja nicht so, als wären die Übungen Mist. Trotzdem kann ich persönlich nur wenig damit anfangen.

Ob ich im November viel zum Lesen kommen werde, kann ich jetzt noch gar nicht abschätzen. Immerhin ist jetzt NaNo. Wie gut ich da vorankomme, erzähle ich aber ein anderes Mal. 😉

NaNoWriMo 2019

Ein Blick auf den Kalender genügt, um mir das Herz flattern zu lassen. Übermorgen beginnt der National Novel Writing Month. Das kommt jetzt nicht völlig überraschend für mich. Ich bereite meinen neuen Roman schon den gesamten Oktober darauf vor, damit ich im November mit ihm durchstarten kann. Es ist fast alles geplant, nur noch ein paar Nebenfiguren will ich basteln, damit mich das nicht beim Schreiben ausbremsen kann. Dann kann ich endlich an mein Herzensprojekt, mein Bunny, das mich seit ungefähr März diesen Jahres umtreibt. Endlich glaube ich, genug über die Materie dieses Romans zu wissen, um ihn auch schreiben zu können. Ich freue mich schon unheimlich darauf, meine Figuren ihre Geschichte erleben zu lassen.

Ich starte gleich mit erschwerten Bedingungen. Am Freitag und Samstag habe ich definitiv keine Zeit zum Schreiben, weil wir morgen zur Halloween-Lesung von Torsten Low fahren und erst irgendwann freitagnachmittags zurück sein werden. Und am Samstag werden wir die Nachbarschaft bewirten. Wer sich erinnert, wie das beim Leseratten Verlag zur letzten FaRK aussah, weiß, dass wir noch eine ganze Menge vorbereiten werden. Keine Ahnung, ob ich es am Sonntag schaffe, anzufangen. Vermutlich bin ich dann noch ziemlich k.o. vom Marathon gegen die Zeit in der Küche. Aber am Montag sollte ich endlich anfangen können. Tja, und am Dienstag werde ich operiert. Nur ein kleiner Eingriff, aber ich habe keine Ahnung, wann ich die Narkose soweit abgebaut habe, um mich wieder klar genug im Kopf zu fühlen und weiterzuschreiben. Vielleicht erst mittwochs. Das werde ich sehen. Doch noch mache ich mir keine Sorgen, dass ich den NaNo nicht schaffen könnte. Im November wird mein Manager eine Woche lang auf Fortbildung geschickt, sodass ich das Haus für mich habe. Da werde ich wohl von morgens bis abends schreiben; und mein Kater wird für die nötigen Pausen sorgen, in denen er sich auf meinen Schoß setzt, sodass ich nicht schreiben kann. Er wird mir beruhigend etwas vorschnurren und verlangen, dass ich ihn verwöhne. So kann ich auch kurz etwas Abstand von der Geschichte gewinnen, um anschließend motiviert weiterzumachen.

Dieses Jahr habe ich auch mein Motivationssystem geändert. Statt mich immer für einen 1.000 Worte Packen mit einem Schokoriegel oder ähnlichem zu belohnen, gönne ich mir nach Abschluss der 50.000 Worte meine Lieblingsweihnachtssüßigkeiten. Dominosteine, gefüllte Lebkuchenherzen und Nougat. Darauf freue ich mich schon so sehr, dass ich mir zutraue, nach ungefähr 14 Tagen mit diesem Soll schon durchzusein. Mal sehen, wie die Realität aussieht, aber die Motivation stimmt schon mal. 😄

BuCon 2019 – Rückblick

Hach ja, zum zweiten Mal war ich auf dem BuCon in Dreieich. Dort fing 2018 alles an. Dort saß ich um 11.00 Uhr in der Lesung der „The P-Files – Die Phönix Akten“ in der ersten Reihe. Ich war damals so aufgeregt, als würde ich gleich lesen. Am liebsten hätte ich laut auf mich aufmerksam gemacht, dass ich da bin und zu diesen Autoren am Tisch, die gleich lesen werden, dazugehöre. Die Aufforderung, dass sich die übrigen P-Files-Autoren doch bitte erheben und zu erkennen geben möchten, traf mich trotzdem vollkommen unvorbereitet. Im Anschluss wurde ich in diese tolle Gruppe aufgenommen, als würden wir uns schon ewig kennen und nicht erst ein paar Minuten. In dieser Zeit wuchs mein Wunsch, selbst mit diesen liebenswerten Wahnsinnigen vor einem Publikum zu sitzen/stehen/liegen (letzteres überlasse ich doch lieber Jörg Fuchs Alameda 🤣) und aus meiner Geschichte vorzulesen. Dazu musste ich es mit einer Geschichte in die „The A-Files – Die Amazonen Akten“ schaffen. Hat alles wie geplant funktioniert, sodass ich letzten Samstag mit VIP-Bändchen um den Hals zwischen den vielen Menschen herumwandeln konnte.

