Leserückblick September

Heute geht es wieder um Bücher. Im September habe ich richtig dicke Schinken gelesen und bin daher umso überraschter, dass ich trotzdem drei Bücher geschafft habe, gerade weil ich doch viel um die Ohren hatte.

Zunächst einmal habe ich es endlich geschafft, „The A-Files – Die Amazonen Akten“ aus dem Talawah Verlag zu lesen. Du erinnerst dich sicher, in dieser Anthologie ist auch eine Geschichte von mir enthalten. Umso kritischer bin ich mit den Geschichten, da ich ab und zu nach Empfehlungen gefragt werde, welche der Anthologien zu den Interessen des jeweiligen Lesers passen könnte. Da will ich nicht stur nur nach meiner eigenen Geschichte gehen, sondern beachte dabei auch die der anderen Autoren.

Wie bei seinen Vorgängern „The U-Files – Die Einhorn-Akten“ und „The P-Files – Die Phönix-Akten“ hat auch diese Anthologie ein Fabelwesen zum Thema – die Amazone. In 32 Geschichten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, erzählen die Autoren, was eine Amazone ausmacht.

Es ist schon der Wahnsinn, was Autoren einfallen kann, wenn sie versuchen, zu einem vorgegebenen Thema nicht gleich das Naheliegendste zu erzählen. Ich will meine Lieblingsgeschichte aus dieser Anthologie als Beispiel nehmen. Darin kommen Amazonen 1.0 vor, die von den Amazonen 2.0 gejagt und gefressen werden. Beide entsprechen nicht dem Bild unserer Amazonen, die wohl Generation 3.0 sind. Aber die Idee, dass eine Amazone ein hüpfendes Fellknäuel mit einziehbaren Armen in allen erdenklichen Farben ist, finde ich genial. Es hat Spaß gemacht, die unterschiedlichen Interpretationen zu lesen.

Anschließend nahm ich den Kampf mit der Tybay-Saga von Tanja Kummer auf, angefangen mit dem ersten Band „Die Weltenwandlerin“, die ursprünglich im Kalidor-Verlag (mittlerweile geschlossen) erschien und nun beim Leseratten Verlag zuhause ist.

Darin lernt Grace mit fünf Jahren zufällig König Balinor kennen, der kurze Zeit später ermordet wird. Zuvor gibt er ihr ein magisches Amulett zur Verwahrung, doch sie darf es nur seinem Sohn geben, der in Tybay lebt und aus Sicherheitsgründen nie ins Schloss kommt. Der Elementargeist ermöglicht es Grace, Tybay durch ein Weltentor zu besuchen, und sie verliebt sich in dieses Land, das in einer Parallelwelt liegt. Als es dem bösen Magier Yalynn gelingt, aus seiner Verbannung im Nichts zu fliehen, wird Grace zum Schlüssel zum Sieg.

Dieser Roman gehört zu einer mittlerweile vier Romane umfassenden Reihe, wobei der vierte sich auch ohne Vorkenntnisse lesen lassen soll. Er ist außerdem meines Wissens nach der Erstling der Autorin. An manchen Stellen habe ich die fehlenden Kenntnisse über das Handwerk bemerkt, was das Lektorat hätte ausmerzen müssen. Es ist jedoch nicht so schlimm. Die Autorin schafft es, eine wundervolle Geschichte zu weben, aus die mich solche „Fehler“ kaum reißen konnten. Die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen. Sie fesselte mich mit ihrer Handlung, in der auf über 400 Seiten unheimlich viel geschah. Dabei begannen die ersten Kapitel wie eine Zusammenfassung von Grace‘ und des Prinzen Kindheit, die sie ja getrennt erleben. Es ist notwendig, das Heranwachsen der beiden Kinder zu schildern, damit man versteht, wieso die Situation in Tybay schließlich so eskalieren kann. Und trotzdem habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Ich fand es unheimlich spannend, zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder aufwachsen und was das aus ihnen macht. Passend dazu bin ich überrascht, wie viel Mühe die Autorin in die Figuren gesteckt hat. Gerade für einen Erstling hat sie da einiges geleistet, das ich bei meinem Erstling (den ich eher neu schreiben als überarbeitet an die Öffentlichkeit bringen werde) nicht bedacht habe. Dabei sind ihre Bösewichte wirklich einfach nur böse, wobei eine Vorgeschichte angedeutet wird, die das alles ausgelöst hat. Zudem liebe ich Tybay. Dieses Land hat mich gleich fasziniert, in dem es eine Göttin gibt, die eigentlich Magie ist.

Logisch, dass ich gleich mit dem zweiten Band „Der Weltenbezwinger“, ebenfalls im Kalidor-Verlag erschienen und nun beim Leseratten Verlag zu bekommen, weitergemacht habe.

Seit dem Sieg über das dunkle Reich sind acht Jahre vergangen. Der König hat einen zuverlässigen Vasallen dort als König eingesetzt und darf sich selbst nun Hochkönig nennen. Doch in der Burg des dunklen Königs gehen merkwürdige Dinge vor sich. So kommt es, dass der Hochkönig selbst dorthin reist, um nachzusehen. Während dessen macht Grace mit den Kindern in ihrer Welt Urlaub und strandet dort.

Die Figuren sind weitestgehend geblieben. Manche haben sich spürbar weiterentwickelt in den acht Jahren. Ebenso Tybay und das neue Reich, wie das dunkle Reich jetzt heißt. Dieser Roman baut sehr gut auf dem ersten auf, ohne zu sehr mit Rückblenden zu erschlagen. Die Bedrohung ist spürbar, doch baut sie langsam auf. Irgendwann fragte ich mich, ob es noch bedrohlicher geht. Ja, es geht, aber dann wurde auch bald sichtbar, woher die Bedrohung kam. Trotzdem hatte ich die ersten 200 Seiten Probleme, mich richtig in die Geschichte einzufinden. Sie ist gut erzählt und geschrieben. Da bleibt sich die Autorin treu. Aber nach dem starken Ende des ersten Bandes war ich noch nicht bereit für einen langsamen Anstieg der Spannung. Ich lechzte noch immer nach Action. Ab der Hälfte wurde ich belohnt und ab da hatte ich das Buch auch ganz schnell ausgelesen.

Mittlerweile lese ich den dritten Band der Tybay-Saga und ich hoffe, dass ich auch den vierten im Oktober schaffe. Ich habe diesen Monat viel vor und weiß nicht, wie gut ich zum Lesen kommen werde, zumal mir bei Autofahrten immer übel wird, wenn ich lese. Schade, denn das wäre eine prima Beschäftigung während der Fahrt zum BuCon und auf der Heimfahrt. Hast du denn schon darüber nachgedacht, mich dort zu treffen? Zur Erinnerung: meine Autorenkollegen und ich lesen um 14.00 Uhr aus „The A-Files – Die Amazonen-Akten“ und um 17.00 Uhr unter anderem aus „Bilder einer Ausstellung. Da ist garantiert für jeden etwas dabei, dessen Herz für Fantasy schlägt. 💗

 

Korrektur (06.10.2019):

Soeben habe ich erfahren, dass es den Kalidor-Verlag doch noch gibt. Da habe ich etwas falsch verstanden und bitte um Entschuldigung, dass ich einen Verlag „begraben“ habe.