Aber ich beginne lieber am Anfang, bevor ich dich komplett verwirre. Nicht bei 2018, aber zumindest bei letztem Donnerstag. Ich hatte ja erwähnt, dass ich noch Kekse backen muss. Dieses Mal gab es Chocolat Chip Cookies. Habe ich noch nie gebacken, aber das Rezept klang interessant, weil auf eine Portion Teig ein Päckchen Vanillepuddingpulver reinkommt. Zum ersten Mal habe ich es geschafft, dass die Cookies nicht handtellergroß wurden und auch nirgends aneinander backten. Langsam komme ich mit dem wandernden Cookieteig klar. 💪 Es kamen zwei große Dosen, fast bis zum Rand mit Cookies gefüllt, bei der Backaktion heraus. Und ich finde sie furchtbar lecker!

Abends packten wir die Koffer, soweit es bereits möglich war. Die Waschbeutel kommen immer erst am Abreisetag in den Koffer, da wir nicht alles doppelt haben.

Freitagmittag fuhren wir los. Insgesamt eine recht entspannte Fahrt. Um die Uhrzeit waren wohl die meisten arbeiten oder auf der Frankfurter Buchmesse. Gegen 16.00 Uhr checkten wir im Hotel ein und breiteten uns in aller Ruhe in unserem Zimmer aus. Wir hatten Zeit. Der Tisch im Restaurant war erst für 20.00 Uhr reserviert.

Nach einer erholsamen Nacht, was bei Hotelbetten ja nicht immer selbstverständlich ist, klingelte schon um 7.00 Uhr der Wecker. *grummel* Ich hätte gerne noch eine halbe oder – noch besser! – ganze Stunde geschlafen, aber es galt, mich auf meine Lesungen vorzubereiten und rechtzeitig beim BuCon aufzuschlagen. So verbrachte ich die kommende Stunde statt mit Schlafen im Badezimmer bzw. vorm Spiegel in der Schranktür, da meine Kurzsichtigkeit beim Schminken keine 20 cm Distanz zwischen mir und dem Spiegel erlaubt. 10 cm sind ok. Reicht auch, um den Wimperntuschepinsel zu führen, ohne ihn ins Auge zu stechen. 😅

In kompletter „Indianer auf dem Kriegspfad“-Bemalung ging es zum Frühstück. Gestärkt für den Tag beluden wir das Auto mit Kamera, Stativ, Keksen, meinen Leseunterlagen und vielem mehr. Das Hotel liegt direkt um die Ecke zum Bürgerhaus, 1,2 km Entfernung. Zu weit, um wie die Packesel beladen hinzulaufen. Als einfache Messebesucherin hätte ich den Fußweg jedoch in Erwägung gezogen.

Um 9.30 Uhr parkten wir das Auto. Viel zu früh, um schon reingelassen zu werden. Trotzdem war es schwer, sitzen zu bleiben. Zu gerne wollte ich die bekannten Gesichter von Verlegern und Autoren sehen und begrüßen. Außerdem wollte ich mich frühzeitig in den Standdienst der Geschichtenweber einweisen lassen, um vor Beginn meines Dienstes auch noch auskundschaften zu können, wo sich der Panicroom befand, damit ich nicht kurz vor knapp suchen müsste und zur eigenen Lesung zu spät käme.