BuCon 2019 – „The A-Files“

Es gibt tolle Neuigkeiten! Unser Leseslot für „The A-Files“ konnte doch noch getauscht werden, nachdem es ursprünglich nicht ging. So findet diese Lesung schon um 14.00 Uhr statt, sodass ich entspannt um 17.00 Uhr aus „Bilder einer Ausstellung“ lesen kann. Das bedeutet zugleich, dass auch niemand mit mir umziehen muss, weil er meine beiden Geschichten hören will. 😉

BuCon 2019

Seit gestern habe ich alle Projekte auf meiner Liste überarbeitet, sofern ich nicht noch auf Rückmeldung zu ihnen warte. Nun warte ich darauf, dass meine Testleser fertig werden, damit ich sie neu füttern kann. Ok, das klingt nach Untätigkeit, Faulenzen und Zeit totschlagen. Ganz so schlimm ist es nicht. Ich recherchiere wieder fleißig für mein Dystopie-Projekt und nutze gerade meine kreative Schaffenspause, um dich auf einen absolut wichtigen Termin aufmerksam zu machen. Das heißt, für mich ist dieser Tag wichtig.

Wieso? Weil ich an dem Tag meine erste offizielle Lesung halten werde. Außerdem, weil ich an dem Tag meine zweite offizielle Lesung halten werde. Nein, das ist kein Tipp- oder Kopierfehler. Am 19. Oktober 2019 findet der BuCon in Dreieich wieder statt. Wo ich letztes Jahr nur als Besucherin auftrat, werde ich dieses Jahr voll mitmischen.

Sollte sich nicht noch kurzfristig etwas ändern (was ich hier dann mitteilen werde), sieht mein bisheriger Tagesablauf wie folgt aus:

10.00 Uhr: das Bürgerhaus von Dreieich stürmen, jeden freudig umarmen, den ich kenne, und mich in den Standdienst einweisen lassen

11.00 Uhr: Standdienst bei den Geschichtenwebern, die die Anthologie „Bilder einer Ausstellung“ organisiert haben

17.00 Uhr: zuerst Lesung im Panicroom zu den „A-Files“ und dann fliegender Wechsel nach Deep Space 3 zur gleichzeitig laufenden Lesung „Bilder einer Ausstellung“ und weiteren Erscheinungen der Geschichtenweber

Dazwischen werde ich auch als Zuschauerin im Publikum einiger Lesungen sitzen, mich mit neuen Büchern eindecken (Mein SUB wird schon wieder überschaubar. Sakrileg!) und mit Mitautoren und Verlegern quatschen, bis ihnen die Ohren abfallen. Vielleicht traut sich auch ein Leser, eventuell ja du, mich anzusprechen? Ich würde mich freuen, gebe gerne Autogramme und Goodies und werde auch ein paar Bücher dabeihaben. Jedenfalls hoffe ich, dass ich zu all dem in der Lage sein werde. Es ist durchaus möglich, dass ich vor lauter Nervosität pseudokrank bin. Daumen drücken!

Projektübersicht – 20.09.2019

Gerade ist es gute zwei Wochen her, dass ich das letzte Update hochgeladen habe, da gibt es schon wieder Neuigkeiten zu meinem Arbeitsstand. Schöne Neuigkeiten. Finde ich jedenfalls. 😄

Zunächst einmal habe ich bei zwei Romanen den ersten Überarbeitungsdurchlauf beendet. Da es nicht der letzte sein wird, sind die Felder dafür nur teilweise grün. Fertig bin ich leider noch lange nicht. Jetzt muss Testleser Nummer 1 erst seine Arbeit machen und den Jakob Wolf-Roman lesen. Richtig, die Verleger, die mich kennen und wissen, wer immer bei mir ist, werden Böses ahnen. Es ist der große Kerl, dem sie regelmäßig verzweifelt versuchen, ein Buch schmackhaft zu machen. Der, der lieber Fachlektüre verschlingt statt Geschichten. Das kann dauern. ABER! Er hat bereits das erste Kapitel gelesen und hatte nur wenig auszusetzen. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt, damit ich diesen Roman bald an eine Kollegin weitergeben kann, die auf die handwerklichen Aspekte achtet. Vermutlich wird diese Hoffnung im nächsten Kapitel enttäuscht. Ich weiß zu gut, wo meine „Baustellen“ liegen. Gefühle und Beschreibungen liegen mir überhaupt nicht, sodass ich meine Leser oft in der Luft hängen lasse. Immerhin kann ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich mich bemühe und mit jedem geschriebenen Text dazulerne.