Wir ließen eine viertel Stunde verstreichen, ehe wir mit leichtem Gepäck die letzten Meter zum Bürgerhaus liefen. Davor warteten schon Autoren und die ersten Besucher darauf, dass sie endlich eingelassen werden. Wir reihten uns ein und warteten mit. Das war noch schlimmer als im Auto. Ich wollte endlich mein Bändchen, das mich als Autorin auszeichnet, die aktiv an der Veranstaltung teilnimmt. Ein geniales Gefühl. Immerhin sitze ich mindestens 95 % meiner jährlichen Arbeitszeit still auf der Couch und haue in die Tasten. Nur in den sozialen Medien trete ich hervor und bitte um Aufmerksamkeit, was in der heutigen Zeit einfach notwendig ist, da selbst die großen Verlage nicht mehr zu 100 % die Werbung stemmen können. Am Samstag lief ich jedoch ganz offiziell als VIP herum, für jeden schon von weitem als eine Person erkenntlich, die die Veranstaltung mitgestaltet. Dafür lohnt es sich, fast ein Jahr versteckt vor anderer Leute Augen zu schreiben. Ich vermisse es nicht, vielleicht einmal im Monat von meinem Vorgesetzten für eine Leistung gelobt zu werden, die gar nicht notwendig gewesen wäre, wenn andere keinen Mist gebaut hätten. Lieber einmal im Jahr dieses Hochgefühl.

Alles lief prima. Ich entdeckte schnell den Stand der Geschichtenweber und ließ mir alles in Ruhe zeigen. Sie haben extra eine Tafel aufgestellt, auf der alle anwesenden Geschichtenweber unterschreiben sollten. Auf diese tolle Idee muss man erst einmal kommen! Auch den Panicroom fanden wir rasch, allerdings wurde ich dort auch erst einmal negativ überrascht. Da die Lesungen erst um 11.00 Uhr begannen, konnte ich mit den Helfern der Veranstaltung reden. Zufällig blickte ich dabei auf den Leseplan. Da standen wir mit den „The A-Files – Die Amazonen Akten“ auf 17.00 Uhr! So, als hätte es die Programmänderung nicht gegeben oder wäre rückgängig gemacht worden. Ich konnte nichts tun. Ich musste zu meinem Standdienst. Allerdings lief mir Jörg Fuchs Alameda über den Weg, der die Lesung organisiert hatte. Ich bat ihn, zu klären, was da schiefgelaufen sein könnte bzw. wann wir jetzt wirklich lesen, und nahm meinen Dienst bei den Geschichtenwebern auf.

Am Stand lief alles prima. Ich hatte eine unheimlich nette Standnachbarin (*zu Sandra Baumgärtner rüberwink*), die ich bereits vom Sehen und einem kurzen Gespräch auf der letzten FaRK kannte. Wenn an unseren Ständen gerade nichts los war, quatschten wir übers Schreiben und ihren Verlag „Machwerke“. Tatsächlich generierte der Geschichtenweberstand während meines Dienstes auch seinen ersten Verkauf für diesen Tag. Ich bin ganz stolz auf mich. Bei den vielen Veröffentlichungen, in denen die Geschichtenweber ihre Finger drin haben, habe ich überhaupt keinen Überblick. Zum Glück griff der Kunde nach einem Buch, das ganz offensichtlich in die Welt von H. P. Lovecraft gehört. Äh, also, ich habe von ihm noch nie etwas gelesen und auch nichts, das aus seinem „Universum“ stammt, aber ein bisschen Blabla von wegen „düster, dem Stil von H. P. Lovecraft nachempfunden und spielt in dessen Welt“ konnte ich doch beisteuern. Keine Ahnung, ob es an dieser „genialen“ Beschreibung lag, der Käufer nur Mitleid mit mir hatte oder – was viel wahrscheinlicher ist – das Buch für sich sprach, er hat es gekauft. Nur das zählt, oder? 😁

Die Stunde Standdienst verging so schnell, dass ich gerne noch eine Stunde drangehängt hätte. Allerdings war mein Fanclub mittlerweile eingetroffen. Ich musste meine Schwester, die extra wegen mir angereist war, gebührend begrüßen und sie etwas herumführen. Darüber verpasste ich die 12.00-Uhr-Lesung, womit mir die Entscheidung, ob ich mich zu Robert Corvus und seinem „Ströme der Macht“ oder J. Gebauer & F. Löffler und ihrem Podcast „Kapitel Eins“ setze, abgenommen wurde.

Um 13.00 Uhr fand ich mich in der Lesung von Anja Buchmann ein. Sie las u. a. aus ihrem Roman „Album der verschwundenen Freunde“ vor. Dieses Buch steht bereits seit der Leipziger Buchmesse auf meiner Wunschliste und ich fand es prima, einen kleinen Einblick in die ersten Kapitel zu bekommen. Nun besitze ich ein signiertes Exemplar und ich freue mich schon darauf, es zu lesen (*kritisch zu meinem SUB auf meinem Wandregal schiel* – Da sind noch elf Bücher zuerst dran, bevor ich überhaupt daran denken kann, an die neuen Bücher zu gehen. – *seufz* – Das dürfte noch ein Weilchen dauern.).