Dann habe ich die Anthologie-Ausschreibungen geprüft, weil ich von einigen noch nichts gehört habe, obwohl die Abgabefrist schon lange verstrichen ist. Dabei fiel mir auf, dass der Kiel und Feder Verlag alle laufenden Ausschreibungen abgesagt hat. Nicht wegen schlechter Texte, soweit ich es der Homepage entnehmen konnte. Das beruhigt mich, aber ich finde die Entscheidung natürlich schade. Ansonsten will ich beim Arcanum Verlag nachhören, da die Ausschreibung seit über einem Jahr beendet ist.

Bei genauerer Betrachtung wird dir auch auffallen, dass ich zwei weitere Ausschreibungen in die Liste aufgenommen habe. Ich fände es toll, wenn meine Kurzgeschichte bei der Story-Olympiade Anklang fände. Diese Geschichte habe ich 2012 geschrieben und erst dieses Jahr (alte Projekte 😉) überarbeitet, ohne von dieser Ausschreibung gewusst zu haben. Sie passt zum Thema und ich würde unheimlich gerne eine Geschichte beim Verlag Torsten Low unterkriegen. Mit seinem Verlag liebäugle ich schon lange, doch es hat bisher nie gepasst. Außerdem ist endlich die Ausschreibung der Geschichtenweber offiziell online. Ich weiß seit knapp einem Jahr, dass sie kommen soll, und war ganz hibbelig, weil ich wundersame Haustiere für ein Thema mit vielen Möglichkeiten halte. Da fällt doch jedem Fantasyautoren was ein! Ok, letztes Jahr noch nicht, aber als ich die fertige Ausschreibung las, traf es mich wie der Blitz. Na ja, ich habe es vielmehr gerochen. 😄 Mehr verrate ich nicht.

Tja, wo mache ich jetzt weiter, nachdem ich in kürzester Zeit einen Kurzroman und einen halben Roman überarbeitet habe? Klar, die fertige Kurzgeschichte für die Story-Olympiade werde ich wohl nächste Woche noch einmal lesen und abschicken, wenn mir nichts auffällt, das ich doch noch ändern will. Danach werde ich mich wohl an die Überarbeitung der beiden Kurzgeschichten für „The D-Files“ und „Waypoint FiftyNine“ machen. Schon wieder überarbeiten! 😱

Projektübersicht – 04.09.2019

Fast einen Monat ohne Update, aber vorher hättest du lediglich die Wortzahl meines neuesten Romans wachsen sehen. Relativ langweilig, wenn da stellenweise nur etwa 1.000 Worte am Tag dazukommen – jedenfalls wenn du mich fragst. Doch nun steht er in seiner Rohfassung und wartet auf seine Überarbeitung. Einerseits bin ich darüber froh, andererseits mag ich den trockenen Überarbeitungsteil beim Schreiben am wenigsten. Aber da muss ich durch. Es gehört dazu und die Mühe ist vergessen, wenn ich dafür am Ende einen Verlagsvertrag in Händen halten kann.

Ansonsten konnte ich eine halbe Stunde abzwacken, um mit meiner Autorenkollegin ein paar Rahmenbedingungen zur Handlung unseres gemeinsamen Projekts abzustecken. Und dass ich eine Zusage für die Ausschreibung „Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld …“ habe, hast du ganz sicher mitbekommen, da ich es bereits freudig verkündet habe. Aber hier steht es noch einmal offiziell in meiner Übersicht. 😄

Leserückblick August

Im letzten Monat habe ich fast drei Bücher gelesen. Das letzte war jedoch ein so dicker Wälzer, dass ich ihn leider erst im September beenden konnte. Daher stelle ich diesen Monat nur zwei Bücher vor, über die ich mich jedoch sehr freue.

Zunächst las ich von Lin Rina „Animant Crumbs Staubchronik“ aus dem Drachenmond Verlag. Das Buch ist 558 Seiten stark und doch zu dünn. Nicht, weil die Geschichte zu kurz käme, sondern weil ich die Figuren so gerne noch weiter begleitet hätte.
Der Roman spielt 1890. Animant lebt in einem Vorort von London und tut es auch nicht. Denn ihre Welt befindet sich in Büchern, da die Realität sie anödet oder nervt. Ihre Mutter nervt sie mit langweiligen Bällen, auf denen sie, eingeschnürt in ein Korsett, unbequeme Kleider tragen und dumme Konversationen ertragen muss. Für Animant, die sich durch die vielen verschlungenen Bücher für klüger und weltoffener hält als der Landadel, ist es die Hölle. Da kommt es ihr gerade recht, dem Ganzen zu entfliehen und in London die Anstellung einer Bibliothekarsassistentin anzutreten.
Zunächst einmal finde ich den Stil der Autorin sehr angenehm. Er ist flüssig, nicht zu blumig und trotzdem nicht trocken. Genau die richtige Mischung für mich. Die Figuren sind prima gezeichnet. Jeder besitzt richtige Charakterzüge, selbst wenn sie nur in kleinem Rahmen vorkommen können. Bei Animants Mutter musste ich genauso wie Animant die Augen verdrehen über deren Hang, ihre Tochter zwanghaft verkuppeln zu wollen. Elisa ist in dem ganzen Adelsgeflecht eine erfrischende Ausnahme, da sie aus der Arbeiterklasse stammt. Mr Boyle ist wirklich charmant und zuvorkommend, doch jeder Mensch hat seine Schattenseiten. Und dann sind da Animant und der Bibliothekar Mr Reed, die einfach komplett aus der Rolle fallen, auf ihre Weise unhöflich sind und sich durch die Geschichte hinweg angiften, beleidigen und zurechtweisen. Gerade mit Animant konnte ich mich daher unheimlich gut identifizieren. Ab der zweiten Klasse war ich so in Bücher vernarrt, dass ich auch ständig überall mit der Nase in ihnen zu sehen war. Meine eigene Bibliothekarin war dem Verzweifeln nahe, weil ich oft wöchentlich sechs neue Bücher auslieh, die ich in der folgenden zurückbrachte. Bei einer beschränkten Kinderabteilung ein Alptraum.
Das Wörtchen Staubchronik im Titel und der Klappentext führten mich über den Inhalt ein wenig in die Irre, obwohl dort etwas von Gefühlen steht, die Animant bisher nur aus Büchern kennt. Gibt viele Geschichten, die irgendwann auch eine amouröse Richtung annehmen. ABER, Himmel (!), das hier ist ein ausgewachsener Liebesroman. Ab einem gewissen Moment konnte ich kaum aufhören, über diese tollen romantischen Szenen zu seufzen, und so langsam sollte jedem klar sein, dass meine romantische Ader ziemlich verstopft ist und dringend einen Katheter zwischen Herz und Hirn benötigt. Wo ich in der Realität jeder kleinsten Romantik aus dem Weg gehe, weil ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, bin ich in der Romantik dieses Romans zerflossen. Dieses Buch werde ich hoffentlich bald erneut lesen, denn ich habe es so schnell verschlungen, dass mir sicher einige Gründe fürs schwärmerische Seufzen entgangen sind. 😍

Anschließend las ich die Anthologie „The U-Files – Die Einhorn Akten“, erschienen im Talawah Verlag. Hier werden in 23 Kurzgeschichten die Einhörner durchleuchtet.
Dieser erste Teil der Files-Reihe ist deutlich kürzer als die beiden nachfolgenden. Vielleicht zweifelte der Verlag da noch an deren Erfolg. Finde ich schade, denn mit 376 Seiten ist dieser Teil zu kurz für mich. Ich hätte gerne noch weitere Einhorngeschichten gelesen. Am besten gefiel mir die, in der die Evolution der Zebras thematisiert wird. Aber es gab auch keine, die ich wirklich blöd oder gar schlecht fand. Anthologien sind wie Pralinenschachteln, aber ich habe meistens Glück damit. 🙂

FaRK 2019

107.579 Euro. So viel konnte dieses Jahr auf der FaRK für Herzenssache, Sternregen, Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, drei Schulen im Landkreis Neunkirchen, ASB Wünschewagen und Hoffnungsbaum e.V. gesammelt werden. Das hat sich echt gelohnt. Ich bin stolz, Teil der Menschen zu sein, die so großzügig für Organisationen und Schulen gespendet haben.