Eigentlich hatte ich vorgehabt, um 13.30 Uhr die Lesung von Eva von Kalm aus ihren „Legenden aus Adaira“ zu besuchen. Das wurde mir mit meiner eigenen Lesung um 14.00 Uhr (Jörg Fuchs Alameda konnte mir zwischenzeitlich den Termin bestätigen, was für ein Glück! Und vielen Dank, dass du dich darum gekümmert hast!) zu knapp. Stattdessen holte mein Kameramann die Ausrüstung und meine Leseunterlagen aus dem Auto, während ich mich noch kurz mit Regine D. Ritter unterhielt. Ganz entspannt schlenderte ich zum Panicroom, ließ mir von meinem Manager die Leseunterlagen geben und stürmte mit meinen Autorenkollegen den Raum.

Ein Video sagt vielleicht mehr als 1.000 Worte. Die anderen Autoren werden ihre Videosequenzen wohl auch auf ihre Seiten laden, sodass du mit etwas Recherche die komplette Lesung sehen kannst. Falls ich es schaffe, verlinke ich die Beiträge hier nachträglich und in korrekter Reihenfolge.

Lesung von Agga Kastell

Lesung von Jörg Fuchs Alameda

Tja, fürs erste Mal war das doch gar nicht so schlecht. Jörg Fuchs Alameda musste mich auch gleich loben. Danke dafür! Es hat mir die Anspannung schlagartig genommen, denn ich habe von meiner Lesung nur wenig mitbekommen. Ich war einfach in meiner Geschichte drin und habe sie gelebt.

Insgesamt war diese knappe Stunde einfach wundervoll. Wir waren etwas zeitiger fertig als erwartet. So begannen wir gleich mit dem Signieren der Bücher, machten draußen weiter, als der nächste Programmpunkt anstand, und machten diverse Fotos. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass eine Buchbloggerin und ihre Freundin meiner Einladung spontan gefolgt waren. Wir hatten uns am Geschichtenweberstand unterhalten und dabei empfahl ich unsere Lesung, weil sie thematisch zum Geschmack der Beiden zu passen schien. Ihre strahlenden Augen und die Bitte um ein gemeinsames Foto mit der Gruppe waren eine tolle Bestätigung.

Um 16.00 Uhr wollte ich zu Oliver Plaschkas Lesung aus „Die Wächter der Winde“. Es blieb beim Wollen. Stattdessen habe ich mich mit Kollegen und zwischendurch sogar mit meiner Schwester unterhalten. Da hörte ich nur, wenn sie dabei stand, wie sie meinen Mann fragte, ob er das alles versteht, was wir da bereden. Bisher war mir nie bewusst gewesen, dass wir Autoren bzw. wohl auch die Verleger über Dinge reden würden, die für einen Außenstehenden nach Bahnhof und Abfahrt klingen. Dabei ging es nicht einmal um die Formatierung einer Normseite, Netzwerke wie PAN, das Nornennetz oder die Nordlichter. Da fallen Begriffe und Eigennamen, die man normalerweise nicht kennt. „Willkommen in meiner Welt, Schwesterherz. Das Schreiben ist ein wirklicher Beruf, zu dem es viel zu wissen gibt.“ 😉

Eine Überraschung hielt unsere Lesung von den Geschichtenwebern um 17.00 Uhr bereit. Leider hatte die Druckerei es nicht geschafft, das Best-of der Geschichtenweber rechtzeitig zu liefern. Das erinnerte uns Autorinnen, die aus  „Bilder einer Ausstellung“ lesen wollten, stark an 2018. Da war dasselbe passiert. Trotzdem wurde das Buch kurz vorgestellt. Ich drücke die Daumen, dass es nächstes Jahr mit der Lesung aus diesem Best-of klappen wird! Es folgte ein Einblick in das Buch „Stadt unter dem Meer“, zu dem man um 18.00 Uhr noch mehr hören konnte. Und dann ging es fast ausschließlich um unsere „Bilder einer Ausstellung“. Ich las meine Geschichte als erste. Die hat zufällig an der Stelle, an der ich endete, einen Bezug zur Geschichte von Regine D. Ritter, die von den Katakomben unter Paris handelt. Natürlich gibt es auch dazu ein Video und ich werde, soweit möglich, die Seiten der anderen verlinken.