Das mal zur Einleitung. Natürlich geht es auf der FaRK um noch viel mehr. Lesungen, Cosplay, Rollenspiele, Shows, Konzerte und so vieles mehr. Obwohl ich jeden Tag dort war, habe ich wieder nicht alles gesehen. Immerhin war es dieses Mal mehr als nur ein einzelner Bücherstand, auch wenn der mir noch immer wichtig ist.

Den Freitag habe ich so ziemlich an mir vorbeigehen lassen. Da war ich nur kurz da, um die Bekannten zu treffen und in meiner Heimat zu begrüßen. Noch kann ich mich für Shows nicht erwärmen, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Samstags startete ich mit der Lesung von Anja Bagus aus ihrem Roman „Erlösung“. Es hat mir echt Spaß gemacht, ihr zu lauschen. Sie kann gut vorlesen und war richtig gut drauf. Da fällt es fast schwer, einer so düsteren Geschichte zu folgen. Kaum zu glauben, welche Abgründe hinter der lustigen Fassade der Autoren immer wieder steckt. 😄

 

Anschließend wollte ich unbedingt mehr über „Die Elbenstifte“ von Matthias Teut hören. Seine Bücher stehen bereits auf meiner Wunschliste, aber mein „Taschengeld“ für Bücher und sonstige „nicht notwendige Dinge“ ist leider begrenzt, sodass ich immer noch auf diesen Genuss warten muss. (Mein SuB würde mich wohl auch eines Tages erschlagen, wenn ich alle Bücher mit einem Schlag kaufen könnte. 😮) Ich finde die Teile, die er vorgelesen hat, sehr ansprechend. Genau mein Fall. Vielleicht klappt es ja zu BuCon mit dem Kauf …? Toll fand ich auch die bemalten Leinwände, die er dabei hatte, um uns Zuhörern ein besseres Bild der Handlungsorte zu vermitteln.

 

 

Die sind wirklich gut gelungen und ich bin neidisch auf das Talent des Malers. Der hat was drauf.

 

Bei der nächsten Lesung musste ich mit den Tränen kämpfen. Isa Theobald hat den Krebs besiegt und ihn als Inspiration für das Buch „Tintenphönix“ genommen. Es ist nur ein kurzer Band mit vielen tollen, farbigen Bildern, aber die Geschichte hat es in sich. Ich bin echt begeistert. Selbst jetzt verschwimmt die Schrift auf dem Monitor, während ich das hier schreibe, nur weil ich mich an die Gefühle erinnere, die diese Geschichte in mir ausgelöst hat. Obwohl Isa die gesamte Geschichte vorgelesen hat, möchte ich das Buch trotzdem kaufen, um die Geschichte noch einmal lesen und die Bilder in aller Ruhe betrachten zu können.

 

 

Am späten Nachmittag wurde es noch einmal chaotisch. Wolfgang Hohlbein sollte um 17.00 Uhr aus seinem Roman „Armageddon II – Die Nephilm“ lesen, war zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht da. Alle Bemühungen, ihn telefonisch zu erreichen, scheiterten. Keiner wusste, wo er steckte und ob er es noch zur Lesung schafft. „Die Frau im grünen Kleid“ (Leider weiß ich ihren Namen nicht, aber sie ist sehr sympathisch.) las somit ein wenig aus „Märchenmond“, das ebenfalls aus Hohlbeins Feder stammt, um ein wenig Zeit zu überbrücken. Schließlich brach sie die Lesung aber ab und meinte, dass er es wohl nicht mehr schaffen würde. Ich war enttäuscht. Mir ging es nicht um die Lesung, aber ich wollte ein Autogramm für meine Schwester. Ich wollte ihr eine besondere Freude machen, da von ihm auch das Buch „Katzenwinter“ stammt. Dieses Buch hat ihr erst gezeigt, dass lesen nicht langweilig ist, sondern mit dem richtigen Buch wirklich Freude macht. Wir verließen den Lesungssaal – ich leicht geknickt, weil ich mich so darauf gefreut hatte, meiner Schwester eine Freude zu bereiten. Wir standen gerade am Verlagsstand Torsten Lows, als Wolfgang Hohlbein an uns vorbeiging!!! Wir machten direkt kehrt und hefteten uns an seine Fersen. Er nutzte die verbliebene halbe Stunde für seine Lesung und gab anschließend tatsächlich Autogramme. Ich hatte das unbeschreibliche Glück, dass ihn seine Frau begleitete, die ebenfalls an „Katzenwinter“ geschrieben hatte. Schwesterchen, falls du das liest, du bekommst zwei Autogramme. Falls du es nicht liest, wirst du überrascht, wenn du sie auf dem BuCon bekommst. 😄

Anschließend kaufte ich noch „Das Nebelreich“ von Anja Bagus beim Verlag Torsten Low. Das ist die erste Novelle, die in den Herbstlanden spielt, und ich musste das Buch unbedingt haben. Die Herbstlande sind ein so wundervoller Ort. Wie wunderbar, das erfuhr ich auf der Lesung am Sonntag, wo wir den Anfang hören durften. Hier musste Torsten auch als Buchständer für die bisher erschienenen „Arkland“-Romane herhalten. 🤣

 

 

Am Nachmittag besuchten wir auch noch die Lesung des Leseratten Verlags für „German Kaiju“ und „Vikings of the Galaxy“.  Auch wenn ich die Geschichten aus „German Kaiju“ mittlerweile gelesen habe, so finde ich es immer wieder toll, wenn die Autoren ihre Geschichten noch einmal selbst vorlesen. Oft betonen sie die Sätze anders, als ich es beim Lesen tue, wodurch sich feine Nuancen im Sinn ergeben, die mir sonst entgehen. Die Geschichte aus „Vikings of the Galaxy“ hatte ich auf der FeenCon bereits gehört, aber da ich wusste, was kommt, war ich auf die Anspielungen vorbereitet und freute mich diebisch darauf, bis sie an die Reihe kamen und ich wirklich Grund zum Lachen hatte. *seufz* Es liegt auf meinem SuB, aber ich weiß echt noch nicht, wann ich es lesen werde. Als nächstes will ich endlich die „Tybay“-Saga von Tanja Kummer lesen. Das habe ich ihr quasi versprochen, auch wenn sie mich nicht darauf festnageln würde. Ich will die Bücher aber auch wirklich endlich lesen.

Die Leseratten nutzten eine ganz perfide Technik. Sie hatten nur noch ein Exemplar der Anthologie „Drachenmär“ und priesen es wie etwas ganz Besonderes an. (Wird es auch sicher sein.) „Gibt auch ein Autogramm von mir“, meinte Tanja. „Und der Torsten ist auch drin. Den kannst du auch um eins bitten.“ Ja, der Torsten Low hat auch noch Exemplare. Sie sind also noch nicht vergriffen. Dafür stand Elea Brandt kaum einen Meter von ihm entfernt, als ich ihn gerade um seine Signatur bat. „Ich bin da auch drin! Ich kann dir auch unterschreiben.“ So ähnlich war der Wortlaut. Ich fand das lustig, aber vor allem sehr lieb von ihr. Ich hatte mir die Autoren noch gar nicht angeschaut und so habe ich von elf Autoren drei, die mir Autogramme gegeben haben.