 

Lesung von Regine D. Ritter

Zuletzt las Marianne Labisch aus ihrer Geschichte vor, ehe wir die restliche Zeit nutzten, um aktuelle Projekte vorzustellen. Ich habe eine riesen Vorfreude im Bauch. Über das Projekt „Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt“ weiß ich als Geschichtenweberin schon etwas länger Bescheid. Daher hat sich mittlerweile eine kleine Idee in meinem Kopf festgesetzt. Es ist noch Zeit bis zum Abgabetermin, weswegen ich mich noch nicht an die Umsetzung dieser Idee gesetzt habe, aber ich freue mich schon diebisch auf mein mörderisches Haustier. Mal sehen, ob es überzeugen kann, wenn ich es auf die Entscheider loslasse. 😄

Auch den Programmpunkt von PAN um 18.00 Uhr habe ich letztlich ausgelassen. Ich war nach dieser zweiten Lesung von mir einfach k.o. Daher machte ich schnell die Runde, um meine Einkaufsliste abzuarbeiten, und verabschiedete mich langsam von allen – von meiner Schwester, dem Leseratten Verlag, dem Machandel Verlag, dem Verlag Torsten Low und allen Autorenkollegen, die mir dabei über den Weg liefen. Danke an euch! Wegen euch war dieser Tag einfach wundervoll. Und danke an die Organisation und die vielen Helfer, ohne die diese Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Dank euch allen schwebte ich auf Glückshormonen, die bis Dienstagmorgen angehalten haben. Erst jetzt, da mich der Alltag zurück hat, merke ich, wie sehr mir das alles fehlt, obwohl es anstrengend ist. Na ja, da hat mich jetzt der Messe-Blues erwischt. Es ist eben nicht leicht, sich von so einem tollen Sammelsurium aus Menschen, Büchern und Erlebnissen zu verabschieden und das alles einfach hinter sich zu lassen. Nächstes Jahr komme ich wieder. Versprochen! Vielleicht darf ich dann ja wieder lesen. Aus den „The D-Files – Die Drachen Akten“ womöglich? Schön wäre es!

Hier der Inhalt der Con-Tüte …

… und der Inhalt der beiden geheimnisvollen Papiertütchen, die man bei meinen erworbenen Büchern sehen kann. Alles Goodies von Anja Buchmann.

Der BuCon rückt näher!

Am Samstag ist BuCon. Nichts Neues, da ich hier mehrfach darüber berichtet habe, dass ich dort um 14.00 Uhr im Panicroom meine Geschichte aus den „A-Files“ und um 17.00 Uhr im Deep Space 3 meine Geschichte aus den „Bilder einer Ausstellung“ vorlesen werde. Schon morgen werde ich von meinem Chauffeur nach Dreieich gefahren, damit wir das Warm-up mit den Verlegern und Autoren am Abend miterleben können. Ist auch weniger stressig als die Anreise am Tag des BuCon.

Da gibt es heute natürlich viel vorzubereiten. Aktuell läuft die letzte Waschmaschine. Wenn die Wäsche aufgehängt ist, ist auch der Haushalt für diese Woche erledigt. Damit habe ich mir den freien Freitag freigeschaufelt. Koffer packen. Dafür habe ich mir mittlerweile eine Liste zum Abhaken erstellt, damit ich nicht wie bei der FeenCon die Hälfte vergesse. Eine weitere Liste habe ich bereits zusammengestellt, die ebenfalls sehr wichtig ist. Meine Bücherwunschliste, speziell angepasst auf mein Budget und an die Verlage und Autoren, die da sein werden. Da wird mein Lastentier nach dem BuCon ordentlich zu schleppen haben. 💪 Der Kater muss darauf eingeschworen werden, gut auf die Chinchillas aufzupassen (der Hamster ist leider mit knapp zwei Jahren letzten Freitag verstorben) und die Einbrecher lieber alles mitnehmen zu lassen. Jaaah, und dann kommt noch das Wichtigste! Kekse backen. 🍪 Ich habe gleich noch einen Termin, aber anschließend gehe ich die noch fehlenden Zutaten einkaufen, um den Rest des Nachmittags mit backen zu verbringen. Für mich eine ganz normale Vorbereitung auf eine Messe. 🤣