Zwischen den ganzen Lesungen habe ich alle Verlags- und Autorenstände abgeklappert. Ich habe mich sehr gefreut, „The P-Files – Die Phönix Akten“ gleich an drei Autorenständen ausliegen zu sehen. Ich habe neue Verlage kennengelernt und Verlagsprogramme und Visitenkarten von Autoren mitgenommen, um mich mit ihnen zu vernetzen und mir die Bücher näher anzusehen. Was mir gefällt, landet auf der Wunschliste, die ich nach und nach abarbeiten werde. Versprochen. 🙃 Ich finde es auch immer wieder schön, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, mich mit ihnen über ihre Geschichten und das Schreiben an sich auszutauschen. Man lernt dabei so viele nette Leute kennen. Es war schön, dass ihr da wart. Danke für die tollen Gespräche. Wir sehen uns ganz sicher auf irgendeiner Messe wieder!

„Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld …“

Gestern Abend kam die Mail mit dem Ergebnis! Ich war von dem Wochenende auf der FaRK jedoch zu erschöpft, um es gleich mit dir zu teilen. Ich habe es tatsächlich zum dritten Mal in Folge in die Märchenanthologie geschafft! Es ist kaum zu glauben, welch ein Glück ich habe. Meine Geschichte wird im zweiten Band der irischen Märchen erscheinen. Ich freue mich so sehr, dass es erneut geklappt hat! 🙃

Zwischenstand Ausschreibung „Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld …“

Hier geht es zum original Post des Machandel Verlags. Effektiv stehen die Geschichten für Band 1 fest und für Band 2 muss die Verlegerin sich noch für drei Geschichten entscheiden, damit es voll ist. Stehen „nur“ 18 zur Auswahl. Wer die Wahl hat … Ja, sie hat die Qual. Trotzdem hoffe ich, dass ihr die Entscheidung bald gelingt. Aus vollkommen egoistischer Sicht will ich natürlich endlich wissen, ob meine Geschichte es in eines der beiden Bücher geschafft hat und in welches. Es ist echt spannend. Immerhin werden 15 Geschichten, die gut sind, es nicht in die Bücher schaffen und ich habe keine Ahnung, wie viele Einsendungen als „nicht gut genug“ bereits aussortiert wurden. Ich habe leider keinen Vertrag, der mir garantiert, dass meine Einsendungen garantiert genommen werden. Ich hibbel also fleißig. 🙃

Eine erfreuliche Rezension!!!

Heute hat Sarah Spindler von Trimagie „The A-Files – Die Amazonen Akten“ auf Facebook rezensiert. Also, die ersten sechs Geschichten, denn sie geht wirklich auf jede Geschichte ein, sodass da noch ein paar Fortsetzungen folgen dürften. Ich fand es ja schon gleich, als es mir auffiel, prima, dass meine Geschichte schon an sechster Stelle im Buch steht. Jetzt finde ich es jedoch genial, da ich deshalb jetzt schon weiß, was Sarah von meiner Geschichte hält. Ich bin begeistert, da sie sich echt Gedanken macht, was der jeweilige Autor mit seiner Geschichte ausdrücken will. So hat sie auch die gesellschaftskritischen Stellen in meiner Geschichte erkannt, über die man prinzipiell auch hinweglesen kann, ohne sie zu bemerken. Mir war wichtig, dabei keinen Vorschlaghammer zu benutzen. Außerdem gefällt ihr der Kniff, wie meine Hauptfigur mit dem komplizierten Namen einer Nebenfigur umgeht. Diesen Runninggag so umzusetzen, dass er funktionieren kann, stellte für mich mal wieder eine harte Probe dar. Humor ist einfach schwer zu schreiben. Aber es hat offensichtlich funktioniert. Das ist eine Wohltat für das von Selbstzweifeln geplagte Autorenherz! Freut mich, dass meine Geschichte gut unterhalten und gefallen hat! Danke für die tolle Rezension!